Verfolgt man die Kommentare in den Aktienforen, wird Bolivien seit der Präsidentschaft von Evo Morales fast immer als sozialistisches Horrorland verteufelt, die alles nur verstaatlichen wollen und letztlich das Schicksal ihrer Einwohner nur noch verschlechtern.
Die Realität ist bedeutend differenzierter. Tatsache ist, dass Evo Morales schon einiges für sein Volk erreicht hat.
Bei meinen Recherchen bin ich überwiegend auf positive Kommentare der Morales-Wirtschaftspolitik gestoßen.
Beispiel (sehr interessanter Kommentar):
https://www.liportal.de/bolivien/wirtschaft-entwicklung/
Diese positive Entwicklung wäre niemals möglich gewesen, wenn Morales tasächlich das ausländische Kapital verschreckt und aus dem Land gejagt hätte. Ein Beipiel für eine derartige negative Entwicklung haben wir in der Mongolei in den letzten Jahren erlebt (für uns ja auch nicht uninteressant). Dort hat man durch plumpe nationalistische und ausländerfeindliche Politik dem mongolischen Staat großen Schaden zugefügt. Gott sei Dank hat die alte Regierung bei der letzten Wahl die Quittung dafür bekommen.
Aber zurück zu Bolivien. Ich kann nur jedem, der in PCY investiert ist, empfehlen, sich zumindest ein wenig mit der makroökonomischen Lage - vor allem dem Investitionsklima - dieses Staates vertraut zu machen.
Schaut euch z.B. mal die aktuellen Beurteilungen der Ratingagenturen an. Die orientieren sich an knallharten Finanzdaten und nicht an politischen Wunschvorstellungen oder Vorurteilen. |