11.12.21 18:14
#1 Ich bin froh darum, ein Systemling zu sein,
weil ich meinen Eltern und Großeltern dankbar dafür bin welche positiven, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sie für uns erreicht haben. DAS lohnt es sich mMn definitiv zu verteidigen!
Ich kann mir aktuell persönlich absolut kein politisches System vorstellen, in dem Vielfalt und Meinungsfreiheit einen vergleichbar hohen Stellenwert haben…trotz aller bestehenden Schwächen. Das wollte ich nur mal kurz sagen.
Und jetzt habt noch ein schönes 3tes Adventswochenende…:-)
11.12.21 22:16
#3 ich werte den Begriff "Systemling" eher negativ,
aber denke, die Dankbarkeit für die Vorfahren ist durchaus für die letzten Jahrzehnte berechtigt. Wobei ich das letzte davon ausnehme, weil mir das angelastet werden wird. Zu Recht. Ich vermute allerdings, daß eine Zeit kommt, wo kritisches Denken nicht mehr so modern ist. Damit meine eigene Untätigkeit nicht mehr so recht zur Sprache kommt. Ob meine Enkel damit glücklicher leben werden, ich will es mir nicht ausmalen.
11.12.21 22:42
#4 #1 dann bist Du nämlich kein Systemling...
sondern konservativ...
Wenn man altes bewahren will... darf man sich nicht jedem beliebigen Zeitgeist unterwerfen. Sondern muss erst abwägen, welche Konsequenzen das haben kann.
So gesehen.. ist der Begriff "Systemling" eher negativ behaftet.
Leider... und das muss ich immer wieder sagen, war unsere Demokratie noch nie so sehr bedroht, wie jetzt... jedoch nicht durch die obligatorischen Feinde, wie Links- u. Rechtsextreme... nein sondern durch uns selbst... und die Angst.
Jeder einzelne muss seinen Kurs der Vernunft halten... und das in stürmischster See..!!!
11.12.21 23:06
#5 Lange hab' ich überlegt, ob ich zu "Systemling"
'was schreiben sollte... Aber natürlich stützen und stabilisieren wir dies politische System,selbst wenn wir nichts tun, ob uns das recht ist oder nicht. Etliche beruhigen sich mit dem Gedanken, den Skari oben vorgetragen hat: Ich kann mir allerdings durchaus etwas besseres vorstellen, und sehe nicht, warum man sich mit dem Erreichten zufriedengeben sollte. Vielen reicht schon der Blick auf das eigene Umfeld, allenfalls unser Land , und sehen nicht die Widersprüche und zunehmenden Ungleichgewichte zwischen Arm und Reich, sowie UNSERE Verantwortung dafür...
Früher habe ich immer sarkastisch gesagt: Ändere das System,(denn wir ordnen ja alles dem System unter..) Aber ich muß zugeben , daß ich nicht daran glaube, das es jemals Mehrheiten dafür geben wird, den Kapitalismus abzuschaffen. Wie schon öfters die Frage: Wann wurde der Begriff "Solidarität" zu einem Unwort ??
12.12.21 12:38
#7 Ist „Systemling“ negativ besetzt?
Genauso wie z.B. „Impfling“ aus meiner Sicht eindeutig „ja“.
Ich wurde auf Ariva nur schon desöfteren (verächtlich) von sich selbst als „konservativ“ bezeichnenden usern genauso genannt…nicht nur von finale.
# 22:42: Sorry Lucky: „konservativ“ ist für mich persönlich mittlerweile definitiv negativ besetzt. „Mittlerweile“ deswegen, da sich inzwischen Kräfte diesen an sich Begriff „zu eigen“ gemacht haben, die mMn nichts bzw. sehr wenig mit demokratischen Werten gemein haben. Ganz im Gegenteil propagiern sie oftmals sogar einen Sturz des bestehenden, politischen Systems. Wenn ich nur die Wahl hätte, mich zwischen den beiden Begriffen „konservativ“ oder „Systemling“ zu entscheiden: Ich könnte sofort sagen, welcher Begriff mir mehr „Unwohlsein“ bereitet.
12.12.21 13:46
#9 Da legst Du den Finger in die Wunde,skari..
