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Wirtschaft China wächst stabil
16.10.17 17:07
Metzler Asset Management
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Im Jahresverlauf 2017 verbesserten sich die Wachstumsperspektiven für die Schwellenländer merklich, da der Kreditzyklus nach vier Jahren Abwärtstrend eine Trendwende vollzogen hat - so eine Bankenumfrage des Institute of International Finance, berichten die Experten von Metzler Asset Management.
Das Wachstum werde sich jedoch voraussichtlich vor allem in den Schwellenländern - ohne China - beleben, während China in diesem Jahr wie im Vorjahr stabil mit 6,7% wachsen dürfte. Darüber hinaus erwarte der Konsensus laut Bloomberg-Umfrage, dass sich das Wachstum moderat auf 6,4% im Jahr 2018 und auf 6,1% im Jahr 2019 abschwäche.
Die Perspektiven eines stabilen Wachstums seien das Resultat entgegenwirkender Kräfte. Bremsend würden der nachlassende fiskalische Stimulus - vor allem in der Infrastruktur - und die schärfere Regulierung des Finanzsystems wirken. Als Folge davon habe sich die Nachfrage nach privaten Wohnimmobilien merklich verlangsamt, und die Zahl der Städte mit fallenden Immobilienpreisen sei von sechs im Juni auf 18 im August gestiegen. Dem stünden positive Wachstumsimpulse gegenüber: Die privaten Investitionsausgaben und die Exporte hätten sich erholt. Dementsprechend dürfte das BIP (Donnerstag) im dritten Quartal um etwa 6,8% gewachsen sein, die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion (Donnerstag) um etwa 10,2% und 6,4%.
Dabei komme ein wichtiger positiver Impuls von den Erzeugerpreisen (Montag), die im September um etwa 6,4% zum Vorjahresmonat gestiegen sein dürften. Die Erzeugerpreise hätten einen starken Einfluss auf die Gewinnentwicklung chinesischer Unternehmen. Ein hohes Gewinnwachstum ermögliche es den chinesischen Unternehmen, ihre hohen Schulden zu bedienen und gleichzeitig die Investitionsausgaben zu erhöhen.
Die Hurrikane Irma und Harvey hätten voraussichtlich eine Schneise in die volkswirtschaftlichen Daten geschlagen, wie die Industrieproduktion (Dienstag), die Wohnungsbaubeginne (Mittwoch), die Wohnungsbaugenehmigungen (Mittwoch) und die Verkäufe bestehender Wohnimmobilien (Freitag) eindrücklich belegen dürften. Die Daten seien daher relativ aussagelos.
Interessanter seien dagegen der Empire State Index (Montag) und der Philadelphia FED Index (Donnerstag), da sie einen Blick auf die zukünftigen Investitionsabsichten der Unternehmen erlauben würden. Auch der NAHB-Index (Dienstag) sei spannend, da er die Entwicklung am frühzyklischen Wohnimmobilienmarkt widerspiegele. In der Vergangenheit sei er sogar ein guter Frühindikator für die Zinspolitik der FED gewesen. Solange der NAHB-Index um einen Wert von 60 schwanke, dürfte der Zinserhöhungszyklus der FED intakt sein.
Auch lohne sich ein Blick auf das Beige Book (Mittwoch), da sich von der quantitativen Textanalyse ein gutes Bild über die Lohndynamik ableiten lasse.
Seit dem Brexit-Referendum habe sich das Wachstum der britischen Wirtschaft verlangsamt, während sich die Wirtschaft der Eurozone beschleunigt und zuletzt sogar die britische Wirtschaft überholt habe. Eine anhaltende Konjunkturschwäche in Großbritannien bestehend aus einer hohen Inflation (Dienstag), geringem Lohnwachstum (Mittwoch) und schwachem Konsum (Donnerstag) dürfte die Verhandlungsmacht der britischen Regierung verringern und sie eher zu Zugeständnissen zwingen - insbesondere zu einer längeren Übergangsphase innerhalb des Binnenmarktes.
