läuft aber auch nicht Gefahr, zu irgendwelchen nationalistischen Ressentuiments zu führen und Spnannungen zwischen Gruppen hervorzurufen. Selbst Schalker/BVBer können mit so einem offensichtlichen Witz umgehen. Bei Nationalstolz ist das schon eine etwas andere Geschichte. Das mag ja alles harmlos und normal sein, aber zumindest normal sollte es meiner Meinung nach nicht sein. Ich kenn auch Leute, für die ist es normal im Fussballstadion den Schieri ne Schwuchtel zu nennen oder die Gegner übelst zu beschimpfen. Ich würd dem schon etwas mehr Anstand entgegensetzen. Das mit den Gauchos mag lustig gemeint gewesen sein, aber kommt halt nicht bei jedem so an. Man kennt doch diese bierseligen Pappenheimer, die gröhlend durch die Gegend laufen und am liebsten gleich den nächsten "Kanaker" aufknüpfen würden. Für die können unsere Nationalspieler sicherlich nichts, aber ich hab sowas durchaus im Hinterkopf, wenn Vorbilder wie es die nationalsspieler nunmal sind, solche Aktionen durchführen. Von einem Skandal ist das weit entfernt. Ich finds halt unsensibel und überflüssig. Es ist halt schwer die Grenzen festzulegen. Und bei vielen Fans frag ich mich, ob sie immernoch feiern, wenn diese Grenzen Stück für Stück weiter aufgeweicht werden. Die Stärkung des Nationalgegfühls sehe ich immer mit Schmerzen. Die Gefahren sind grundsätzlich höher als die Vorteile. Ich kenne eigentlich gar keine Vorteile. Eine Gruppe von Menschen, die sich über die Nation definieren muss, scheint nichts anderes mehr zu haben. Sieht man derzeit auch gut in China. Wenn Ideale verschwinden und man sich nur über Geld und Reichtum definiert, hilft der Nationalstolz als neue Ideologie, um die Widersprüche in der Gesellschaft nicht mehr zu hinterfragen. ... okay, jetzt bin ich doch wieder zu sehr ins Detail gegangen. Na ja, ich wollt nur sagen, den Spielern muss man da nichts vorwerfen, aber ein wenig nachdenklicher sollte man über die Auswirkungen jeder Form und Größe von Verhöhungen Anderer bzw. Überhöhung der eigenen Gruppe (in diesem Fall Nation oder Volk) schon sein, und ist sie noch so klein. Es hat immer irgendeine Auswirkung, und sei es nur auf einen ganz kleinen Teil der Menschen. |