Die unglaubliche Geschichte des Bundespräsidenten Wulff wird von den Parteien in ihrer Dimension immer noch unterschätzt. Scheinbar soll Wulff trotz allem im Amt gehalten werden. Übersehen wird, dass der Fall Wulff sich in ein Problem für die sogenannten staatstragenden Parteien verwandeln könnte. Dieser Bundespräsident ist kein Hüter des Grundgesetzes, wie sich in dieser Affäre gezeigt hat, sondern passt eher in eine Bananenrepublik, indem er glaubt, durch entsprechende Anrufe unliebsame Presse-Informationen verhindern zu können. Wulff ist eine totale Fehlbesetzung für das Bundespräsidentenamt.
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/...pressefreiheit/6013572.html
Nicht nur, dass immer mehr Fragen sich zum Dumping-Kredit der BW-Bank für Bettina und Christian Wulff auftun – beispielsweise jene, warum die Nachbesserungen und nachträglichen Normalisierungen immer erst erfolgen, wenn die Journalisten auf der Fährte sind. Nun wurde publik, dass das Staatsoberhaupt mit Drohungen und Einschüchterungen versucht hat, die ursprüngliche Berichterstattung der Bild-Zeitung zu verhindern.
Er warnte – unverständlich, aber gut verstehbar – auf der Mailbox des Chefredakteurs Kai Diekmann vor dem „endgültigen Bruch“ zwischen ihm und der Bild-Zeitung, sollte diese die „unglaubliche Geschichte“ über die Wulff’sche Hausfinanzierung tatsächlich bringen.
Wobei sich – rückblickend betrachtet – „unglaublich“ nicht auf den Wahrheitsgehalt bezogen haben muss, sondern im Sinne von „nicht zu fassen“ zu verstehen ist. Denn das Unglaubliche am Privatkredit der befreundeten Unternehmergattin ist ja gerade, dass alle recherchierten Ungereimtheiten tatsächlich stimmen: von den günstigen Konditionen bis zur Mitreisen des Gatten in Wulffs Wirtschaftsdelegationen. |