ist durch Trump sicher nicht in der Weise gefährdet, wie in den angeführten Beispielen. Ich halte sie im Prinzip für stärker verankert als dort. Was beunruhigt, ist diese extreme Spaltung der Gesellschaft, die ja schon mit dem Aufkommen der Tea-Party krasse Formen annahm. Und die sich ja auch in Europa breit macht. Da ist Trump nur ein Symptom. Auch die, die um ihn herum sind, und immer noch "republikanischer" sind und sich staatstragender gebärden (außer Bannon) als der clowneske Trump, sind ja nicht gerade "softliner". Der Vize Pence z.B. glaubt fest an den Kreationismus! Und was die Weltpolitik angeht, gibt es auch jenseits von Trump jede Menge ernstzunehmende Scharfmacher, die allenthalben für Konflikteskalationen gut sind. Trump traut man eher zu, aufgrund egomanischem Irrwitz oder mangelnder Erfahrung in Diplomatie in Konflikt mit allem und jedem zu geraten. Ich halte ihn nicht wirklich für einen ideologisch getriebenen Kriegstreiber. Er ist schlicht einfach kein Politiker, sondern ein ziemlich schräger Vogel, der um sich selbst kreist. Um so mehr dürfte er zum Spielball der Interessen derer werden, die hinter ihm stehen und versuchen, die Fäden zu ziehen. Und da sind durchaus sinistre Gestalten drunter, die den gesellschaftsspaltenden Geist der Tea-Party repräsentieren . Auch wenn sie sich mit der Aura des Staatsmännischen umgeben.
Eine Demokratie ist dann gefährdet, wenn sich unversöhnliche Fronten zwischen stärker werdenden Extremen bilden, wo der eine (die eine Hälfte) den anderen (die andere Hälte) glaubt, nicht mehr tolerieren zu können. Das zermürbt das Vertrauen und die Akzeptanz in alle demokratischen Institutionen. Ein Spielfeld für Demagogen aller Art eröffnet sich. Insofern ist Trump ein Produkt der längst dräuenden Krise... ----------- Alles ist relativ. |