Wirecard 2014 - 2025

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eröffnet am: 21.03.14 18:17 von: Byblos Anzahl Beiträge: 187670
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03.04.26 16:49 #187626 Wer ernsthaft diskutieren will
"Die Rückkehr der Realität"

asführlich zu Singapur und Brigitte Axtner-Häuser

https://fontaane.wordpress.com/2026/04/03/...rueckkehr-der-realitaet/

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Exklusiv! Das Urteil gegen Markus Braun: 12 Jahre!
https://fontaane.wordpress.com/2026/03/31/wirecard-12-jahre/

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Zur falschen Diskussion um das Narrativ

https://fontaane.wordpress.com/2026/03/25/...erschwundene-diskussion/

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Das mögliche Plädoyer der Verteidigung (alte Fassung)

https://fontaane.wordpress.com/2026/03/13/...edoyer-im-fall-wirecard/

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Warum die Ermittlung schiefgelaufen ist

https://fontaane.wordpress.com/2025/12/15/der-wirecard-komplex/
 
05.04.26 14:09 #187627 Wirecard
Auch heute, am Ostersonntag, arbeiten wir daran, die wahren Geschehnisse im Wirecard-Fall aufzuklären. Es ist unsere moralische Pflicht, ein Urteil zu erreichen, das allen Opfern des Zusammenbruchs der Wirecard AG und allen, die weiterhin an die Arbeit von Dr. Markus Braun glauben, Gerechtigkeit widerfahren lässt. Deshalb arbeiten wir auch an diesem Feiertag. Ich wünsche Staatsanwalt Gordon Oh. aus Singapur, den Ermittlern der Staatsanwaltschaft Koblenz und den Ermittlern der Staatsanwaltschaft München viel Erfolg. Ich wünsche Ihnen alles Gute im Namen der Gerechtigkeit.  
05.04.26 16:07 #187628 konkret?
was ist das Ziel?
was willst du konkret mit welchen konkreten Schritten erreichen?
willst du das Verfahren in stadelheim stoppen?
willst du ein bestimmtes Urteil??
was du hier machst, ist eine Arie mit einem Ton oder einem dreiklang " der tolle Markus braun"

ich weiß nicht, was du eigentlich willst?.

du solltest lieber auf Pfingsten hoffen, da kommt nämlich der Heilige Geist und vielleicht fällt ein bisschen was für dich ab.

du wirst natürlich wieder nicht antworten, weil ich dich so anpflaume und weil dir meine Sprache nicht passt aber in Wahrheit ist das nur eine Ausrede und du hast auch schon nicht geantwortet, als ich noch höflich fragte,.

ich glaube, du bist die größte italienische luftnummer dieses Jahrhunderts33667031  
05.04.26 16:09 #187629 Leo die luftbude
wirecard war keine luftbude, das habe ich 2020 schon deutlich vermutet, dann habe ich mich überzeugen lassen und dann habe ich mich wieder zurück überzeugt.

aber du bist eine luftbude.
weil du überhaupt nichts sagst, obwohl du viel redest.

kein Ziel, nichts konkretes.
heiße Luft.

also noch einmal:
was konkret ist dein Ziel?
was soll passieren??

eine Klage gegen die wirtschaftsprüfer
die wiederherstellung der wirecard
ein Freispruch oder eine Verurteilung

