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Wöchentlicher Markt- und Flowbericht: OPEC sorgt für Volatilität an den Ölmärkten
26.06.18 16:00
ETF Securities
London (www.fondscheck.de) - Die Ölpreise verzeichneten am Freitag eine Intraday-Rally auf 6 Prozent, nachdem die Märkte infolge der mangelnden Transparenz seitens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) Spekulationen über die Höhe der Produktionssteigerungen in diesem Jahr angestellt haben, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree.
Die Anleger hätten letzte Woche Long-Rohöl-ETPs (ISIN DE000A1N49P6 / WKN A1N49P) im Wert von 9,6 Mio. USD und Short-Rohöl-ETPs in Höhe von 5,7 Mio. USD verkauft, um ihre potenziellen Verluste zu minimieren. Obgleich dies aus der Kommunikation nicht klar hervorgehe, seien die Experten der Ansicht, dass die OPEC jenen Mitgliedern grünes Licht gegeben habe, die in der Lage seien, Produktionssteigerungen vorzunehmen. Die Abschaffung der Quoten für einzelne Länder bedeute, dass Letztere so viel Öl fördern könnten, wie sie wollten, und dabei keine Quote verletzen würden - diese müsse nur die Gruppe als Ganzes einhalten. Dies könnte innerhalb der Organisation dazu führen, dass die Förderbegrenzungen nicht mehr eingehalten würden, nachdem sie eine Zeit lang übererfüllt worden seien. Die individuellen Quoten hätten zumindest für Transparenz gesorgt.
Gruppenweite Förderbegrenzungen würden sich dem unter Spieltheoretikern als "Gefangenendilemma" bekannten klassischen Problem gegenübersehen, bei dem "Verrat" zwar zu einem Gleichgewicht führe, Kooperation allerdings dazu beitragen würde, dass es der Gruppe als Ganzes besser ergehe. Vor 2014, als die OPEC nur eine gruppenweite Quote aufgewiesen habe, sei die Vertragstreue schwach ausgefallen. Die Experten würden mit einem Anstieg der Ölproduktion rechnen, wodurch die Gewinne vom Freitag aller Wahrscheinlichkeit nach wieder aufgezehrt würden. Die mangelnde Transparenz seitens der OPEC dürfte starke Schwankungen bei den Ölpreisen nach sich ziehen. Weitere Einzelheiten würden sich im heutigen Blog-Post zur OPEC finden.
Silber (ISIN DE000A0N62F2 / WKN A0N62F) habe letzte Woche mit 107 Mio. USD die stärksten Abflüsse seit September 2017 verzeichnet. Damit seien die Zuflüsse im vergangenen Monat in Höhe von 95 Mio. USD wieder vollständig aufgezehrt worden. Die spekulativen Positionierungen am Terminmarkt hätten sich zuletzt erholt, nachdem sie auf eine Allzeittief gefallen seien. Silber habe allmählich gegenüber Gold aufgeholt, wobei die Gold-Silber-Ratio am 14. Juni auf 76 und damit den niedrigsten Stand seit November 2017 gefallen sei. Als die Goldpreise am 15. Juni jedoch eingebrochen seien, habe sich auch Silber aufgrund der Korrelation zum gelben Edelmetall der Abwärtsbewegung nicht entziehen können und vergangene Woche 5,7 Prozent eingebüßt. Da Silber stärker nachgegeben habe als Gold, sei es zu neuerlichen Abflüssen gekommen.
Die Dollar-Aufwertung belaste die Goldnachfrage. Der US-Dollar-Korb habe vergangene Woche auf ein 11- Monats-Hoch zugelegt. In der Folge habe der Goldpreis um 1,3 Prozent nachgegeben. Bei Gold-ETPs sei es mit 32,7 Mio. USD die zweite Woche in Folge zu Abflüssen gekommen. Die Anleger hätten Long-USD-Short-EUR-ETPs im Wert von 5,4 Mio. USD verkauft und sich im Gegenzug bei Long-EUR-Short-USD-ETPs im Umfang von 7,1 Mio. USD engagiert.
Die Sorgen um einen Handelskrieg hätten eine rückläufige Nachfrage nach Industriemetall-ETPs zur Folge. Industriemetallkorb-ETPs (ISIN DE000A0SVX75 / WKN A0SVX7) hätten letzte Woche mit 36 Mio. USD die höchsten Abflüsse seit Februar 2018 verzeichnet. Dies gleiche die Zuflüsse in Höhe von 53 Mio. USD in der Vorwoche oder in Höhe von 39 Mio. USD in der Woche davor zwar nicht vollständig aus, deute aber auf einen möglichen Stimmungseinbruch unter den Anlegern hin.
