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Währungen im Blickpunkt
18.10.10 09:57
Rohstoff-Trader
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Wie schon oft an dieser Stelle thematisiert, richtet sich auch heute der Blick der Experten vom "Rohstoff-Trader" wieder gen Osten nach China.
Bemerkenswerte Dinge habe es da auch in der letzten Woche zu beobachten gegeben.
Aus Chicago höre man Meldungen, wonach chinesische Einkäufer allein im letzten Monat 25 Schiffsladungen Sojabohnen gekauft hätten. Die chinesischen Importe von Sojabohnen seien in der gerade abgelaufenen 2009/2010er Saison um 22,5 Prozent angestiegen und würden damit den Trend der letzten Jahre bestätigen. Und auch bei Mais würden Händler berichten, dass bereits jetzt ein großer Teil der Ernte des kommenden Jahres an Interessenten aus dem Reich der Mitte verkauft sein solle.
Dass es zuletzt in den Getreiden aber auch in vielen anderen Rohstoffen zu massiven Käufen der Chinesen gekommen sei, liege neben einer ohnehin sehr hohen Nachfrage aus dem chinesischen Inland auch am weiter ansteigenden Yuan gegenüber dem US-Dollar. Seit September sei der Preis eines Yuan gegenüber dem US-Dollar von 0,1470 auf zuletzt 0,1506 angestiegen. Dies möge prozentual nicht übermäßig viel sein - es sei ein Anstieg von lediglich 2,4 Prozent - aber man müsse bedenken, welche enormen Summen in den Handelsbeziehungen zwischen China und dem Rest der Welt bewegt würden.
Eine starke Währung verteuere zwar einerseits die Exporte aus China in den Rest der Welt, erlaube aber gleichzeitig einen volumenmäßig höheren Einkauf der Rohstoffe aus den Vereinigten Staaten, da diese über einen fallenden US-Dollar billiger würden. Und da Rohstoffe nach wie vor in vielen Teilen der Welt ausschließlich in Dollar gehandelt würden, könnten die chinesischen Einkäufer auch in den arabischen Ländern, Afrika, Europa und Südamerika auf Shoppingtour gehen.
Die chinesische Politik unternehme große Anstrengungen, um den Verlust des Exportgeschäftes über eine ansteigende Inlandsnachfrage zu kompensieren, und die Amerikaner würden ebenfalls von dieser Währungsentwicklung profitieren, da sie nur über einen fallenden Wert ihrer Währung einen Anschub ihres Exportgeschäftes erreichen könnten. Europa und hier speziell Deutschland habe in den letzten Monaten massiv vom fallenden Euro profitiert und die Amerikaner würden - trotz gegenteiliger Verlautbarungen - alles unternehmen, um ebenfalls von einer solchen Währungsentwicklung zu profitieren. (18.10.2010/ac/a/m)
Bemerkenswerte Dinge habe es da auch in der letzten Woche zu beobachten gegeben.
Dass es zuletzt in den Getreiden aber auch in vielen anderen Rohstoffen zu massiven Käufen der Chinesen gekommen sei, liege neben einer ohnehin sehr hohen Nachfrage aus dem chinesischen Inland auch am weiter ansteigenden Yuan gegenüber dem US-Dollar. Seit September sei der Preis eines Yuan gegenüber dem US-Dollar von 0,1470 auf zuletzt 0,1506 angestiegen. Dies möge prozentual nicht übermäßig viel sein - es sei ein Anstieg von lediglich 2,4 Prozent - aber man müsse bedenken, welche enormen Summen in den Handelsbeziehungen zwischen China und dem Rest der Welt bewegt würden.
Eine starke Währung verteuere zwar einerseits die Exporte aus China in den Rest der Welt, erlaube aber gleichzeitig einen volumenmäßig höheren Einkauf der Rohstoffe aus den Vereinigten Staaten, da diese über einen fallenden US-Dollar billiger würden. Und da Rohstoffe nach wie vor in vielen Teilen der Welt ausschließlich in Dollar gehandelt würden, könnten die chinesischen Einkäufer auch in den arabischen Ländern, Afrika, Europa und Südamerika auf Shoppingtour gehen.
Die chinesische Politik unternehme große Anstrengungen, um den Verlust des Exportgeschäftes über eine ansteigende Inlandsnachfrage zu kompensieren, und die Amerikaner würden ebenfalls von dieser Währungsentwicklung profitieren, da sie nur über einen fallenden Wert ihrer Währung einen Anschub ihres Exportgeschäftes erreichen könnten. Europa und hier speziell Deutschland habe in den letzten Monaten massiv vom fallenden Euro profitiert und die Amerikaner würden - trotz gegenteiliger Verlautbarungen - alles unternehmen, um ebenfalls von einer solchen Währungsentwicklung zu profitieren. (18.10.2010/ac/a/m)