von dir kommt nichts

und es nervt tierisch  
05.04.26 16:11 #187630 Wirecard Jan Marsalek
Wir arbeiten daran, jedem zu zeigen, wer Sie wirklich sind. Ihre aktuelle öffentliche Definition. Wir glauben, dass sie einige wichtige Details enthält, die es zu berücksichtigen gilt.  
05.04.26 16:31 #187631 Wirecard Jan Marsalek 2
In der mir von den Investoren der Wirecard AG übertragenen Verantwortung teile ich Ihnen mit, dass wir Ihre strafrechtliche Position untersuchen. Zu diesem Zweck haben wir Ihnen entsprechende Rechtsdokumente zukommen lassen.  
05.04.26 16:55 #187632 Wirecard Jan Marsalek 3
Ich persönlich bin befugt, all jenen zu antworten, die noch Aktionäre der Wirecard AG sind und (folglich) weiterhin blind an das Lebenswerk von Dr. Markus Braun glauben. Allen anderen erlaube ich mir, nicht zu antworten. Unsere Gruppe besteht aus Kämpfern. Sonst nichts.  
05.04.26 17:31 #187633 @CharlotteTheodorese
Ich beantworte Ihre Fragen gern.
Unsere Arbeitsgruppe setzt sich aus Experten zusammen, die in ihren jeweiligen Fachgebieten großen Einfluss haben. Sie haben mich persönlich beauftragt, Sie alle über unsere Arbeit zu informieren. Ich kann Ihnen versichern, dass die Behörden aus aller Welt den Wirecard-Fall verfolgen. Ich möchte nur wiederholen, dass wir alle ein Interesse daran haben, dass der Wirecard-Fall mit einem positiven Ergebnis für die aktuellen Wirecard-Aktionäre abgeschlossen wird. Als Italiener, der die verschiedenen laufenden strategischen Vereinbarungen kennt, werde ich dazu nichts weiter sagen. Der Wirecard-Fall MUSS aufgeklärt werden. Ohne dass Namen und Details öffentlich gemacht werden.  
05.04.26 17:49 #187634 @@CharlotteTheodorese 2
Sie müssen eines bedenken: Der Wirecard-Fall ist kein rein deutscher Fall. Er ist ein globaler Fall. Anleger weltweit fragen sich: Kann man überhaupt noch Geld am deutschen Aktienmarkt investieren? Die Antwort darauf werden wir erst nach Abschluss des Verfahrens und des endgültigen Urteils im Wirecard-Fall erhalten. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.  
05.04.26 18:01 #187635 @@CharlotteTheodorese 3
Bitte haben Sie Geduld, aber ich kann nichts weiter sagen. In Deutschland sind alle Augen auf Sie gerichtet. Ihre wirtschaftliche Zukunft liegt in Ihren Händen. Die Entscheidungen Ihrer Justizbehörden werden alle künftigen ausländischen Investitionen in Deutschland beeinflussen.  
06.04.26 00:54 #187636 Leo
Penso che ormai a nessuno importi più del caso Wirecard e, se la sentenza arriverà presto e si rivelerà quella prevista, non se ne parlerà nemmeno. Rispetto in parte il tuo punto di vista, entro certi limiti, ma non sono una persona che si limita a esprimere opinioni senza fare tutto il necessario per garantirne le conseguenze. Non riesco ancora a capirlo chiaramente da te. Qual è lo scopo di intervenire presso la MAS? A cosa servono le informazioni sugli eventi di Singapore? È puramente pratico? Se ho capito bene, credi in una rinascita del caso Wirecard o in un risarcimento per eventuali errori. Come si concretizzerebbe? Non capisco quale sia il tuo obiettivo. Una condanna di Markus Braun è praticamente inevitabile  
06.04.26 07:57 #187637 übersetzung
linke und effizienz !
wieso postet man hier italienisch ?
damit dem Großteil entgeht , dass man mit gespaltener Zunge spricht?
Falls irgendjemand noch entgangen wäre wie rücksichtslos man agiert .
csfa schreibt milliarden worte ,vorgeblich um Markus Braun vor einem unrechtstaatlichen Urteil zu bewahren ,
obwohl er ja oben Kathryn Raileigh erklärte, ihr neuerdings entdecktes mißtrauen in justiz wäre unbegründet ,
und nun schreibt er auf italienisch
"eine verurteilung von Markus Braun wäre unvermeidbar"
Wieso das? wegen der Entschädigungsforderungen , die ein Freispruch  nach sich ziehen würde
man sollte eigentlich keine wertvolle zeit auf ungelegte Eier verwenden , aber vll ist es wkl so , dass die konsrquenzen des freispruchs den freispruch verhindern ...was ja perse unrechtsstaatlich wäre

es wären theoret verschiedene freisprüche möglich
freispruch weil man MB nicht nachweisen kann , dass er von lufttpa wusste
oder freispruch weil wdi nie luftbude war

