dass sich die soziale Lage für die 100.000den von Flüchtlingen, die es bis hierher geschafft haben, verschlechtert hat. Also gibt es auch (m.E. sogar vor allem) Gewinner. Und sie hat zunächst schlicht die Realität anerkannt, dass der Zustrom sowieso erstmal nicht aufzuhalten ist. Dass ihr dabei ein paar zu euphorische Sätze entwichen sind, die die Aufbruchstimmung in den Lagern befördert hat, war eher untypisch für sie. Dass man auf die sich durch die schiere Masse dramatisierenden Geschichte am Ende auch reagieren muss, beweist auch nur wieder ihren Realitätssinn. Sie macht Politik von der Hand in den Mund. Wie alle. Das ist keine "Doppelstrategie". Das ist schlicht reaktive Politik. Ich hab gelernt, dass wirklich proaktive Politik so gut wie unmöglich ist, weil schlicht nicht durchsetzbar. Es gibt wenige Sternstunden, in denen mal einer einen Glücksgriff tut mit längerfristig anhaltender positiver Wirkung. In der Regel geht es um kurzfristige Lösungen. Und dann mal sehen was kommt. Der Alltag der Politik und der Geschichte insgesamt verläuft m.E. nunmal so: in Wellen, in Pendelbewegungen mit überschießenden Ausschlägen und als Krisenmanagement.
----------- Ein Beitrag zur Friedensstiftung und ein leuchtendes Beispiel ueberschwaenglicher Willkommenskultur! |