| 28.02.2014 (www.4investors.de) - Nach den bisherigen Daten steht die Entscheidung über weitere expansive Maßnahmen auf des Messers Schneide. Die Daten, welche seit der letzten EZB-Ratsitzung vom 6. Februar veröffentlicht wurden, haben bisher keine wirkliche Klarheit geschaffen. So sind auf der einen Seite etwas positivere Konjunkturdaten veröffentlicht worden (Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2013 etwas besser als erwartet, höheres EU-Wirtschaftsvertrauen). Dabei zeichnet sich ab, dass die Konjunktur der Peripherie-Länder langsam Fuß fasst – jedoch Kernländer wie Frankreich zunehmend den Anschluss verlieren - wie auch der leicht rückläufige Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Februar deutlich zeigte. Auf der anderen Seite sind die Daten zur Inflation weiterhin schwach. Zwar wurde der Wert für Januar um 0,1% auf 0,8% J/J nach oben revidiert, doch er liegt weiter deutlich unter der Zielmarke der EZB von 2%. Nach den gestrigen Daten zur Inflation in Deutschland sollte auch für heute bei der Schnellschätzung der Inflationsrate für den Euroraum im Februar ein sehr niedriger Wert gemeldet werden. Für eine Lockerung spricht auch die anhaltend schwache Kreditvergabe speziell an Unternehmen (-2,9% J/J), aber auch an die privaten Haushalte deren Kredite 0,2% unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Die EZB wird wohl auf der nächsten Sitzung am 6. März nochmals zur Tat schreiten: Durch eine Zinssenkung oder alternative liquiditätsfördernde Maßnahmen. Ob dies mehr als ein Placebo ist bleibt abzuwarten, denn an Liquidität fehlte es den Kreditinstituten aufgrund der Vollzuteilung auch bisher nicht. - See more at: http://www.4investors.de/php_fe/...dex.php?sektion=stock&ID=78619 |