Templeton Global Climate Change Fund: 5 unabdingbare Fortschritte auf COP28


05.12.23 12:30
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Im Verlauf der Weltklimakonferenz COP28 formuliert Craig Cameron, Portfoliomanager des Templeton Global Climate Change Fund von Franklin Templeton Institute, die aus seiner Sicht wichtigsten Zielstellungen:

Um die Emissionen auf einen 1,5°C -Pfad zu bringen, müssten die jährlichen Emissionen bis zum Ende des Jahrzehnts schätzungsweise um 43% gegenüber dem Niveau von 2019 sinken. Eine Zahl, die sehr viel schwerer zu erreichen sei, wenn man bedenke, dass die globalen Emissionen ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hätten, was ebenfalls dringend in Angriff genommen werden müsse.

Der Anteil der E-Fahrzeuge gemessen an den Neuwagenverkäufen habe im Jahr 2022 bei 14% gelegen und werde in diesem Jahr voraussichtlich 18% erreichen. Die Verbreitung von E-Fahrzeugen habe deutlich zugenommen, was sowohl auf das Verbraucherverhalten als auch auf die Politik zurückzuführen sei. Dennoch würden die Experten deutlich hinter der Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) zurückbleiben, wonach bis 2030 65% der Neuwagenverkäufe elektrisch sein müssten, um die Netto-Null-Ziele zu erreichen. Das bedeute, dass sich der Verkauf von Elektroautos ab jetzt ungefähr verdoppeln müsse, um dieses Szenario zu erreichen.

Die Mitglieder der COP28 seien aufgefordert, sich auf Ziele wie die Verdreifachung der Kapazitäten für erneuerbare Energien bis 2030 und die Verdoppelung der Energieeffizienzsteigerung zu einigen. Es handele sich dabei jedoch nicht nur um große Zahlen, die aus Gründen der Wirkung genannt würden, sondern um die Zahlen, die laut IEA bis 2030 erreicht werden müssten, damit die globalen Emissionen auf dem richtigen Weg bleiben würden, um auf den 1,5°C-Pfad zurückzukehren. Eine Verdreifachung der Kapazität der erneuerbaren Energien sei nach den Prognosen der IEA der wichtigste Faktor für die Emissionsreduzierung.

Für Länder, die sich während ihres Wirtschaftswachstums bereits auf billige fossile Brennstoffe verlassen hätten, sei es eine große Herausforderung, den Kurs so schnell wie nötig zu ändern. Neben dem Umweltargument gebe es ein soziales Argument: Ärmere Volkswirtschaften würden über begrenzte Ressourcen verfügen und die Ausgaben für die Emissionsreduzierung könnten hinter anderen Prioritäten zurückstehen.

Eine Vereinbarung über die langfristige Fungibilität von Kohlenstoffgutschriften wäre ein willkommener erster Schritt bei der Umsetzung dieser Dekarbonisierungsalternativen, vorausgesetzt, sie seien gut geregelt und geprüft, um eine wirklich sinnvolle Kohlenstoffbindung zu gewährleisten. Nur sehr wenige Dekarbonisierungstechnologien könnten in der Art und Weise, wie es naturbasierte Lösungen könnten, breitere positive Vorteile für die Gesellschaft und die biologische Vielfalt schaffen. (05.12.2023/fc/a/f)