Eines der Hauptprobleme der Schulmedizin aber auch in Teilen der Naturheilkunde ist die Kommerzialisierung.
Ein Krankenhaus, welches rote Zahlen schreibt und dessen langfristige Existenz bedroht ist, wird versuchen den höchstmöglichsten Ertrag am Patienten zu erwirtschaften, soweit es mit dem Wohl des Patienten sowie Juristik vereinbar ist. So werden viele Operationen wie HüftOPs durchgeführt, obwohl nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Dem Patienten und der Krankenkasse wird jedoch suggeriert, dass alle Mittel ausgeschöpft sind.
Weiter geht es dann bei den Hausärzten, welche denke ich zu einem großen Teil wirklich das Wohl des Patienten im Auge haben, doch auch hier steht vielen Hausärzten die Existenzangst im Nacken und so wird selbst der beste Hausarzt nicht umhin kommen, den Patienten Medikamente zu verschreiben, welche der Patient eventuell gar nicht bräuchte oder es auf anderen Wegen deutlich günstiger wäre. Man muss ja bedenken, dass viele Hausärzte teure Geräte angeschafft haben und nocht selten vor sechsstelligen Kreditbeträgen stehen, denn auch die Gerätehersteller sind natürlich an Profit interessiert und zudem gibt es bei vielen medizinischen Geräten Oligopole oder Quasi-Monopole, so dass die Preise umso höher liegen.
Diese finanziellen Abhängigkeiten sorgen letztendlich dafür, dass uninformierte Patienten ganz schnell abkassiert werden und das Wohl eben nicht ganz oben an steht, weil wenn dem so wäre, die Existenz verlustig gehen könnte.
Und genau diese Abhängigkeiten, die in der Schulmedizin besonders stark ausgeprägt sind, aber ebenso auch in der Naturheilkunde zu finden sind, sorgen dafür, dass sich einerseits alternative Heilbehandlungen in der Schulmedizin nur schwerlich durchsetzen und nur der informierte Patient der direkt nachfragt die Chance auf solche Behandlungen bekommt. Für mich ist genau dies die große Schwäche der Schulmedizin und ich könnte mir sehr gut vorstellen, wäre die Kommerzialisierung der Gesundheit nicht, wäre die Schulmedizin und Naturheilkunde viel enger miteinander verflochten und würde die Medizin weitaus mehr alternative Heilpraktiken zum Wohle des Patienten anwenden.
Beweise für diese Verfahrensweisen gibt es genug, wenn man sich diverse Berichterstattungen anschaut und die Praktiken der Pharmaindustrie mal näher angeschaut hat.
Meiner Meinung nach wäre eine open-source-Medizin weitaus effektiver und meiner Meinung nach zieht das Argument der hohen Entwicklungskosten insofern dann nicht, weil open-source-Medizin auf vorhandene Erkenntnisse aufbauen würde und sich viele Entwickler keine unnötige doppelte Arbeit machen müssten, sondern einfach die Erkenntnisse anderer Entwickler weiterentwickeln könnten.
Da jedoch jede Bude ihr eigenes Ding macht, wird das Rad eben zehn- oder mehrmals neu erfunden, was der Patient schön zahlen darf.
Deshalb bin ich auch Verfächter von open-source an möglichst allen Ecken und Enden und dass sowas funktionieren kann zeigt Beispielsweise Linux, welches nahezu die gleichen Leistungen wie Windows kostenfrei bietet. Der Vorteil hierbei ist, dass das Linux von jedem Entwickler frei weiterentwickelt werden kann und auf Entwicklungen anderer Entwickler aufgebaut werden kann.
Komischerweise gibt es genügend Entwickler, welche ehrenamtlich Softwarelösungen entwickeln. |