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Vontobel EM Equity im Fokus
28.06.04 12:45
Morningstar
Was den Vontobel Fund Emerging Markets Equity von vielen anderen Schwellenländerfonds unterscheidet, ist sein starker Fokus auf Kapitalerhalt, so die Fondsexperten von Morningstar.
Dass ein Unternehmen im regionalen Referenzindex enthalten sei, sei für Fondsmanager Rajiv Jain noch kein Grund, es auch in den Fonds aufzunehmen. Er investiere, so betone er, nur in solche Werte, die er auch wirklich verstehe.
Rajiv Jain manage den Fonds seit 1997. Er sei Mitglied des globalen Aktienteams, dem 7 Analysten angehören würden. Es seien keine reinen Schwellenländerspezialisten, was für diese Kategorie eher ungewöhnlich sei. Darauf angesprochen, erkläre Jain, dass er es für wichtiger halte, jedes Unternehmen mit sämtlichen globalen Konkurrenten zu vergleichen, auch solchen aus entwickelten Märkten.
Im Mittelpunkt stehe die Suche nach unterbewerteten Unternehmen, die in ihrer zukünftigen Entwicklung berechenbar seien, eine nachhaltig starke Wettbewerbsposition aufweisen und einen hohen Cash Flow sowie eine Eigenkapitalrendite von 15% erwirtschaften würden.
Durch einen quantitativen Filter werde das gesamte Anlageuniversum zunächst auf ca. 150 investierbare Werte reduziert. Anschließend werde das Geschäftsmodell der betrachteten Unternehmen, u.a. auch mit Besuchen vor Ort, durchleuchtet und auf Stabilität sowie Nachhaltigkeit überprüft. Für jedes Unternehmen werde ein geschätzter Wert ermittelt und mit dem tatsächlichen Aktienkurs verglichen.
Heraus komme letztlich ein Portfolio von 30-60 Werten, das den bewertungs- bzw. valueorientierten Investmentansatz in seiner Branchen- und Ländergewichtung stark widerspiegele. So sei der Fonds mit einem KGV von 9-10 um einiges günstiger bewertet als der Gesamtmarkt mit derzeit 16. Bestimmte Branchen oder Länder seien im Portfolio gar nicht vertreten, da der Fondsmanager darin keine Unternehmen finden könne, die seinen Qualitätsanforderungen genügen würden. Aktuell treffe dies auf Technologie und Telekom zu, die im Vergleichsindex immerhin mit 29% enthalten seien, oder auch auf Aktien aus Russland und China, deren neutrale Gewichtung ca. 4 bzw. 9% betragen würde. Samsung Electronics, den größten Wert sowohl im gesamten Anlageuniversum als auch im Technologiesektor, habe man in den letzten 4 Jahren im Fonds vergeblich gesucht. Rajiv Jain begründe dies mit der mangelnden Transparenz in der Bilanz des weit verzweigten Unternehmens. Chinesische Titel halte er aufgrund der Kombination von hohem Umsatzwachstum, aber geringen Gewinnen für unattraktiv. Russische Unternehmen würden für ihn wegen ihrer zyklischen Ausrichtung und der oft mangelhaften Unternehmensführung derzeit nicht zum Fonds passen.
Insgesamt ergebe sich eine Branchenaufteilung, die unabhängig vom Auf und Ab des Konjunkturzyklus von einer starken Gewichtung nicht-zyklischer Branchen geprägt sei. Zusammen mit den Finanzwerten würden sie derzeit rund zwei Drittel des Portfolios ausmachen. Der Fondsmanager berücksichtige jedoch immer mindestens 5 von 10 Sektoren und weiche auf Länderebene nicht mehr als 20% vom Referenzindex ab.
Für die im Vergleich zu vielen Konkurrenzprodukten stetigere Wertentwicklung habe der Vontobel Fund - Emerging Markets Equity bei Morningstar ein Rating von 5 Sternen erhalten. Dabei habe er in schwachen Marktphasen in der Regel eine bessere Entwicklung als viele andere Schwellenländerfonds gezeigt, sei aber bei steigenden Kursen (z.B. 2003) im Konkurrenzvergleich wieder zurückgefallen. 2003 habe der Fonds recht gut mit dem Gesamtmarkt Schritt halten können, obwohl laut Aussage des Fondsmanagements einige der damals stärksten Marktsegmente (z.B. russische Unternehmen) gar nicht enthalten gewesen seien. Im laufenden Jahr liege der Fonds ungeachtet der Korrektur der regionalen Märkte absolut noch mit 4,3% im Plus.
Eine Schwachstelle habe der Vontobel-Fonds angesichts der teilweise erheblichen Länderrisiken durch die fehlende Präsenz von Analysten vor Ort. Auch volkswirtschaftliche Faktoren würden nicht systematisch in die Analyse einbezogen. Der Fondsmanager versuche, dies durch seinen unbedingten Fokus auf Qualitätsunternehmen zu kompensieren.