Aus welchen Gründen denkt herr csfa , den ich nicht direkt fragen möchte , da ich keinerlei Kontakt zu diesem menschen haben möchte ,
"eine verurteilung von Markus Braun wäre unvermeidbar" ?
wenn er das denkt, wieso schreibt er dann das internet vor ,unter der der Vorgabe ,Markus Braun vor einer unrechtsstaatl Verurteilung schützen zu wollen?
Leo hat seine Motivation u seine ziele , nach denen  csfa immer wieder fragt 100x klipp und klar dargelegt

übersetzung post charlottesw : Ich denke, dass sich inzwischen niemand mehr für den Wirecard-Fall interessiert, und wenn das Urteil bald kommt und wie erwartet ausfällt, wird darüber auch nicht mehr gesprochen werden. Ich respektiere deinen Standpunkt teilweise, bis zu einem gewissen Grad, aber ich bin keine Person, die sich auf Meinungsäußerungen beschränkt, ohne alles Notwendige zu tun, um deren Konsequenzen sicherzustellen. Ich kann noch nicht klar nachvollziehen, warum du so handelst. Was ist der Zweck, sich an die MAS zu wenden? Wozu dienen die Informationen über die Ereignisse in Singapur? Ist es rein praktisch? Wenn ich es richtig verstanden habe, glaubst du an eine Wiederbelebung des Wirecard-Falls oder an eine Entschädigung für mögliche Fehler. Wie würde sich das konkretisieren? Ich verstehe nicht, was dein Ziel ist. Eine Verurteilung von Markus Braun ist praktisch unvermeidlich.




 
07.04.26 15:51 #187638 zurück auf der hühnerstange?
Du hast es doch eigentlich schon richtig formuliert, präziser eigentlich als je zuvor...
eine nicht Verurteilung von Braun ist fast nicht mehr möglich!

Das ist die direkte Folge der von mir bis ins kleinste Detail mühevoll analysierten Situation, während ich mich nebenbei noch mit deinem Gegacker beschäftigen musste...

Formal ist eine Verurteilung unvermeidlich, wenn trotz der vorgebrachten Argumente der Verteidigung das Gericht zu der Einschätzung kommt, das Tatbild sei erstens korrekt, die Folgerungen daraus hinsichtlich der Straftatbestände seien zweitens alternativlos und die Zuordnung dieser Straftaten zu den Angeklagten sei drittens entweder direkt bewiesen oder eine zwingende Folgerung ohne begründeten Restzweifel nach freier (aber regelgerechter) Beurteilung der Beweisaufnahme.

Für mich ist kein einziger dieser (jeweils einzeln  und unabhängig) unabdingbaren Voraussetzungen
in diesem Verfahren gegeben...

Während Du gegackert hast und andere schon das Urteil gefeiert haben, vor es gefallen ist, habe ich diese Erkenntnis juristisch säuberlichst in ihre Einzelteile zerlegt und bin jedes Puzzlestück einzeln durchgegangen. Jeden Dominostein. Einzeln. Immer wieder und wieder, sobald es eine neue Realität in Stadelheim und außerhalb gegeben hat.

Formal kann Markus Födisch verurteilen, weil der letzte Schritt im deutschen Recht sein eigener Schritt über die Schwelle sein kann.

