proud@work purpose-Fonds: 12/2021-Bericht, Wertverlust von 0,8% - Fondsanalyse


14.01.22 12:26
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Der Fonds proud@work investiert in nationale und internationale Aktien und Anleihen von Unternehmen, deren Mitarbeiter stolz darauf sind, in dem Unternehmen beschäftigt zu sein, so die Experten von Aramea Asset Management.

Dieser Stolz werde im Wesentlichen durch das Unternehmen Great Place to Work ermittelt. Great Place to Work unterstütze Unternehmen bei der Entwicklung einer attraktiven Arbeitsplatz-, Vertrauens- und Unternehmenskultur.

Der Jahresausklang 2021 sei an den Kapitalmärkten vergleichsweise volatil verlaufen. Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Folgen der Omikron-Variante sowie die Aussicht auf das Jahr 2022, in dem die US-Notenbank mit hoher Wahrscheinlichkeit zum ersten Mal seit 2018 die Zinsen anheben werde, hätten viele Marktteilnehmer verunsichert. Dennoch hätten die breiten Aktienmärkte den Monat Dezember im grünen Bereich abschließen können, sodass auch insgesamt durchaus von einem erfreulichen Aktienmarktjahr 2021 die Rede sein könne.

Der MSCI World habe das Jahr mit einem Plus von 20,1% abgeschlossen. Ausreißer nach oben seien wieder einmal US-Aktien gewesen - der S&P 500 habe das Jahr 2021 26,9% höher beendet. Energiewerte (hohe Rohstoffpreise), Technologiewerte (hohe Margen) sowie Finanzwerte (steigende Zinsen) hätten über das gesamte Jahr hinweg aus unterschiedlichen Gründen am besten abgeschnitten. Versorger, Basiskonsumgüterhersteller sowie Wertstoffaktien hätten sich hingegen einem stärkeren Gegenwind gegenübergesehen. Auf globaler Ebene (MSCI World) hätten aber auch diese Sektoren das Jahr mit einem Plus beenden können.

Sehr überschaubare Drawdowns über den gesamten Jahresverlauf hinweg hätten den wohl wichtigsten Faktor offenbart, welcher die Kurse nach oben getrieben habe: Die Alternativlosigkeit von Aktien. Akronyme wie "TINA", "FOMO" oder "BTD" würden die Aktienmärkte nun entsprechend seit geraumer Zeit begleiten und dürften dies auch in Zukunft tun. Aktien würden auch 2022 weitestgehend alternativlos bleiben. Steigende Leitzinsen in den USA - das lehre die Vergangenheit - seien keinesfalls gleichzusetzen mit einer generellen Aktienmarktschwäche. Rückenwind fühle sich allerdings anders an. Schwinde die Unterstützung der Geldpolitik, sei zu erwarten, dass sich Spreu und Weizen am Aktienmarkt stärker voneinander trennen würden.

Ähnlich wie der Aktienmarkt habe auch der Rentenmarkt einen durchaus lebhaften Jahresausklang erlebt. Die Erwartung einer strafferen Geldpolitik im Jahr 2022 sowie ein gegen Jahresende auch saisonal bedingter Anstieg der Risikofreude hätten die Renditen deutscher Bundesanleihen steigen lassen. Allein in den letzten sieben Handelstagen des Jahres sei die zehnjährige Bundrendite um satte 20 Basispunkte gestiegen.

In den USA habe sich ein ähnliches Bild ergeben. Insgesamt sei 2021 in den USA eine geradezu lehrbuchmäßige Zinskurvendynamik auszumachen gewesen: Zunächst seien Staatsanleiherenditen am langen Ende stärker gestiegen in Erwartung einer wirtschaftlichen Erholung und höherer Inflation. Die Zinskurve sei entsprechend steiler geworden. Mit steigenden Leitzinsanhebungserwartungen seien schlussendlich Richtung Jahresende die kurzen Laufzeiten relativ stärker geklettert und die US-Zinskurve habe sich verflacht.

In Deutschland sei die Bewegung der Bundkurve hingegen nahezu ausschließlich durch das lange Ende der Kurve bestimmt worden, da die Kurzfristzinsen weiter fest bei der EZB vor Anker gelegen hätten. Entsprechend sei die Kurve Ende 2021 steiler als noch zu Beginn des Jahres.

Unter dem Strich habe der breit gefasste Rentenmarkt 2021 das schlechteste Jahr seit 22 Jahren verzeichnet und in den kommenden Monaten werde das Umfeld für Anleiheinvestoren voraussichtlich nicht leichter. Die Renditen dürften weiter klettern, während das Ausgansniveau gering sei. Trotz globalem Zinsanstieg in 2021 sprächen Anleihen mit einer negativen Verzinsung im Gegenwert von rund 14 Billionen USD weiterhin eine deutliche Sprache: Die Zinswüste bleibe riesig. Wer Anleihen nicht nur als Diversifikationsinstrument im Portfolio halten möchte, sondern positive Erträge anstrebe, werde im neuen Jahr gezwungen sein, mehr Risiko einzugehen.

Im Kontrast zu den bewegten Aktien- und Rentenmärkten sei der EUR/USD-Wechselkurs im Dezember sehr stabil gewesen. Bei 1,13 scheine sich ein zumindest vorübergehendes Gleichgewicht gefunden zu haben, nachdem in den Vormonaten die Aussicht auf steigende US-Leitzinsen den US-Dollar stark habe aufwerten lassen. Aber die Tatsache, dass der Euro trotz der erwarteten Divergenz in der Geldpolitik zwischen den USA und der Eurozone im Jahr 2022 jüngst nicht weiter an Wert verloren habe, könne als ein Indiz der Euro-Stärke gewertet werden. Das Wachstumsumfeld spreche in 2022 für eine gewisse Aufwertung der Gemeinschaftswährung.

An den Rohstoffmärkten hätten auch im Dezember die weiterhin hohen Preise für Öl und ganz besonders für Gas für eine Fortsetzung der globalen Energiekrise gesorgt. Nach dem Rücksetzer des Ölpreises im November habe Öl der Sorte Brent im Dezember von knapp 70 USD pro Fass auf knapp unter 80 USD zum Jahresende zulegen können. Im Jahr 2021 haben wir eine enorme Knappheit an Energieträgern wie Öl erlebt, so die Experten von Aramea Asset Management. Der Nachfrageüberhang dürfte sich in 2022 etwas lösen. Dennoch erscheinen einige Schätzungen hinsichtlich eines starken Angebotsanstiegs in 2022 überzogen, so die Experten von Aramea Asset Management. Da sich auch die Lager geleert hätten, dürfte der Ölpreis trotz eines möglichen Angebotsanstiegs - insbesondere im ersten Quartal 2022 - in den kommenden sechs Monaten gut unterstützt bleiben. (Stand vom 31.12.2021) (14.01.2022/fc/a/f)






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