Yandex wird es nur solange gutgehen, wie die russische Regierung sich an der Macht hält. Im Westen wird man sich merken, wer dieser zugearbeitet hat:
"Yandex sei ein Schlüsselelement beim Verbergen von Informationen über den Krieg in der Ukraine, schrieb Gershenzon." (Quelle: s. Link weiter unten)
Die Rechnungen für den Fall eines Machtwechsels - in welcher Form auch immer - sie werden jetzt bereits geschrieben. Eine sehr eindrucksvolle Darstellung dieses Prozesses schilderte bereits Charles Dickens in seinem Roman "Eine Geschichte zweier Städte": Eine der Hauptfiguren, Madame Thérèse Defarge, sie strickt und strickt die ganze Geschichte über munter vor sich hin. Als die französische Revolution dann schließlich ausbricht, stellt sich heraus, daß ihre Strickerei dazu diente, die Namen von Adeligen festzuhalten, die nun identifiziert und so der jakobinischen Verfolgungswut ausgeliefert werden.
Natürlich kann es aber auch anders kommen und es wird Russland sein, daß sich - womöglich im engen Verbund mit Ländern wie China und Indien - militärisch durchsetzt, was für das Überleben von Yandex zunächst mal nicht das schlechteste wäre. Allerdings gibt es auch in Russland Leute, die ähnlich gestrickt sind (und zwar buchstäblich) wie Madame Defarge. Deshalb gehe ich davon aus, daß nicht-russische Aktionäre in so einem Szenario u.a. mit Enteignung rechnen müssen. |