Das ist die reine nackte objektive Sache - und dazu kommt die Geschichte dieses Verfahrens: es war von Anfang an ausschließlich auf die Bestätigung der Anklage optimiert, in jeder Zeugenbefragung, an der ich entweder teilgenommen oder von der ich durch Protokolle Kenntnis erhielt. Die Befangenheit der Kammer war von Anfang an erkennbar, aber sie ist rechtsgültig als nicht bestehend angesehen. Da ist alles ausgeschöpft worden...

Das Problem des Gerichts: es hat diese Anklage zugelassen - damit war man im Prinzip schon bei der Nibelungentreue zur Staatsanwaltschaft. Das hat sich mit jedem abgelehnten Antrag der Verteidigung verstärkt.

Man ist vielleicht ein bisschen in einer Position wie EY 2019 - man hat alles durchgewunken, aber nach KPMG und der Bestätigung der Fälschung konnte EY nicht mehr testieren. So schlimm sieht es für den Richter noch nicht aus: deshalb wird er den Geschäftsbericht der Anklage testieren, um im Bild zu bleiben.

Warum?

Weil es möglich ist, weil es nicht sofort ersichtlich falsch ist und weil es die einzige Möglichkeit ist, aus dieser Sache heil rauszukommen...

Die Verteidigung hat jetzt einen höchst spannenden Zug gemacht: die Medien haben ihn natürlich wieder falsch dargestellt, das habe ich mir doch fast schon gedacht...

Braun hat im Prinzip den Kern seiner Verteidigung geopfert, um eine Entscheidung zu erzwingen. Dass dieser Zug funktioniert, glaube ich nicht. Aber er wird endgültig zeigen, dass dieser Prozess eine Farce ist. Es wird aber niemandem helfen...

Das Hühnchen unterstellt mir ständig irgendwelche bösen Absichten oder ähnliches, das ist alles kompletter Quatsch. Ich wollte natürlich, dass man Wirecard gründlich untersucht und wenn sich daraus ein Tatverdacht ergibt, muss es natürlich auch eine Anklage geben. Da hatte ich immer eine andere Position als das Hühnchen...

Als Wirecard kollabiert ist, wurde auf höchster Ebene diskutiert, wie man damit jetzt als Rechtsstaat umgeht. Man hat sich darauf geeinigt, eine Teilgeschichte der wirecard zu erzählen, aus Prozessökonomie. Diese Entscheidung wurde allerdings nicht auf einer realen Grundlage gefällt, sondern auf der Basis eines Bluffs. Es war niemals ein wirklicher Fehler meinerseits, auf diesen Bluff hereingefallen zu sein. Das Hühnchen hat niemals erklärt, was denn nun eigentlich ein korrektes Vorgehen gewesen wäre. Der Leo auch nicht. Das ist ein typisches Verhalten solcher Charaktere. Dann aber anderen ohne Argumente Vorwürfe zu machen, ist und bleibt absurd.

Zurück zu "unvermeidlich": Das Gericht kann eigentlich nicht mehr anders als zu verurteilen - und wenn es eine Türe gibt, durch die das Gericht zu einem solchen Urteil gehen kann, wird dieses Gericht natürlich durch diese Türe gehen.



 
07.04.26 15:57 #187639 das Urteil.
könnte sich dieses gackernde Hühnchen endlich einmal inhaltlich mit wirecard beschäftigen?
das vermeidet das Hühnchen nämlich seit Jahren.
nur gegacker, den ganzen Tag, nichts weiter.


das hier ist die Begründung, warum ein Urteil unvermeidlich ist. das ist eine realistische fiktive urteilsbegründung.
wenn du das für falsch hältst, dann setze dich bitte damit auseinander und hör endlich auf mit dem dummen gackern.

also kannst du es oder kannst du es nicht?
dann tu es oder gehe in den Wald, Du Fuchsfutter.


https://fontaane.wordpress.com/2026/03/31/wirecard-12-jahre/

 
11.04.26 23:38 #187641 Insolvenz vermeidbar?
hallo Leo, hallo meisteps



manager magazin, 2021
es war mir nicht mehr in Erinnerung oder bewusst, dass das tatsächlich öffentlich so deutlich formuliert wurde...