Die Industriemetallpreise gaben vergangene Woche um 2,5 Prozent nach, da die Anleger besorgt schienen, dass ein sich anbahnender Handelskrieg die Metallnachfrage belasten würde, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree. Nach Erachten der Experten würden die Handelsspannungen vielmehr die Lieferketten in Mitleidenschaft ziehen anstatt des globalen Wachstums. Daher dürften sich Erstere eher positiv als negativ auf die Industriemetallpreise auswirken. Höchstwahrscheinlich stelle dies eine reflexartige Korrektur dar, ähnlich der Reaktion der Industriemetalle auf die von den USA im März angekündigte erste Runde von Strafzöllen gegen China. Nach dem anfänglichen Einbruch hätten sich die Metallpreise im April wieder deutlich erholt. (26.06.2018/fc/a/e)
Die Anleger hätten letzte Woche Long-Rohöl-ETPs (ISIN DE000A1N49P6 / WKN A1N49P) im Wert von 9,6 Mio. USD und Short-Rohöl-ETPs in Höhe von 5,7 Mio. USD verkauft, um ihre potenziellen Verluste zu minimieren. Obgleich dies aus der Kommunikation nicht klar hervorgehe, seien die Experten der Ansicht, dass die OPEC jenen Mitgliedern grünes Licht gegeben habe, die in der Lage seien, Produktionssteigerungen vorzunehmen. Die Abschaffung der Quoten für einzelne Länder bedeute, dass Letztere so viel Öl fördern könnten, wie sie wollten, und dabei keine Quote verletzen würden - diese müsse nur die Gruppe als Ganzes einhalten. Dies könnte innerhalb der Organisation dazu führen, dass die Förderbegrenzungen nicht mehr eingehalten würden, nachdem sie eine Zeit lang übererfüllt worden seien. Die individuellen Quoten hätten zumindest für Transparenz gesorgt.
Gruppenweite Förderbegrenzungen würden sich dem unter Spieltheoretikern als "Gefangenendilemma" bekannten klassischen Problem gegenübersehen, bei dem "Verrat" zwar zu einem Gleichgewicht führe, Kooperation allerdings dazu beitragen würde, dass es der Gruppe als Ganzes besser ergehe. Vor 2014, als die OPEC nur eine gruppenweite Quote aufgewiesen habe, sei die Vertragstreue schwach ausgefallen. Die Experten würden mit einem Anstieg der Ölproduktion rechnen, wodurch die Gewinne vom Freitag aller Wahrscheinlichkeit nach wieder aufgezehrt würden. Die mangelnde Transparenz seitens der OPEC dürfte starke Schwankungen bei den Ölpreisen nach sich ziehen. Weitere Einzelheiten würden sich im heutigen Blog-Post zur OPEC finden.
Die Dollar-Aufwertung belaste die Goldnachfrage. Der US-Dollar-Korb habe vergangene Woche auf ein 11- Monats-Hoch zugelegt. In der Folge habe der Goldpreis um 1,3 Prozent nachgegeben. Bei Gold-ETPs sei es mit 32,7 Mio. USD die zweite Woche in Folge zu Abflüssen gekommen. Die Anleger hätten Long-USD-Short-EUR-ETPs im Wert von 5,4 Mio. USD verkauft und sich im Gegenzug bei Long-EUR-Short-USD-ETPs im Umfang von 7,1 Mio. USD engagiert.
Die Sorgen um einen Handelskrieg hätten eine rückläufige Nachfrage nach Industriemetall-ETPs zur Folge. Industriemetallkorb-ETPs (ISIN DE000A0SVX75 / WKN A0SVX7) hätten letzte Woche mit 36 Mio. USD die höchsten Abflüsse seit Februar 2018 verzeichnet. Dies gleiche die Zuflüsse in Höhe von 53 Mio. USD in der Vorwoche oder in Höhe von 39 Mio. USD in der Woche davor zwar nicht vollständig aus, deute aber auf einen möglichen Stimmungseinbruch unter den Anlegern hin.
Die Industriemetallpreise gaben vergangene Woche um 2,5 Prozent nach, da die Anleger besorgt schienen, dass ein sich anbahnender Handelskrieg die Metallnachfrage belasten würde, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree. Nach Erachten der Experten würden die Handelsspannungen vielmehr die Lieferketten in Mitleidenschaft ziehen anstatt des globalen Wachstums. Daher dürften sich Erstere eher positiv als negativ auf die Industriemetallpreise auswirken. Höchstwahrscheinlich stelle dies eine reflexartige Korrektur dar, ähnlich der Reaktion der Industriemetalle auf die von den USA im März angekündigte erste Runde von Strafzöllen gegen China. Nach dem anfänglichen Einbruch hätten sich die Metallpreise im April wieder deutlich erholt. (26.06.2018/fc/a/e)
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