Mainstream, deswegen finde ich Sachen wie RT Deutsch auch wichtig. Es ist doch selbstverständlich, dass man die dort verbreiteten Berichte kritisch würdigen muss, da genau wie bei bürgerlichen Medien eine gewisse Weltanschauung dahintersteht und bestimmte Sachverhalte verzerrt dargestellt werden. Aber man könnte den ÖR Medien genauso unterstellen in eine bestimmte Richtung zu agitieren - alleine durch Weglassen bestimmter Meldungen oder durch das übermäßige Gewichten anderer.
Warum z.B. wird der Werdegang des selbsternannten Kremlkritikers Nawalny regelmäßig mit mehrminütigen Reportagen in der 15-minütigen Hauptnachrichtensendung gewürdigt, während man über die Lage von Leuten wie Assange oder Snowden im Prinzip nichts erfährt?
Das ist nur eins von vielen Beispielen.
Ich hatte früher die deutsche Ausgabe der FInancial Times abonniert, nur um mal eine andere Sichtweise auf die Politik mitzubekommen, da merkt man erst, wie ähnlich hier alle berichten. Leider wurde die ja eingestellt. Jetzt bin ich notgedrungen auf "Neues Deutschland" umgestiegen, um überhaupt mal abweichende Standpunkte vom Mainstream in der Presse zu lesen.
Durch die Finanzsorgen in der Presselandschaft wird das immer schlimmer, es gibt nur noch Infopools, wo alle von einander abschreiben und keiner hat mehr eigene Korrespondenten vor Ort, die dann zumindest etwas Hintergrundwissen hätten beisteuern könnten.
Die Alternativlinks, auf die Darki ausweicht, sind allerdings auch unbrauchbar, da im höchsten Maße unseriös und sehr vieles frei erfunden ist. Man weiß ja welche Leute da dahinterstecken und je kruder die Meldungen, umso mehr Aufmerksamkeit - und nur darum gehts - Aufmerksamkeit = Cash.
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