Die Autorin Katharina Slodczyk stellt die zentrale These auf, dass die Wirecard-Insolvenz möglicherweise vermeidbar gewesen wäre. Die wichtigsten Punkte:

**Das Unternehmen hatte trotz Betrug echte Substanz.** Wirecard verfügte über 340 Millionen Euro Liquidität bei der Wirecard Bank, echte Kunden mit rund einer Milliarde Euro Jahresumsatz, und die Banken signalisierten Bereitschaft, den 1,8-Milliarden-Euro-Kredit zu verlängern.

**Es gab einen konkreten Rettungsplan.** Ein Team um Strategiechef Markus Eichinger arbeitete tagelang an einem Sanierungskonzept: massiver Stellenabbau, Verkauf von Auslandstöchtern für rund 500 Millionen Euro, Fortführung als kleinerer, schlanker Zahlungsspezialist. Als Vorbild diente der Möbelkonzern Steinhoff, der trotz massivem Betrug eine Insolvenz abwenden konnte.

**Der entscheidende Faktor war James Freis.** Der Kurzeit-CEO wird als falsche Wahl für die Krisensituation beschrieben – ein Compliance-Experte, der lieber Akten studierte als Kunden und Banken zu überzeugen. Laut einem seiner Berater war er in Gesprächen mit Geschäftspartnern schlicht überfordert.

**Freis entschied sich aus Angst für die Insolvenz.** Er selbst begründete es später im kleinen Kreis damit, dass er kein Risiko der Insolvenzverschleppung eingehen wollte – darauf stehen bis zu drei Jahre Haft. Die Aufsichtsräte fühlten sich von seiner Entscheidung überfahren, zumal kurz zuvor sogar die Bafin Signale gesendet hatte, ihre Auflagen zu lockern.

Das Fazit der Autorin: Es hätte eine Führungsperson gebraucht, die sowohl eine Vision als auch Risikobereitschaft mitgebracht hätte.
 
11.04.26 23:40 #187642 ich habe es immer anders gesehen...
... und dachte, der drang in die Richtung Insolvenz sei nicht von Freis gekommen.
an dieser Stelle war ich etwas zu naiv.
 