Im Gegensatz dazu dürfte ein Anstieg des ZEW-Index (Dienstag) zeigen, dass sich trotz des schon erreichten dynamischen Wachstums die Perspektiven zuletzt sogar verbessert hätten. (Ausgabe vom 13.10.2017) (16.10.2017/fc/a/m)
Das Wachstum werde sich jedoch voraussichtlich vor allem in den Schwellenländern - ohne China - beleben, während China in diesem Jahr wie im Vorjahr stabil mit 6,7% wachsen dürfte. Darüber hinaus erwarte der Konsensus laut Bloomberg-Umfrage, dass sich das Wachstum moderat auf 6,4% im Jahr 2018 und auf 6,1% im Jahr 2019 abschwäche.
Die Perspektiven eines stabilen Wachstums seien das Resultat entgegenwirkender Kräfte. Bremsend würden der nachlassende fiskalische Stimulus - vor allem in der Infrastruktur - und die schärfere Regulierung des Finanzsystems wirken. Als Folge davon habe sich die Nachfrage nach privaten Wohnimmobilien merklich verlangsamt, und die Zahl der Städte mit fallenden Immobilienpreisen sei von sechs im Juni auf 18 im August gestiegen. Dem stünden positive Wachstumsimpulse gegenüber: Die privaten Investitionsausgaben und die Exporte hätten sich erholt. Dementsprechend dürfte das BIP (Donnerstag) im dritten Quartal um etwa 6,8% gewachsen sein, die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion (Donnerstag) um etwa 10,2% und 6,4%.
Dabei komme ein wichtiger positiver Impuls von den Erzeugerpreisen (Montag), die im September um etwa 6,4% zum Vorjahresmonat gestiegen sein dürften. Die Erzeugerpreise hätten einen starken Einfluss auf die Gewinnentwicklung chinesischer Unternehmen. Ein hohes Gewinnwachstum ermögliche es den chinesischen Unternehmen, ihre hohen Schulden zu bedienen und gleichzeitig die Investitionsausgaben zu erhöhen.
Interessanter seien dagegen der Empire State Index (Montag) und der Philadelphia FED Index (Donnerstag), da sie einen Blick auf die zukünftigen Investitionsabsichten der Unternehmen erlauben würden. Auch der NAHB-Index (Dienstag) sei spannend, da er die Entwicklung am frühzyklischen Wohnimmobilienmarkt widerspiegele. In der Vergangenheit sei er sogar ein guter Frühindikator für die Zinspolitik der FED gewesen. Solange der NAHB-Index um einen Wert von 60 schwanke, dürfte der Zinserhöhungszyklus der FED intakt sein.
Auch lohne sich ein Blick auf das Beige Book (Mittwoch), da sich von der quantitativen Textanalyse ein gutes Bild über die Lohndynamik ableiten lasse.
Seit dem Brexit-Referendum habe sich das Wachstum der britischen Wirtschaft verlangsamt, während sich die Wirtschaft der Eurozone beschleunigt und zuletzt sogar die britische Wirtschaft überholt habe. Eine anhaltende Konjunkturschwäche in Großbritannien bestehend aus einer hohen Inflation (Dienstag), geringem Lohnwachstum (Mittwoch) und schwachem Konsum (Donnerstag) dürfte die Verhandlungsmacht der britischen Regierung verringern und sie eher zu Zugeständnissen zwingen - insbesondere zu einer längeren Übergangsphase innerhalb des Binnenmarktes.
Im Gegensatz dazu dürfte ein Anstieg des ZEW-Index (Dienstag) zeigen, dass sich trotz des schon erreichten dynamischen Wachstums die Perspektiven zuletzt sogar verbessert hätten. (Ausgabe vom 13.10.2017) (16.10.2017/fc/a/m)


