Sprott Uranium Miners UCITS ETF: Wird Atomenergie wieder salonfähig?


21.12.22 15:57
HANetf Ltd.

London (www.fondscheck.de) - Energie ist die Grundlage unserer Zivilisation und für das Funktionieren der Gesellschaft von entscheidender Bedeutung, so die Experten von HANetf.

Seit dem 19. Jahrhundert setzen wir dabei auf Öl, Gas und Kohle, so die Experten von HANetf. Diese hätten sich als billige, zuverlässige und reichlich vorhandene Energiequellen erwiesen. Dies habe jedoch seinen Preis. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe setze hohe Mengen CO2 und andere Treibhausgase frei, die den Planeten stark aufheizen würden, mit weitreichenden negativen Folgen. Es müssten saubere Alternativen her. Sonne, Wind oder doch Wasser? Abseits dieser wohl bekannten erneuerbaren Energien gebe es eine weitere Alternative: Atomenergie.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken werde Atomkraft zum Teil kritisch beäugt. Doch moderne Kraftwerke würden hohe Sicherheitsstandards bieten, so gut wie kein CO2 verursachen und seien sehr zuverlässig bei der Bereitstellung von Strom. Solar-, Wind- und Wasserenergie hätten noch einen langen Weg vor sich, bis sie traditionelle Energieformen wie Kohle und Gas komplett ersetzen könnten, einfach weil die Herstellung und Installation der nötigen Infrastruktur Zeit brauche. Atomkraft kann einen essenziellen Teil spielen im Energiemix und bei der Erreichung unserer Netto-Null Ziele, so die Experten von HANetf.

Die drei Stärken der Atomkraft

1. Kernkraft sei zuverlässig

Für einen nationalen, staatlichen oder lokalen Energieversorger beginne die Attraktivität der Kernenergie mit ihrer Zuverlässigkeit. Regionen mit Kernkraftwerken würden Reaktoren rund um die Uhr einsetzen und die Kernenergie als Grundlastquelle für Stromnetze nutzen. Alle anderen Energiequellen würden von weniger zuverlässigen Bestandteilen hängen. Wie der Russland-Ukraine Konflikt vor Augen geführt habe, sei es nicht selbstverständlich, dass Gas als Brennstoff immer zuverlässig vorhanden sei. Die Sonne scheine nur tagsüber und der Wind blase auch nicht in regelmäßigen Intervallen.

2. Kernkraft sei effizient

Ein Uran-Brennstoffpellet, etwa so groß wie ein Gummibärchen, entspreche dem Energieäquivalent von drei Fässern Öl oder einer Tonne Kohle oder 17.000 Kubikfuß Erdgas. Die Energiedichte von Uran führe zu enormen Wirkungsgraden. Bemühungen, abgebrannte Brennelemente in Kernkraftwerken wieder aufzubereiten oder zu recyceln, würden die Effizienz von Uran weiter erhöhen. Angereichertes Uran verbrauche im ersten Zyklus durch einen Reaktor nur etwa 4% der potenziellen Energie. Mit fortschreitender Technologie, die das Recycling von Brennstoff wirtschaftlich rentabler mache, werde die Effizienz der Kernkraft wahrscheinlich noch weiter steigen.

3. Kernenergie sei sauber

Wie man der nachstehenden Abbildung entnehmen könne, erzeuge Kernenergie die niedrigsten Treibhausgase aller Energiequellen gemessen über den Lebenszyklus eines Kraftwerks, sogar weniger als Wind- oder Solarenergie. Öl und Kohle würden 240- bzw. 273-mal mehr CO2 erzeugen.

Die sich ändernde Stimmung gegenüber Atomkraft und damit einhergehende höhere Nachfrage nach Uran sei ein Element, das auf einen möglichen Uran-Bullenmarkt in den nächsten Jahren hindeute. Anleger könnten also mittels eines Investments in Uran und Uranminenbetreibern am Wachstum der Kernenergie teilhaben. Sollte der Anteil der Kernenergie am weltweiten Energiemarkt zunehmen, so werde das zu mehr Nachfrage nach Uran führen, was wiederum die Profite und somit die Aktienkurse der Minenunternehmen fördern sollte. Interessant sei, dass der Uranminensektor extrem klein sei im Vergleich zu traditionellen Sektoren wie Öl und Gas. Manche der Öl-Giganten hätten als Einzelunternehmen eine größere Marktkapitalisierung als der gesamte Uranminensektor. Die Experten von HANetf sähen dies als Anzeichen dafür, dass der Sektor bisher von Investoren noch vernachlässigt werde und nicht seine relative Bedeutung für den weltweiten Energiemarkt widerspiegele.

Um Anlegern einfachen Zugang zum Uranminensektor zu geben, hätten die Experten von HANetf den Sprott Uranium Miners UCITS ETF vor wenigen Monaten in Deutschland und anderen europäischen Märkten gelistet. Die Methodologie des ETFs sei entwickelt worden vom kanadischen Unternehmen Sprott, dem weltweiten Pionier beim Thema Uran-Investments.

Der ETF biete Zugang zu Unternehmen, die sich der Uranbergbaubranche verschrieben hätten, einschließlich der Exploration, Erschließung und Produktion von Uran. Der Fonds investiere zu einem gewissen Anteil auch direkt in den Rohstoff Uran und biete somit eine einzigartige Mischung aus Aktieninvestment und direktem Rohstoffinvestment. Der dem ETF zugrunde liegende North Shore Sprott Uranium Miners Index ziele auf Unternehmen ab, die mindestens 50% ihrer Geschäftstätigkeit in der Uranindustrie hätten, um ein möglichst reines Engagement zu erzielen. Deutsche Anleger könnten den ETF bei den meisten Banken und Brokern entweder als Einmalanlage oder auch als Sparplan investieren. (21.12.2022/fc/a/e)