Für Anleger, die die Schwankungen der Anlageklasse nicht komplett mitmachen wollen, weder nach oben noch nach unten, dürfte dieser Fonds sicherlich ein interessantes Produkt sein, so die Experten von Morningstar. Die durch den Investmentprozess und die Ressourcen bedingte Beschränkung des Anlageuniversums sollte jedoch im Auge behalten werden. Diese reduziere zwar die Risiken, doch würden viele Chancen ungenutzt bleiben.
Dass ein Unternehmen im regionalen Referenzindex enthalten sei, sei für Fondsmanager Rajiv Jain noch kein Grund, es auch in den Fonds aufzunehmen. Er investiere, so betone er, nur in solche Werte, die er auch wirklich verstehe.
Rajiv Jain manage den Fonds seit 1997. Er sei Mitglied des globalen Aktienteams, dem 7 Analysten angehören würden. Es seien keine reinen Schwellenländerspezialisten, was für diese Kategorie eher ungewöhnlich sei. Darauf angesprochen, erkläre Jain, dass er es für wichtiger halte, jedes Unternehmen mit sämtlichen globalen Konkurrenten zu vergleichen, auch solchen aus entwickelten Märkten.
Im Mittelpunkt stehe die Suche nach unterbewerteten Unternehmen, die in ihrer zukünftigen Entwicklung berechenbar seien, eine nachhaltig starke Wettbewerbsposition aufweisen und einen hohen Cash Flow sowie eine Eigenkapitalrendite von 15% erwirtschaften würden.
Heraus komme letztlich ein Portfolio von 30-60 Werten, das den bewertungs- bzw. valueorientierten Investmentansatz in seiner Branchen- und Ländergewichtung stark widerspiegele. So sei der Fonds mit einem KGV von 9-10 um einiges günstiger bewertet als der Gesamtmarkt mit derzeit 16. Bestimmte Branchen oder Länder seien im Portfolio gar nicht vertreten, da der Fondsmanager darin keine Unternehmen finden könne, die seinen Qualitätsanforderungen genügen würden. Aktuell treffe dies auf Technologie und Telekom zu, die im Vergleichsindex immerhin mit 29% enthalten seien, oder auch auf Aktien aus Russland und China, deren neutrale Gewichtung ca. 4 bzw. 9% betragen würde. Samsung Electronics, den größten Wert sowohl im gesamten Anlageuniversum als auch im Technologiesektor, habe man in den letzten 4 Jahren im Fonds vergeblich gesucht. Rajiv Jain begründe dies mit der mangelnden Transparenz in der Bilanz des weit verzweigten Unternehmens. Chinesische Titel halte er aufgrund der Kombination von hohem Umsatzwachstum, aber geringen Gewinnen für unattraktiv. Russische Unternehmen würden für ihn wegen ihrer zyklischen Ausrichtung und der oft mangelhaften Unternehmensführung derzeit nicht zum Fonds passen.
Insgesamt ergebe sich eine Branchenaufteilung, die unabhängig vom Auf und Ab des Konjunkturzyklus von einer starken Gewichtung nicht-zyklischer Branchen geprägt sei. Zusammen mit den Finanzwerten würden sie derzeit rund zwei Drittel des Portfolios ausmachen. Der Fondsmanager berücksichtige jedoch immer mindestens 5 von 10 Sektoren und weiche auf Länderebene nicht mehr als 20% vom Referenzindex ab.
Für die im Vergleich zu vielen Konkurrenzprodukten stetigere Wertentwicklung habe der Vontobel Fund - Emerging Markets Equity bei Morningstar ein Rating von 5 Sternen erhalten. Dabei habe er in schwachen Marktphasen in der Regel eine bessere Entwicklung als viele andere Schwellenländerfonds gezeigt, sei aber bei steigenden Kursen (z.B. 2003) im Konkurrenzvergleich wieder zurückgefallen. 2003 habe der Fonds recht gut mit dem Gesamtmarkt Schritt halten können, obwohl laut Aussage des Fondsmanagements einige der damals stärksten Marktsegmente (z.B. russische Unternehmen) gar nicht enthalten gewesen seien. Im laufenden Jahr liege der Fonds ungeachtet der Korrektur der regionalen Märkte absolut noch mit 4,3% im Plus.
Eine Schwachstelle habe der Vontobel-Fonds angesichts der teilweise erheblichen Länderrisiken durch die fehlende Präsenz von Analysten vor Ort. Auch volkswirtschaftliche Faktoren würden nicht systematisch in die Analyse einbezogen. Der Fondsmanager versuche, dies durch seinen unbedingten Fokus auf Qualitätsunternehmen zu kompensieren.
Für Anleger, die die Schwankungen der Anlageklasse nicht komplett mitmachen wollen, weder nach oben noch nach unten, dürfte dieser Fonds sicherlich ein interessantes Produkt sein, so die Experten von Morningstar. Die durch den Investmentprozess und die Ressourcen bedingte Beschränkung des Anlageuniversums sollte jedoch im Auge behalten werden. Diese reduziere zwar die Risiken, doch würden viele Chancen ungenutzt bleiben.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 779,88 $ | 777,38 $ | 2,50 $ | +0,32% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0040506734 | 972721 | 780,01 $ | 521,26 $ | |


