UniOpti4-Fonds: Q4/2013-Bericht, spanische und italienische Anleihen bevorzugt - Fondsanalyse


05.02.14 09:15
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Im Schlussquartal 2013 standen die internationalen Rentenmärkte vor allem unter dem Einfluss der US-Geldpolitik, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniOpti4.

Nachdem die Währungshüter im September überraschend noch keine Reduzierung ihrer Anleihekäufe vorgenommen hätten, hätten die Marktteilnehmer fortan über die weitere Entwicklung spekuliert. Die US-Notenbank habe schnell deutlich gemacht, dass sie zu dem Schritt bereit sei, sobald sie die US-Wirtschaft auf einem stabilen Wachstumspfad wähne. Die Konjunkturdaten hätten in der Folge mehrfach die Erwartungen übertroffen und so den Weg für eine Entscheidung geebnet. Knackpunkt sei lange der ungelöste Haushaltsstreit gewesen. Im Oktober habe dieser sogar zur Schließung von US-Behörden geführt. Als sich Vertreter beider großer Parteien Mitte Dezember auf einen Kompromiss geeinigt hätten, sei der Weg frei gewesen. Auf ihrer letzten Sitzung habe die US-Notenbank schließlich die Reduzierung ihrer Anleihekäufe bekannt gegeben.

Die europäischen Rentenmärkte hätten hingegen, gemessen am Iboxx Euro Sovereign Index, ein Kursplus von 1,1 Prozent verbucht. Hierfür seien in erster Linie die Renditerückgänge bei Anleihen der Peripherieländer verantwortlich gewesen. Zehnjährige Staatsanleihen aus Italien und Spanien hätten zuletzt unter vier Prozent rentiert. Mit Ausnahme von Italien hätten sich in allen Ländern erste Erfolge der harten Sparpolitik gezeigt. Darüber hinaus habe auch insgesamt das globale Konjunkturmomentum wieder etwas angezogen und für Rückenwind gesorgt. Anleihen aus den Kernländern hätten hingegen, ebenso wie Papiere aus den USA, leichte Kursrückgänge verzeichnet. Aus wirtschaftlicher Sicht habe sich besonders Frankreich zum neuen Sorgenkind des Euroraums entwickelt.

In den vergangenen drei Monaten habe das Fondsmanagement verstärkt variabel verzinsliche Bankanleihen mit Restlaufzeiten von 18 bis 36 Monaten erworben. Ferner favorisierten die Experten von Union Investment spanische und italienische Titel. Hierbei habe es sich überwiegend um unterjährige Papiere gehandelt. Neben staatlichen T-Bills hätten die Experten auch gedeckte Schuldverschreibungen (Covered Bonds) und unbesicherte Bankanleihen von Santander oder der Banca Intesa gekauft. Darüber hinaus seien aber auch festverzinsliche Papiere verstärkt ins Blickfeld genommen worden. Dies habe vor allem Anleihen mit Fälligkeit 2015 betroffen, da diese einen höheren Kupon geboten hätten. (Stand vom 31.12.2013) (05.02.2014/fc/a/f)




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