Mittlerweile beanspruchen die unterschiedlichen "Parteien" jeweils die Deutungshoheit,und es werden Begriffe nicht nur umgedeutet, sondern geradezu UMGEDREHT. Oft genug wiederholt, prägt sich bei unbefangenen Zuhörern die "neue" Lesart ein.., und das begann nicht erst mit Trump... ob man' s Propaganda oder Framing nennt... fast egal, es sei denn man ist Soziologe..(kleiner Scherz)
"solidarität" mit dieser leidigen impfhetze wurde solidarität zu einem unwort. ard/zdf tragen mit ihrem propaganda- bzw. erziehungsfernsehen sehr stark dazu bei. böhmermann merkt ja selber nicht mehr, wie ausgrenzend und spalterisch er agiert. es wird in diesem land schon darüber diskutiert, ob man überhaupt noch mit menschen, die eine andere meinung haben diskutiert.
die ersten bürger (lehrer, polizisten usw.) zensieren sich doch schon selber, nichts sagen… wer den mund aufmacht muss eben mit den wirtschaftlichen konsequenzen klar kommen.
dieses schleichende gift der ausgrenzung kriecht schon über jahre ins system.
12.12.21 15:32
#13 Böhmermann merkt mehr als du denkst, telev1
Er spaltet mMn genausowenig wie er ausgrenzt. Ausgrenzen tun sich hingegen diejenigen selbsternannten Opfer schon selbst, die das Land am liebsten spalten wollen (es wird ihnen allerdings nicht gelingen). Böhmermann weist nur auf Sachverhalte hin, die angesprochen und nicht verschwiegen werden sollten. Die Art und Weise „Wie“ er das tut kann man mehr oder weniger gut finden. Er provoziert eben einfach…damit ist er aber bestimmt nicht der Erste und Einzige…
12.12.21 18:49
#16 #15:37 so sieht ausgrenzung aus
Genau telev, und deshalb schau ich beim GRÖßTEN DRECKSBLATT Deutschlands und dem Propagandasender auch nicht 'rein! Wie man manipuliert, und Meldung und Meinung durcheinanderquirlt kann man da aber exemplarisch studieren, (wenn man es ertragen kann...)
12.12.21 18:54
#17 #15:22 Wieso denken ALLE.., naja nicht alle,nu.
bis 2015 zurück?? Ab wann war "Geiz geil" Ab wann galt die "Agenda 2010" ich könnte auch noch weiter zurückgehen, aber sicher haben schon einige verstanden, worum es geht. ( Jedenfalls nicht um "Fliegenschi..e")
"und deshalb schau ich beim GRÖßTEN DRECKSBLATT Deutschlands und dem Propagandasender auch nicht 'rein!"
Jan Böhmermann, Markus Lanz und Giovanni di Lorenzo über die Macht des Journalismus, veranstalter DIE ZEIT. So schlecht finde ich DIE ZEIT jetzt nicht.
12.12.21 20:08
#22 Die Mitgliedschaft in einem System bietet Vorte.
Wir kennen es als Solidaritätsprinzip und erleben im Ernstfall via Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung & Rentenversicherung das Gute dieser verordneten Solidargemeinschaft.
Da sind wir alle Systemlinge, skari.
Die Frage ist nun, ob mit oder ohne Not ein Keil in diese Gemeinschaft getrieben wurde. Meine Meinung dazu ist nicht wichtig. Ich denke nur an diese beiden Köpfe:
„Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen Wie man schneller sägen konnte, und fuhren Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen Schüttelten die Köpfe beim Sägen und Sägten weiter.“ — Bertolt Brecht
du möchtest dich nicht mit den aussagen böhmermanns beschäftigen, denn dann müsstest du zugeben, da ist was in schieflage geraten. wer entscheidet, wer in ard/zdf noch reden darf…. antwort böhmermann: „leute die sich damit auskennen“, na super.
Du bist es doch, der Aussagen selektiv verwendet... Böhmermann und ALLE die offen sind, sehen die REALITÄT : Eine pluralistische Gesellschaft, in der ALLEN ( naja fast allen, ist ja 'ne Zeit, also auch Geldfrage) alle Informationswege offen stehen...