Deutschland plant mit anderen EU-Staaten und Norwegen eine Wasserstoff-Allianz. Wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte, unterzeichneten sie eine entsprechende Absichtserklärung. Darin erklärten sie ihre Bereitschaft, die Entwicklung einer europäischen Wertschöpfungskette für insbesondere "grünen Wasserstoff" zu unterstützen - sowie zu entsprechenden Investitionen in Milliardenhöhe. Beteiligt sind 22 EU-Staaten und Norwegen. Der perfekte Nährboden für europäische Wasserstoff-Spezialisten wie Nel, ITM Power, Everfuel oder Hexagon Purus.
Geplant ist ein "Important Project of Common European Interest" (IPCEI). Ein solches Projekt gibt es etwa zum Aufbau einer Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos in Europa. Die Bundesregierung unterstützt dies mit Milliarden-Fördergeldern. Deutschland hat noch bis Jahresende die EU-Ratspräsidentschaft inne. Ehrgeizige Ziele
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von ehrgeizigen Zielen. Europa wolle beim Wasserstoff die Nummer eins in der Welt werden. Das IPCEI solle bis Ende des nächsten Jahres finalisiert, erste Projekte ab 2022 umgesetzt werden. Es sollten tausende neue Jobs entstehen.
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, erklärte, die Entwicklung sauberer Wasserstofftechnologien und der notwendigen Infrastruktur werde die EU einen Schritt näher an das Ziel bringen, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen: "Kein Mitgliedstaat und kein Unternehmen kann dies allein schaffen - es wird erhebliche öffentliche und private Investitionen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit erfordern."
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