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Subprime-Krise wer ist wirklich schuld?
02.03.09 13:51
Rohstoff-Trader
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Subprime-Krise, die mittlerweile seit vielen Monaten zugegen und inzwischen auch in eine ausgewachsene globale Wirtschaftskrise mutiert ist, scheint nur einen Verursacher zu haben - die Banken, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".
Glaube man den Berichterstattern der Medien und vor allem den Politikern, so seien nur die gierigen Investmentbanker und Chefs dieser Banken an jener Krise schuld. Mit ihren Bonusprogrammen hätten die Banken rücksichtslos dazu geführt, dass die eigenen Händler wie blind agiert hätten und immer komplexere und spekulativere Finanzinstrumente entworfen und weiter verkauft hätten. Sie, die Banken und deren Finanzakrobaten seien an der ganzen Misere schuld - oder doch nicht?
Wer etwas über den Tellerrand blicke und sich die Mühe mache zu recherchieren, der werde schnell feststellen, dass es nicht so einfach sei wie es die Politiker gerne darstellen würden. Vor allem nicht in den USA, wo die Subprime-Krise ihren Ursprung habe. Genau genommen seien jene Politiker, die jetzt mit dem Finger auf die Banken zeigen würden, an den Ursprüngen der Krise selbst schuld. Diese würden in den Siebzigern liegen als in den USA der so genannte "Community Reinvestment Act" verabschiedet worden sei, der quasi Finanzinstitute dazu gezwungen habe, Gelder an Leute zu verleihen, die in wirtschaftlich schwierigen Regionen gelebt hätten, damit diese sich ein Haus kaufen könnten.
Während der folgenden Jahre sei in den USA die Immobilie ein Zeichen des Wohlstandes und damit ein Symbol für den amerikanischen Traum geworden. Da die Kredite zu ärmlichen Leuten anfangs eher einen sehr kleinen Teil des Gesamtvolumens ausgemacht hätten, sei es nicht sonderlich tragisch gewesen, dass Schuldner mit einer schlechten Bonität Kredite erhalten hätten.
Später hätten dieselben Politiker, die heute den Banken die Schuld geben würden, die Finanzinstitute sowie die beiden Giganten des Hypothekenmarktes Fannie Mae und Freddie Mac immer mehr dazu angetrieben, Gelder zu verleihen. Die Politiker hätten es als Diskriminierung empfunden, dass arme Leute keine Kredite bekommen würden, nur weil sie arm seien. Diese Spirale habe sich immer weiter aufgebaut und die Banken hätten Gelder verliehen, weil sie dazu vom Prinzip her gezwungen worden seien, und hätten diese Kredite später an Freddie Mac und Fannie Mae verkauft, die ebenfalls dazu gezwungen worden seien, diese Kredite abzunehmen.
Die einzige Lösung, diese schlechten Kredite anschließend aus den eigenen Büchern zu bekommen, sei es gewesen, diese in Form von verschiedenen Collaterized Debt Obligations weiterzuverkaufen. Obwohl die Banken sicherlich einen Teil der Schuld tragen würden, sollte man die Politiker in den USA hier nicht vergessen, die die ganze Misere angestoßen hätten und nun mit dem Finger auf alle anderen zeigen würden nur nicht auf sich selbst. (02.03.2009/ac/a/m)
Glaube man den Berichterstattern der Medien und vor allem den Politikern, so seien nur die gierigen Investmentbanker und Chefs dieser Banken an jener Krise schuld. Mit ihren Bonusprogrammen hätten die Banken rücksichtslos dazu geführt, dass die eigenen Händler wie blind agiert hätten und immer komplexere und spekulativere Finanzinstrumente entworfen und weiter verkauft hätten. Sie, die Banken und deren Finanzakrobaten seien an der ganzen Misere schuld - oder doch nicht?
Während der folgenden Jahre sei in den USA die Immobilie ein Zeichen des Wohlstandes und damit ein Symbol für den amerikanischen Traum geworden. Da die Kredite zu ärmlichen Leuten anfangs eher einen sehr kleinen Teil des Gesamtvolumens ausgemacht hätten, sei es nicht sonderlich tragisch gewesen, dass Schuldner mit einer schlechten Bonität Kredite erhalten hätten.
Später hätten dieselben Politiker, die heute den Banken die Schuld geben würden, die Finanzinstitute sowie die beiden Giganten des Hypothekenmarktes Fannie Mae und Freddie Mac immer mehr dazu angetrieben, Gelder zu verleihen. Die Politiker hätten es als Diskriminierung empfunden, dass arme Leute keine Kredite bekommen würden, nur weil sie arm seien. Diese Spirale habe sich immer weiter aufgebaut und die Banken hätten Gelder verliehen, weil sie dazu vom Prinzip her gezwungen worden seien, und hätten diese Kredite später an Freddie Mac und Fannie Mae verkauft, die ebenfalls dazu gezwungen worden seien, diese Kredite abzunehmen.
Die einzige Lösung, diese schlechten Kredite anschließend aus den eigenen Büchern zu bekommen, sei es gewesen, diese in Form von verschiedenen Collaterized Debt Obligations weiterzuverkaufen. Obwohl die Banken sicherlich einen Teil der Schuld tragen würden, sollte man die Politiker in den USA hier nicht vergessen, die die ganze Misere angestoßen hätten und nun mit dem Finger auf alle anderen zeigen würden nur nicht auf sich selbst. (02.03.2009/ac/a/m)


