Bei einem der blutigsten Anschläge in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs sind in der Stadt Homs mindestens 41 Grundschüler getötet worden. Die Terroristen hatten es gezielt auf Kinder abgesehen. Schauplatz der Bombenexplosionen, über die auch die staatliche Nachrichtenagentur Sana und die Aktivistengruppe Syrisches Beobachtungszentrum für Menschenrechte berichteten, war ein mehrheitlich von Alawiten bewohntes Viertel von Homs. Das ist die schiitische Sekte, zu der auch der syrische Präsident Baschar al-Assad gehört. Die erste Detonation ereignete sich den Angaben zufolge, als Kinder die Schule Ekremah al-Machsumi verließen. Die zweite folgte, als Erwachsene Opfer davontrugen.
In einer der Regierung nahestehenden Facebook-Gruppe wurde Videomaterial veröffentlicht, das offenbar authentische Szenen nach den Explosionen zeigte. "Beeilung! Beeilung! Beeilung! Bringt ihn ins Krankenhaus!", rief ein Mann, während ein anderer ein Kind an dessen Armen wegzuziehen schien. Zwei kleine Mädchen und ein Junge schrien und weinten, als sie davongetragen wurden. Aus einem brennenden Fahrzeug stieg Rauch auf. |