Neue Umstände bereiten Konzernchef Igor Setschin Sorgen. Denn der Westen verwehrt ihm neues Geld. http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/...-schuldensumpf.html Über Jahre hatte kein Zweifel geherrscht, dass Rosneft mit seinem direkten Draht in den Kreml omnipotent ist und schluckt, was dem Konzern über den Weg läuft und nach Leckerbissen aussieht. Doch jetzt wird Chef Igor Setschin vorsichtiger. Nicht an Setschins Macht hat sich etwas geändert. Es sind die neuen Umstände, die dem 54-Jährigen Sorgen bereiten.
Setschin selbst steht seit April vorigen Jahres auf der US-Sanktionsliste. Der Verfall des Preises für die in Russland maßgebliche Ölsorte Brent verstärkt die Wirkung der im Sommer verhängten westlichen Sanktionen gegen das Unternehmen, das noch vor dem Gaskonzern Gazprom größter Steuerzahler des Landes ist.
Für weitere Zukäufe fehlt nach der langen Akquisitionsparty das Geld, für die Tilgung der hohen Schulden und ihre Refinanzierung der freie Zugang zum westlichen Kapitalmarkt. Und für alles zusammen offenbar das Verständnis.
2013 hatte Rosneft noch mehrere Gasunternehmen, darunter Russlands drittgrößten Gaskonzern Itera, gekauft. Überhaupt sei 2013 zum Rekord- und Wendejahr hinsichtlich Produktion, Finanzen und strategischer Weichenstellungen für Jahrzehnte geworden, so Setschin in einer früheren Mitteilung an die Aktionäre. Über Rosneft hat sich der Staat wieder zahlreiche Rohstoffaktiva, die in den 90er-Jahren privatisiert worden waren, zurückgeholt. Mitauslöser für den katastrophalen Rubelabsturz
2015 muss Rosneft 19,5 Milliarden Dollar an Schulden bei den Banken tilgen. Aber westliche Banken kommen zur längerfristigen Refinanzierung von Krediten nicht mehr infrage. "Gerade die Finanzsanktionen haben die größten Auswirkung auf Rosneft", wird Waleri Nesterow, Analyst der "Sberbank CIB" in der russischen Wirtschaftszeitung "Wedomosti" zitiert: 2015 werde für das Unternehmen ein "gänzlich schweres Jahr".Als Ersatz für westliche Banken hat sich Rosneft in seiner Finanzierungs- und Liquiditätskrise längst anderweitig umgesehen. Als erster russischer Konzern hat er beim Staat angeklopft, um Geld aus dem staatlichen Wohlfahrtsfonds zu erhalten. Mitte Dezember konnte Rosneft in aller Eile inländische Rubel-Bonds im Wert von 625 Milliarden Rubel (etwa zehn Milliarden Dollar) platzieren. Die Aktion war allerdings höchst dubios. Unklar ist, wer die Papiere gezeichnet hat.
Als Spekulation jedenfalls kursiert, dass Rosneft die frischen Gelder sofort in Dollar getauscht hat, um die Schulden zu bedienen.Und so gilt als ausgemacht, dass diese Aktion Mitauslöser für den katastrophalen Rubelabsturz am 15. und 16. Dezember, dem mittlerweile legendären "schwarzen Montag" und "schwarzen Dienstag", war.
Nun sollen im ersten Quartal immerhin neue Vorauszahlungen aus China eintreffen.
Klar ist, dass wegen der Sanktionen Rosnefts Partner ExxonMobil gezwungen war, ein Großprojekt mit Rosneft im arktischen Gebiet aufzugeben http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20150115/300617286.html
und nun bei steigendem Ölpreis 4% im plus? |