US-Dollar schwächelt, Gold steigt


08.02.16 11:46
Saxo Bank

Kopenhagen (www.fondscheck.de) - Die US-Dollarschwäche hat in der vergangenen Woche einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen so Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Grund dafür seien gemäßigte Aussagen einiger Mitglieder des Federal Open Market Committees bezüglich der weiteren Zinspolitik gewesen. Dies habe insbesondere Edel- und Industriemetalle ordentlich Auftrieb gegeben, so Hansen. Diese Unterstützung habe jedoch nur bis zum vergangenen Wochenende gereicht, als schwache US-Arbeitsmarktdaten vermehrt Gewinnmitnahmen ausgelöst hätten. Wochensieger sei Eisenerz gewesen, das aufgrund der saisonal erhöhten Nachfrage chinesischer Hüttenwerke den größten Gewinnsprung seit Mai 2015 hingelegt habe.

Unablässige Turbulenzen auf den Aktien- und Ölmärkten hätten den Goldaufschwung im Januar unterstützt. Insbesondere die US-Öl- und Gas-Sektoren hätten zum Abschwung der US-Wirtschaft im letzten Quartal 2015 beigetragen und für Diskussionen um die künftigen Zinsanhebungsschritte gesorgt. "Anstatt vier US-Zinsanhebungen könnte es dieses Jahr nur zu zwei bis drei oder noch weniger kommen. Der Goldpreis ist während und nach der ersten Zinsanhebung im Dezember vergangenen Jahres stark unter Druck gekommen, doch seitdem hat sich der Ausblick für andere Assetklassen dramatisch verschlechtert", so Hansen. Auch Industriemetalle wie Silber, Platin und Palladium hätten vom schwächelnden US-Dollar profitiert, bis sich der Greenback zum Ende der Woche wieder erholt und für Gewinnmitnahmen bei den Metallen gesorgt habe.

An den Ölmärkten bleibe die Lage nach wie vor angespannt. Die vergangene Woche habe mit dem größten Zwei-Tages-Verlust seit sieben Jahren begonnen, gefolgt von einer ebenso starken Rally. "Das große Problem bleibt weiterhin das Überangebot. Mit einem Volumen von über 500 Millionen Barrel sind die US-Lagerbestände auf den höchsten Stand seit 80 Jahren geklettert", so Hansen. Die negativen Fundamentaldaten und Sorgen um eine abflauende Nachfrage würden weiterhin zu Leerverkäufen locken. "Produzenten, die sich nach höheren Preisen sehnen, spielen mit der Idee eines Treffens zwischen OPEC- und Non-OPEC-Ländern. Wie gering die Chance für den Erfolg eines solchen Meetings auch sein mag: Eine Übereinkunft würde die Preise deutlich steigen lassen", so Hansen abschließend. (08.02.2016/fc/a/m)




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