Nicht alles, was in Alltagsprosa verfasst ist, landet dort, wo es hingehört - ein Beispiel:
Über das Richtig-rüber-Kommen 17.02.17 05:37 #29 oder: Jenseits der Banalität
Abreißkalender für jeden Tag sind in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen. Zu den Vergnügungen, um die uns damit der Drang nach längerfristiger Terminübersicht bringt, gehört die Lektüre des täglichen Spruchs auf der Rückseite des Kalenderblatts - wie etwa des folgenden, den ich vor Jahren einmal beim Abreißen in die Hand bekam:
"Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande."
Eine Banalität. Das weiß nun buchstäblich jedes dreijährige Kind. Schon wollte ich das Blatt verärgert in den Papierkorb werfen, da entdeckte ich unter meinem Daumen einen verdeckten Zusatz. Die vollständige Beschriftung lautete so:
"Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.
Johann Wolfgang von Goethe"
Ach so - von Goethe! Also wohl doch nicht ganz banal. Dann könnte ja auch mehr darin stecken - ...........
[Harald Frîcke - Aphorismus. S. VI] Btw.: Einer meiner Lehrer in LitWiss, dem ich viele Einsichten verdanke.
Hätte ich dies treffender sagen können ???
https://www.ariva.de/forum/adjoeh-545514?page=1#jumppos29
|