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USDA-Bericht treibt die Getreidepreise


17.01.11 13:33
Rohstoff-Trader

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Abteilung für Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten hat diese Woche ihren monatlichen Report veröffentlicht und für starke Preissteigerungen im Bereich der Agrarrohstoffe gesorgt, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".

Laut dem USDA-Bericht erwarte die amerikanische Regierung eine Verknappung der Produkte im Agrarbereich. Diese Nachrichten hätten für starke Preissprünge im Mais, Sojabohnen und Weizen gesorgt. Die Agrarrohstoffe wie Mais oder Sojabohnen würden auf eine immer größer werdende Nachfrage treffen, während schlechte Wetterbedingungen die Ernten negativ beeinträchtigen würden.

Die Produktion des weltweit größten Maisherstellers, die Vereinigten Staaten, sei 2010 um 4,9 Prozent gefallen. Das United States of Department for Agriculture habe mitteilen lassen, dass die Angebotsmenge im Mais auf ein 15-Jahrestief gefallen sei. Dies gelte auch für Sojabohnen und Weizen. Auch hier würden sinkende Zahlen in der Produktionsmenge erwartet. Die Vereinigten Staaten würden 16 Prozent ihrer gesamten Maisherstellung exportieren. Die amerikanische Regierung wolle aber aufgrund der aktuellen Spannung im Markt die Exportquote um 2, also auf 14 Prozent reduzieren.

Die steigenden Rohstoffpreise würden immer mehr Großunternehmen dazu bewegen, ihre Anbauflächen zu vergrößern. Der Maispreis habe sich seit September 2009 mehr als verdoppelt. Auch Sojabohnen und Weizen seien im Wert stark angestiegen. Der Druck auf die Rohstoffproduzenten sei momentan sehr hoch und der Raum für Fehler sehr klein. Würden nämlich unerwartete Ereignisse, wie zum Beispiel schlechte Wetterbedingungen eintreten, sollte es zu starken Preissprüngen kommen.

Der USDA-Bericht habe einen weiteren Grundstein für einen aufwärtsorientierten Markt in den Agrarrohstoffen gelegt. Die Erwartungen seien klar und deutlich: Die Nachfrage werde immer größer, während die Ernten vom Wetter stark beeinträchtigt würden. Dieses bullische Setup treibe Händler, Investoren und Spekulanten dazu, Long-Positionen im Mais oder in den Sojabohnen aufzubauen. Darüber hinaus unterstütze das schlechte Wetter in Argentinien den ohnehin schon steigenden Maispreis. (17.01.2011/ac/a/m)