https://www.berliner-zeitung.de/...eine-destruktive-energie-li.363449 Spätestens mit der Rebellion aus den Heizungskellern, die das Gebäudeenergiegesetz in einen Schrumpfkopf grüner Ordnungspolitik verwandelt hat, scheint die Strategie einer Klimapolitik auf der Basis individualisierter Schuld jedoch an ihre Grenzen gestoßen zu sein. Im Fall der Letzten Generation führt sie sichtbar in die Verzweiflung, bei den Veränderungswilligen in die Resignation. Einer, der früh erkannt hat, dass der starre Blick auf eine auf fünf vor zwölf stehen gebliebenen Uhr nicht weiterführt, ist der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen. In seinem 2020 erschienenem Essay „Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?“ geht er davon aus, dass die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten sei. Anstelle einer resignativen Selbstblockade plädiert Franzen für eine Ethik des Trotzdem. Es komme nun darauf an, sich auf die Folgen von Bränden, Überschwemmungen und Flüchtlingsströmen vorzubereiten.... und die Selbstzerstörung von Demokratie und staatlichen Strukturen..... Viel wird nun davon abhängen, wie es gelingen kann, die Legitimationsprobleme einer auf Regulierung und Strafe fixierten Politik zu beheben. Gerade jetzt erweist sich die zuletzt häufig benutzte Formel, man müsse die Politik nur besser erklären, als hohle Phrase. ..... |