12.04.26 00:56 #187643 @ Charlotte Theodore
Du sagst, du hättest es vergessen.
Ich erinnere mich genau: Bei Wirecard arbeiteten wir Tag und Nacht (auch an Feiertagen), um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Das war notwendig, um Zahlungsunterbrechungen zu vermeiden und gesunde, profitable Wirecard-Filialen nicht zu zerstören.  
12.04.26 01:12 #187644 wann???
das ist jetzt eine äußerst interessante information...
denn ich hatte bisher mit dieser Eichinger Geschichte ("task force"/Andrea Farage) ein zeitproblem.
denn die Insolvenz war ja schon am 25. juni 20 beschlossen.
wie ging es dann eigentlich weiter?
und was hat eigentlich Markus braun nach seiner Entlassung aus der Haft am 23.06.20 gemacht bis zu seiner erneuten Festnahme am 22.07 20???
das weiß man ja leider auch bis heute nicht33674207  
12.04.26 01:12 #187645 @Charlotte Theodore 2
Markus Eichinger, ein enger Vertrauter von Dr. Markus Braun, und seine Mitarbeiter schlugen einen umfassenden Restrukturierungsplan vor. Angesichts des Liquiditätsbedarfs wurde der Verkauf von Wirecard-Niederlassungen vorgeschlagen, die als nicht geschäftskritisch galten. Dies bot die Möglichkeit, die Niederlassungen zum Marktpreis zu veräußern und – anders als später bei Dr. James Freis' Entscheidung, alle deutschen Niederlassungen zu schließen und alle Mitarbeiter zu entlassen – einen Konkurs einzuleiten. SisalPay in Italien erlitt einen Totalverlust. Wirecard UK (das in Kürze die Lizenz für den Handel mit Kryptowährungen erhalten hätte) und andere, weniger bedeutende, aber gesunde und profitable Wirecard-Niederlassungen blieben erhalten.  
12.04.26 01:27 #187646 @Charlotte Theodore 3
„Freis entschied sich aus Angst für die Insolvenz. Später erklärte er einem kleinen Personenkreis, er habe nicht riskieren wollen, der Verzögerung des Insolvenzverfahrens beschuldigt zu werden. Das verstehe ich vollkommen. Aber hätte er nicht Zeit gewinnen können? Indem er das deutsche Gesetz nutzte, das Insolvenzverfahren aufgrund von Covid-19 aussetzte? So hätten die Mitarbeiter von Markus Eichinger und Andrea Farace Zeit gewonnen, den totalen Zusammenbruch von Wirecard und den damit einhergehenden Kurssturz der Wirecard AG abzuwenden.“  
12.04.26 12:49 #187647 @Charlotte Theodore 4
Ich stimme Katharina Slodczyks Meinung voll und ganz zu.
Die institutionelle Aufgabe eines CEOs in jedem Unternehmen ist es, so zu handeln, dass der Unternehmenswert geschützt wird und somit in diesem Fall die Wirecard-Aktionäre. Wenn James Freis erkennt, dass er dieser grundlegenden Rolle nicht vollumfänglich gerecht werden kann und strafrechtliche Konsequenzen befürchtet, war es menschlich gesehen richtig, zurückzutreten und die Arbeit jemand anderem zu überlassen, beispielsweise Markus Eichinger, der bereits einen Rettungsplan entwickelt hatte, und Andrea Farace, die bereit war, Eichingers Plan umzusetzen: Verkauf zu Marktpreisen und nicht zu Insolvenzpreisen. Die Wirecard-Tochtergesellschaften galten als nicht strategisch. Sie verstehen sicher, dass James Freis' plötzliche Entscheidung enormen finanziellen Schaden verursacht hat. Ich behaupte nicht, dass das Duo Eichinger/Farace alles hätte lösen können. Aber zumindest für uns Wirecard-Aktionäre zeigte es, dass alles Mögliche getan wurde, um den vollständigen Untergang zu verhindern. (Wirecard AG)  
12.04.26 12:59 #187648 @Charlotte Theodore 5
Der Aufsichtsrat fühlte sich von seiner Entscheidung überrascht, insbesondere da selbst die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kurz zuvor ihre Absicht signalisiert hatte, ihre Vorschriften zu lockern. Auch hier gibt es konkrete Verantwortlichkeiten. Ein gesunder Aufsichtsrat hätte nicht überrascht bleiben und James Freis' Entscheidungen einfach hinnehmen können. Er hätte reagieren und nach einer angemesseneren Lösung suchen müssen, um die finanziellen Interessen der Wirecard AG und aller Wirecard-Aktionäre zu schützen. Meine Frage ist: All diese Herren erhielten hohe Summen für die Ausführung der ihnen anvertrauten Aufgaben. Doch keiner von ihnen rührte einen Finger.  
12.04.26 13:10 #187649 @Charlotte Theodore 6
Sie fragen mich, was Dr. Markus Braun tat?
Nach anfänglicher Enttäuschung arbeitete er hart daran, neue Geldgeber zu finden. Er fand das Geld.
Dies teilte er dem Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Eichelmann per SMS mit.
Dr. Markus Braun schrieb:
„Ich habe einen Geldgeber gefunden, können Sie helfen?“ Keine hilfreichen Antworten. Das Ergebnis bis heute: Der Einzige, der stets den Mut hatte, die Unternehmensinteressen der Wirecard AG ausschließlich zu verteidigen, sitzt im Gefängnis. Die Wirecard AG ist am Ende.  
12.04.26 14:44 #187650 ge
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