WahreWerteFonds: Sachwerte sorgen in Krisenzeiten für Stabilität - Fondsanalyse


06.07.18 12:04
Monega

Köln (www.fondscheck.de) - Volker Schilling, CEO der Greiff capital management AG und Fondsmanager des WahreWerteFonds, der von der Kölner Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH verwaltet wird, erläutert, warum der Fonds mehr Stabilität in die Geldanlage bringen kann.

An den Aktienmärkten krisele es. In den letzten Tagen des ersten Halbjahres habe sich die Vertrauenskluft zwischen Markt und Investoren deutlich gezeigt: Angesichts eines möglichen Handelskriegs seien die großen Indices fast im Gleichlauf weggesackt - in der Spitze bis zu drei Prozent. Das erscheine nicht viel, es sei jedoch der zweitgrößte Markteinbruch in diesem Jahr gewesen. Von seinem letzten Hoch Mitte Juni habe der deutsche Leitindex sogar mehr als sechs Prozent verloren. Für Anleger heiße es jetzt: Entweder sich von Titeln trennen oder sich systematisch auf einen möglichen weiteren Abschwung vorbereiten.

Schuld an der aktuellen Vertrauenskrise seien vor allem die verschärften Drohungen von US-Präsident Donald Trump, den Handelskrieg auszurufen, und zwar nicht nur bei Stahlkonzernen und Automobilherstellern, sondern auch bei den Technologiefirmen. Das zerstöre bei vielen Börsianern das Vertrauen, das der Markt derzeit so dringend benötige. Bei einem genaueren Blick auf die Kursentwicklung falle außerdem auf, dass die Kluft zwischen Regionen, Branchen und Einzeltiteln zunehmend größer werde. Während europäische Werte bereits stark nachgegeben hätten, befänden sich amerikanische und japanische Aktien auf Jahressicht noch im Plus. Vor allem Pharma- und Automobilwerte diesseits des Atlantiks hätten stark verloren, während Technologiewerte wie Amazon, Facebook, Netflix oder Google nach wie vor satte Kursgewinne verbuchen würden. Aber gerade diese starke Aufspaltung innerhalb von Regionen und Branchen sei auch im Vorwege früherer Börsenabschwünge zu erkennen gewesen, was viele Börsianer derzeit als warnendes Zeichen sähen.

Deshalb konzentriere sich Volker Schilling für den WahreWerteFonds auf die "wahren Werte" des Aktienmarktes. Das heiße, dass das Fondsmanagement auf materielle Vermögenswerte und nicht auf Finanz- und Geldwerte setze. Ziel dieses "Wahre-Werte-Prinzips" sei es, im Ernstfall selbst einen Zusammenbruch der gegenwärtigen Geldordnung zu überstehen und damit den Systemrisiken Rechnung zu tragen. Im Anlagefokus stünden Aktien, Rohstoffe - in Form von Gold-ETFs - und Grundbesitz, der über Immobilienaktien abgedeckt werde. Aktien müssten dabei die folgenden Voraussetzungen erfüllen: Eine niedrige Fremdverschuldung, einen hohen Anteil an Sachvermögen, eine starke Marke sowie eine hohe Stabilität gegenüber Marktschocks. Das spiegele sich auch deutlich in den Top 10 im Fondsvermögen wider.

Die grundsätzlich auf Risikoreduzierung ausgelegte Strategie sei in Anbetracht der Marktentwicklung im ersten Halbjahr angemessen gewesen. So sei nach der Erholung, die auf den ersten Markteinbruch gefolgt sei, der Aktienanteil Anfang März deutlich reduziert worden. Als sich das Marktumfeld im April zu entspannen begonnen habe, sei dann folgerichtig das Aktienengagement im Fonds wieder erhöht worden.

Anleihen würden gemäß der Zielsetzung des Fondsmanagements nicht in den Fokus fallen. In Ausnahmefällen kämen sie allenfalls in Betracht, sofern es sich um starke Schuldner mit bester Bonität handle. Solange sich eine Systemkrise nicht abzeichne, setze der Fonds auf Kasse zur Abfederung von Marktturbulenzen.

Der von Monega verwaltete WahreWerteFonds setze besonders auf Sachwerte und unterscheide sich damit von anderen Mischfonds, die in Krisenzeiten überwiegend auf Schuldtitel (Anleihen) setzen würden. Darüber hinaus besitze der Fonds ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Kontrollierte Schwarmintelligenz als Ideengeber und "Researchabteilung" für den Fonds. Der WahreWerteFonds gehe zurück auf das Wahre-Werte-Depot der Verantwortlichen Raimund Brichta, Anton Voglmaier und Volker Schilling (www.wahre-werte-depot.de). Anleger könnten indirekt Einfluss auf die Anlagepolitik des Fonds nehmen, indem ihre Depotvorschläge über www.wahre-werte-depot.de in die Entscheidungsfindung der Verantwortlichen des Wahre-Werte-Musterdepots einbezogen werden könnten. Jedoch unterliege der WahreWerteFonds als Sondervermögen dem Fondsmanagement der Greiff capital management und der Fondsverwaltung der Monega KAG. Das Fondsmanagement könne, müsse aber nicht auf Basis des Wahre-Werte-Depots agieren und treffe seine Anlageentscheidungen eigenständig gemäß der Fondsvorgaben, Richtlinien und Bedingungen sowie gegebenenfalls der aktuellen Markteinschätzung.

Auf Basis dieses Konzepts strebe der WahreWerteFonds in den nächsten drei Jahren eine Rendite zwischen 4 Prozent und 6 Prozent p.a. an. Dabei sollten Marktschwankungen begrenzt und im einstelligen Verlustbereich gehalten werden. Auf die nächsten fünf Jahre solle der Fonds die nächste Kapitalmarktkrise souverän gemeistert und trotzdem Erträge erwirtschaftet haben. (06.07.2018/fc/a/f)