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Wachstum erfordert effizienten Wassereinsatz
13.07.11 12:04
Swisscanto
Zürich (aktiencheck.de AG) - Ohne Wasser ist kein Wachstum möglich, so die Experten von Swisscanto.
Das gelte für fast alle Ebenen. Vor allem auf der wichtigsten: dem Leben. Ohne Wasseraufnahme sei es völlig ausgeschlossen. Auch in der gesamten Lebensmittelproduktion sei H2O unentbehrlich. Allein die Ernährung eines erwachsenen Mitteleuropäers verlange täglich rund 2.000 bis 3.000 Liter Wasser, denn zur Produktion einer Kalorie werde etwa ein Liter Wasser benötigt.
"Gemäß UN-Schätzungen wächst die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf rund neun Milliarden Menschen. Das zieht einen enormen Anstieg der Lebensmittelproduktion nach sich. Dazu kommen zunehmender Wohlstand in den Schwellenländern und steigende Industrieproduktionen. All diese Wachstumsebenen erfordern einen nachhaltigen und effizienten Einsatz für das nicht unbegrenzt verfügbare "blaue Gold". Bei Wasserinvestments gehören daher Unternehmen im Bereich Wassereffizienz zu den Werten mit sehr guten wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven", so Gerhard Wagner, Manager des Swisscanto Wasserfonds.
In wasserarmen Gegenden sei die Verwendung von Wasser mit Hilfe von künstlichen Bewässerungssystemen seit Jahrhunderten im Einsatz. Die Fläche des künstlich bewässerten Landes mache heute knapp 30 Prozent des weltweiten Erntelandes aus. Sie liefere einen wesentlichen Beitrag zur globalen Lebensmittelversorgung. Etwa 60 Prozent des Getreides in den Entwicklungsländern würden auf künstlich bewässerten Flächen produziert. Rund 30 Prozent des Wassers für die Bewässerung würden Stauseen liefern. Der Großteil des Wassers stamme jedoch aus Grundwasserreservoiren.
Diese Quelle sei zunehmend in Gefahr. In Indien zum Beispiel werde das Grundwasser viel schneller verbraucht, als es sich neu bilden könne. Über 20 Millionen kleine elektrische Pumpen seien für die Bewässerung der indischen Landwirtschaft in Betrieb. Mit der Folge, dass die Grundwasserspiegel immer weiter absinken würden. Wenn sich das Problem nicht noch mehr verschärfen solle, müsse es gelingen, das Wasser möglichst verlustfrei zu den Wurzeln der Feldfrüchte zu transportieren. Die traditionellen Oberflächenbewässerungsmethoden, sei es das Fluten von Feldern oder die Berieselung, hätten einen großen Nachteil: Sie seien ineffizient. Mehr als die Hälfte des Wassers verdunste oder versickere, bevor es die Wurzeln der Pflanzen erreiche.
Abhilfe könnten moderne und damit wassereffiziente Tröpfchenbewässerungssysteme schaffen. Dabei werde das Wasser durch ober- oder unterirdisch verlegte Schlauch- beziehungsweise Rohrleitungen direkt dem Wurzelbereich der Pflanze zugeführt. Es würden kontinuierlich geringe Wassermengen - aus so genannten Tropfen exakt dem Bedarf der Pflanze entsprechend - abgegeben. "Durch die zielgerichtete Befeuchtung der Pflanze beziehungsweise des Wurzelraumes kann kein Wasser im übrigen Boden versickern oder verdunsten. Zusätzlich kann dem Wasser Dünger beigemischt werden. Die zielgerechte Bewässerung und Düngung lässt sich zudem automatisieren. Dies wiederum führt zu geringerem Arbeitsbedarf und zur genaueren Kontrolle bei der Bewässerung. Ein großer Vorteil des Verfahrens sind die sehr geringen Energiekosten", so Wagner.
Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte von Swisscanto, sehe im Thema Wasser ein Investment für die Zukunft: "Ob Trinkwasserversorgung, Abwasserreinigung oder als unersetzlicher Produktionsfaktor in Landwirtschaft und Industrie - es werden Weiterentwicklungen und enorme Investitionen in den kommenden Jahrzehnten erfolgen, um auch nur einigermaßen mit dem bereits erwähnten globalen Bevölkerungszuwachs Schritt halten zu können. Für Anleger bedeutet das: sie können von den zu erwartenden hohen Wachstumsraten im Wassersektor profitieren. Für eine sinnvolle Diversifikation ist besonders eine Fondslösung geeignet. Da die Anlage in den Wassersektor überwiegend über Aktienfonds möglich ist, müssen die entsprechende Risikotoleranz und der langfristige Anlagehorizont vorhanden sein. Ich empfehle Anlegern zudem, in diesen immer wichtiger werdenden Sektor via Sparplan mit Monatsbeiträgen zu investieren." (13.07.2011/fc/a/m)
Das gelte für fast alle Ebenen. Vor allem auf der wichtigsten: dem Leben. Ohne Wasseraufnahme sei es völlig ausgeschlossen. Auch in der gesamten Lebensmittelproduktion sei H2O unentbehrlich. Allein die Ernährung eines erwachsenen Mitteleuropäers verlange täglich rund 2.000 bis 3.000 Liter Wasser, denn zur Produktion einer Kalorie werde etwa ein Liter Wasser benötigt.
"Gemäß UN-Schätzungen wächst die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf rund neun Milliarden Menschen. Das zieht einen enormen Anstieg der Lebensmittelproduktion nach sich. Dazu kommen zunehmender Wohlstand in den Schwellenländern und steigende Industrieproduktionen. All diese Wachstumsebenen erfordern einen nachhaltigen und effizienten Einsatz für das nicht unbegrenzt verfügbare "blaue Gold". Bei Wasserinvestments gehören daher Unternehmen im Bereich Wassereffizienz zu den Werten mit sehr guten wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven", so Gerhard Wagner, Manager des Swisscanto Wasserfonds.
Diese Quelle sei zunehmend in Gefahr. In Indien zum Beispiel werde das Grundwasser viel schneller verbraucht, als es sich neu bilden könne. Über 20 Millionen kleine elektrische Pumpen seien für die Bewässerung der indischen Landwirtschaft in Betrieb. Mit der Folge, dass die Grundwasserspiegel immer weiter absinken würden. Wenn sich das Problem nicht noch mehr verschärfen solle, müsse es gelingen, das Wasser möglichst verlustfrei zu den Wurzeln der Feldfrüchte zu transportieren. Die traditionellen Oberflächenbewässerungsmethoden, sei es das Fluten von Feldern oder die Berieselung, hätten einen großen Nachteil: Sie seien ineffizient. Mehr als die Hälfte des Wassers verdunste oder versickere, bevor es die Wurzeln der Pflanzen erreiche.
Abhilfe könnten moderne und damit wassereffiziente Tröpfchenbewässerungssysteme schaffen. Dabei werde das Wasser durch ober- oder unterirdisch verlegte Schlauch- beziehungsweise Rohrleitungen direkt dem Wurzelbereich der Pflanze zugeführt. Es würden kontinuierlich geringe Wassermengen - aus so genannten Tropfen exakt dem Bedarf der Pflanze entsprechend - abgegeben. "Durch die zielgerichtete Befeuchtung der Pflanze beziehungsweise des Wurzelraumes kann kein Wasser im übrigen Boden versickern oder verdunsten. Zusätzlich kann dem Wasser Dünger beigemischt werden. Die zielgerechte Bewässerung und Düngung lässt sich zudem automatisieren. Dies wiederum führt zu geringerem Arbeitsbedarf und zur genaueren Kontrolle bei der Bewässerung. Ein großer Vorteil des Verfahrens sind die sehr geringen Energiekosten", so Wagner.
Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte von Swisscanto, sehe im Thema Wasser ein Investment für die Zukunft: "Ob Trinkwasserversorgung, Abwasserreinigung oder als unersetzlicher Produktionsfaktor in Landwirtschaft und Industrie - es werden Weiterentwicklungen und enorme Investitionen in den kommenden Jahrzehnten erfolgen, um auch nur einigermaßen mit dem bereits erwähnten globalen Bevölkerungszuwachs Schritt halten zu können. Für Anleger bedeutet das: sie können von den zu erwartenden hohen Wachstumsraten im Wassersektor profitieren. Für eine sinnvolle Diversifikation ist besonders eine Fondslösung geeignet. Da die Anlage in den Wassersektor überwiegend über Aktienfonds möglich ist, müssen die entsprechende Risikotoleranz und der langfristige Anlagehorizont vorhanden sein. Ich empfehle Anlegern zudem, in diesen immer wichtiger werdenden Sektor via Sparplan mit Monatsbeiträgen zu investieren." (13.07.2011/fc/a/m)


