Veri ETF-Dachfonds: 08/2014-Bericht, Wertzuwachs von 1,3% - ETF-Analyse


11.09.14 16:38
Veritas Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Ukraine-Krise beherrscht weithin nicht nur die Schlagzeilen, sie hat sich auch bereits empfindlich auf das Wirtschaftsklima in der Eurozone ausgewirkt, so die Experten von Veritas Investment im Kommentar zum Veri ETF-Dachfonds (ISIN DE0005561674 / WKN 556167, P; ISIN DE000A0MKQH3 / WKN A0MKQH, W).

So habe sich das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im zweiten Quartal des Jahres nicht etwa beschleunigt, sondern habe auf Vorquartalsvergleich stagniert. Die bisherige Wirtschaftslokomotive Deutschland habe überraschend mit einem Quartalsminus von 0,2 Prozent gebremst. Erfreulich sei dagegen, dass Spanien mit einem Quartalsplus von 0,6 Prozent das Euro-Ergebnis gestützt habe. Weniger erfreulich seien dagegen die Meldungen der anderen beiden Schwergewichte im Euroraum: Die französische Volkswirtschaft sei mit ihrem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt erneut nicht von der Stelle gekommen und die italienische Wirtschaftsleistung sei erneut leicht gesunken und in die Rezession gerutscht.

Allerdings habe die Eintrübung der konjunkturellen Perspektiven die Hoffnungen gestärkt, dass die EZB, früher als bisher für möglich gehalten, neue expansive Maßnahmen bekannt geben könnte. Dass diese Hoffnung nicht unberechtigt gewesen sei, habe sich Anfang September gezeigt, als die EZB den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt und den Ankauf von ABS-Papieren und Pfandbriefen angekündigt habe.

Die internationalen Aktienmärkte hätten im August zum Teil deutliche Kursgewinne verzeichnet. Der US-amerikanische Aktienmarkt habe sogar - gestützt durch gute Konjunkturdaten wie z.B. das BIP für das 2. Quartal mit einem Plus von 4,2% - ein neues Allzeithoch im S&P 500 von 2.003,37 Indexpunkten erreicht. Die weitere Zunahme der geopolitischen Risiken, die nochmals sinkende Inflationsrate sowie die Spekulation um ein Quantitive Easing der EZB hätten den zehnjährigen Zinssatz für Bundesanleihen zum Monatsende auf einen historischen Tiefstand von 0,89 Prozent gedrückt.

Der Veri ETF-Dachfonds habe im August von den günstigen Entwicklungen an den Kapitalmärkten profitiert und einen Kursgewinn von rund 1,3 Prozent verzeichnet. Damit liege die Jahresrendite des Fonds bei rund 7,2 Prozent im positiven Terrain. Die Signallage auf den meisten Aktienmärkten sei weiterhin sehr stabil. Sowohl die Aktien- als auch die Rohstoffquote hätten wie bereits im Vormonat bei rund 90% bzw. rund 2% gelegen.

Praktisch alle Aktien-ETFs mit Ausnahme der ETFs auf japanische Aktien hätten zum positiven Monatsergebnis beigetragen. Zu den größten Performancetreibern hätten in diesem Monat die Schwellenländer gehört. Von dieser Entwicklung habe der Veri ETF-Dachfonds profitiert, da die Aktiengewichtung in Schwellenländer bei rund 34% gelegen habe. So sei beispielsweise ein ETF auf Schwellenländeraktien aus der Region Latein-Amerika um 9,2 Prozent gestiegen und ein ETF auf den breiten MSCI Emerging Markets habe einen Kursgewinn von rund fünf Prozent verzeichnet.

ETFs auf US-amerikanische Aktien hätten nicht nur von den neuen Höchstständen an der Wall Street, sondern auf von dem fallenden Euro profitiert, der gegenüber dem US-Dollar rund zwei Prozent nachgegeben habe. Positiv habe sich die Allokation auf der Rohstoffseite entwickelt. So habe der ETF auf den Metall-Sektor ein Kursplus von rund einem Prozent verzeichnet. (Stand vom 29.08.2014) (11.09.2014/fc/a/e)





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