Bettel-Mafia: Die brutale Wahrheit Laut Anklage wurden die Bettler nicht nur gezwungen, die Fahrtkosten abzuarbeiten. Die Opfer seien von den Angeklagten unter Androhung von Schlägen weiter gezwungen worden, ihre ganzen Einkünfte abzuliefern. Diese schätzt die Staatsanwaltschaft vorsichtig auf 20 bis 80 Euro pro Tag. Parierten die Bettler nicht, griffen die Angeklagten zu brutalen Mitteln: Ein Opfer wurde gewürgt. Wer seine Schulden nicht zahlen konnte, dem wurde gedroht, man werde ihn an einen Baum fesseln und verprügeln! Das den Bettlern abgepresste Geld schafften die drei Täter laut Anklage per Western Union (Das Unternehmen versendet weltweit Bargeld gegen Gebühr, die Empfänger bleiben anonym) nach Rumänien. Wer die Hintermänner dort sind, konnte nicht ermittelt werden. Bettel-Banden aus Osteuropa sind in ganz Europa aktiv. Meistens ziehen sie von Stadt zu Stadt. Wobei zumindest die Chefs genau wissen, wo sich die Bettelei lohnt und wo es Ärger mit den Behörden geben kann. |