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comdirect Brokerage Index: Privatanleger nach Kursrückgängen zurückhaltend
19.09.17 10:58
comdirect bank
Quickborn (www.fondscheck.de) - Nach den jüngsten Kursrückgängen im August sind die deutschen Privatanleger wieder vorsichtiger geworden, so die Analysten der comdirect bank.
Das zeige der aktuelle comdirect Brokerage Index. Er sei im Vergleich zum Vormonat um 5,9 Punkte gesunken und notiere aktuell bei 98,8 Punkten. "Insbesondere Fonds kauften Anleger weniger stark zu als im Vormonat", sage Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. So sei der Brokerage Index für dieses Produktsegment von 118,9 Punkten auf 102,3 Punkte gefallen. ETFs hätten dabei eine Schwächephase durchlaufen: "Während sich das Kaufverhältnis von Publikumsfonds und ETFs sonst meist die Waage hält, lag es im August bei etwa 60 zu 40", so Wolf.
Aktien seien hingegen leicht in der Gunst der Anleger gestiegen. So habe der Brokerage Index für diese Anlageklasse von 99,3 Punkten auf aktuell 101,1 Punkte zugelegt. Zu den Top-Käufen hätten die Titel der Deutschen Bank und der Bitcoin Group sowie Aktien von ProSiebenSat.1, Amazon und Daimler gehört. "Die Veröffentlichung der positiven Halbjahreszahlen der Bitcoin Group führte zu steigenden Kursen und massiven Ankäufen der Aktie", erkläre Wolf. Bei ProSiebenSat.1 und Amazon hätten Kursrückgänge nach Unternehmenszahlen hingegen dafür gesorgt, dass viele Privatanleger die Chance für einen günstigen Einstieg genutzt hätten.
Unter den meistverkauften Aktien hätten sich E.ON, Commerzbank, Deutsche Bank, ebenfalls die Bitcoin Group sowie Evotech befunden. "Den starken Kursanstieg der Bitcoin Group-Aktie im August von 12 auf mehr als 40 Euro nutzten die meisten Privatanleger für schnelle Gewinnmitnahmen. Sie kauften die Aktie nicht nur massiv zu, sondern stießen sie teils im gleichen Monat auch wieder ab", so Wolf.
Starke Gewinnmitnahmen seien nach massiven Kursanstiegen auch bei E.ON und Evotech erfolgt. "Nachdem die E.ON-Aktie lange unter Druck stand, steigerte sich ihr Wert nach Ankündigung einer Dividendenerhöhung im vergangenen Monat um mehr als 10 Prozent. Diese Gelegenheit ergriffen viele Privatanleger und realisierten ihre Gewinne", sage Wolf. Die Aktie von Evotech sei nach Veröffentlichung des Halbjahresberichts sogar um 33 Prozent von 12 auf über 16 Euro gestiegen.
Der comdirect Brokerage Index erscheine monatlich. Die Daten zur Berechnung des Index seien repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeige, ob die handelsaktiven Privatanleger tendenziell eher Wertpapiere kaufen oder ob sie eher verkaufen würden. Für die Berechnung des Indexwertes würden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der mehr als einer Million Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem Durchschnitt des vorangegangenen Jahres verglichen. Beim Gesamtindex würden die Wertpapierklassen Aktien, Fonds, Zertifikate, Renten und Optionsscheine entsprechend ihres Anteils an den Gesamtorderzahlen berücksichtigt.
Ein Indexwert für jede einzelne Anlageform werde jeweils gesondert berechnet. Orders institutioneller Kunden und Sparpläne würden nicht in die Auswertung einfließen. Für die Berechnung des Index sei es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken sei. Ein Indexstand über 100 Punkten zeige an, dass im betrachteten Monat im Vergleich zum Referenzzeitraum Wertpapiere eher gekauft worden seien. Ein Stand unter 100 Punkten zeige im Vergleich zum Referenzzeitraum an, dass Wertpapiere eher verkauft worden seien. (19.09.2017/fc/a/m)
Das zeige der aktuelle comdirect Brokerage Index. Er sei im Vergleich zum Vormonat um 5,9 Punkte gesunken und notiere aktuell bei 98,8 Punkten. "Insbesondere Fonds kauften Anleger weniger stark zu als im Vormonat", sage Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. So sei der Brokerage Index für dieses Produktsegment von 118,9 Punkten auf 102,3 Punkte gefallen. ETFs hätten dabei eine Schwächephase durchlaufen: "Während sich das Kaufverhältnis von Publikumsfonds und ETFs sonst meist die Waage hält, lag es im August bei etwa 60 zu 40", so Wolf.
Aktien seien hingegen leicht in der Gunst der Anleger gestiegen. So habe der Brokerage Index für diese Anlageklasse von 99,3 Punkten auf aktuell 101,1 Punkte zugelegt. Zu den Top-Käufen hätten die Titel der Deutschen Bank und der Bitcoin Group sowie Aktien von ProSiebenSat.1, Amazon und Daimler gehört. "Die Veröffentlichung der positiven Halbjahreszahlen der Bitcoin Group führte zu steigenden Kursen und massiven Ankäufen der Aktie", erkläre Wolf. Bei ProSiebenSat.1 und Amazon hätten Kursrückgänge nach Unternehmenszahlen hingegen dafür gesorgt, dass viele Privatanleger die Chance für einen günstigen Einstieg genutzt hätten.
Starke Gewinnmitnahmen seien nach massiven Kursanstiegen auch bei E.ON und Evotech erfolgt. "Nachdem die E.ON-Aktie lange unter Druck stand, steigerte sich ihr Wert nach Ankündigung einer Dividendenerhöhung im vergangenen Monat um mehr als 10 Prozent. Diese Gelegenheit ergriffen viele Privatanleger und realisierten ihre Gewinne", sage Wolf. Die Aktie von Evotech sei nach Veröffentlichung des Halbjahresberichts sogar um 33 Prozent von 12 auf über 16 Euro gestiegen.
Der comdirect Brokerage Index erscheine monatlich. Die Daten zur Berechnung des Index seien repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeige, ob die handelsaktiven Privatanleger tendenziell eher Wertpapiere kaufen oder ob sie eher verkaufen würden. Für die Berechnung des Indexwertes würden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der mehr als einer Million Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem Durchschnitt des vorangegangenen Jahres verglichen. Beim Gesamtindex würden die Wertpapierklassen Aktien, Fonds, Zertifikate, Renten und Optionsscheine entsprechend ihres Anteils an den Gesamtorderzahlen berücksichtigt.
Ein Indexwert für jede einzelne Anlageform werde jeweils gesondert berechnet. Orders institutioneller Kunden und Sparpläne würden nicht in die Auswertung einfließen. Für die Berechnung des Index sei es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken sei. Ein Indexstand über 100 Punkten zeige an, dass im betrachteten Monat im Vergleich zum Referenzzeitraum Wertpapiere eher gekauft worden seien. Ein Stand unter 100 Punkten zeige im Vergleich zum Referenzzeitraum an, dass Wertpapiere eher verkauft worden seien. (19.09.2017/fc/a/m)


