Schon mehrfach berichteten wir auch über die Chancen, die Uran und alles was daran hängt in Zukunft haben kann. Ebenso berichteten wir schon mehrfach über Chinas Gelüste nach allem, was der Rohstoff-Sektor zu bieten hat. Nun können wir sogar beides kombinieren.
So vermeldete die Uranio AG, der erste reine Uranwert der Schweiz, dass ein großer Chinesischer Rohstoffkonzern ein indikatives Angebot für den Erwerb des gesamten ausgegebenen Aktienkapitals des Unternehmens abgegeben hat. Uranio besitzt neben einigen vielversprechenden Uran-Lizenzen in Argentinien auch einige Uranlizenzen um UraMins Bakouma-Lizenzen in der Zentralafrikanischen Republik (Erläuterung siehe unten) herum. UraMin? – werden Sie sich jetzt sicherlich fragen – wurde die Gesellschaft nicht vom französischen Kernkraft-Riesen Areva geschluckt? Da liegen sie goldrichtig – Areva übernahm UraMin in 2007 für 2,5 Milliarden USD.
In Bakouma hatte UraMin zwei Lizenzen, Uranio besitzt insgesamt 4 Lizenzen, die jeweils nördlich beziehungsweise ost-südöstlich der UraMin- bzw. Areva-Lizenzen liegen. Obwohl noch keine detaillierten Explorationsergebnisse von Uranios Gebieten vorliegen, geschweige denn eine Ressourcenschätzung, war bereits seit einiger Zeit gerüchteweise spekuliert worden, dass die Chinesen davon überzeugt seien, dass Uranios Lizenzgebiete womöglich sogar mehr Uran-Ressourcen aufweisen könnten als die beiden ehemaligen UraMin-Gebiete. Diese Spekulationen haben sich mit der Veröffentlichung einer Übernahmeofferte nun bestätigt. Genaue Details zu einer möglichen Übernahme – inklusive Übernahmepreis, Aktientausch etc. will der Verwaltungsrat von Uranio erst nach eingehender Prüfung herausgeben.
Noch vor etwa zwei Wochen gab das britische Analystenhaus „Equity Development“ eine Analyse zu Uranio heraus, wobei man innerhalb derer von einem kurzfristigen Kursziel von 2,40 Euro je Uranio-Aktie ausging. Langfristig rechnet die vorliegende Studie gar mit einem möglichen Aktienpreis von 4,80 Euro. Ziemlich ambitioniert, angesichts aktueller Kurse unter 0,30 Euro je Aktie. Jedoch muss man auch sehen, dass die Uranio-Aktie im letzten Jahr schon einmal an der 2 Euro-Marke kratzte und dass die Chinesen zwar nichts zu verschenken haben, jedoch über nahezu unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen. Darüber hinaus steht natürlich auch noch die Frage im Raum, ob denn die Lizenzen tatsächlich mehr wert sein könnten, als die beiden ehemaligen UraMin-Gebiete, die zur Zeit der Übernahme durch Areva mit ca. 800 Millionen USD bewertet wurden. Sollte dieser Wert auch für Uranio zu Grunde gelegt werden, dann wären das pro Aktie (inkl. Optionen) etwa 2,85 USD.
Bei einem aktuellen Kurs von unter 30 Euro-Cent sicherlich ein nur schwerlich zu vermittelnder Übernahmepreis, von daher gehen wir von einer niedrigeren Offerte aus, eventuell ein Mischpreis aus den letzten 12 Monaten. Wobei ja noch immer nicht klar ist, ob Uranio ein mögliches Übernahme-Angebot überhaupt annehmen will und wird. Spannend wird es in den nächsten Tagen, Wochen und gar Monaten allemal. Wir bleiben selbstverständlich an diesem Thema für Sie dran
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