@potz Der Mensch ist von Natur aus kein Raubtier, er wird im Grunde zu einem Raubtier durch sein Umfeld, wie eben den Kapitalismus gemacht. Solange es sich für den Menschen lohnt, seine Mitmenschen zu betrügen, auszubeuten, usw. weil er damit besser leben kann, so werden Menschen dies auch weiterhin tun. Bestes Beispiel sind Unternehmen, welche ihren Wettbewerbsvorteil durch Niedriglöhner aufbauen und ihre Mitarbeiter vie "Vieh" behandeln. Solange es im Kapitalismus aber einen Kostenvorteil bringt, wird es sowas geben. Und würde Beispielsweise Kinderarbeit nicht unter Strafe stehen, so würden selbst hier in Dtl. Kinder arbeiten, weil irgendwer seinen Vorteil daraus ziehen und über seine Schandtaten hinweg blicken würde.
Der Kapitalismus brachte und Wohlstand, doch wie wertvoll ist Wohlstand für den Menschen? Der Mensch ist ein reines Gewohnheitstier und sein Glück hängt im Grunde nicht vom absoluten Wohlstand ab. So ist es wohl auch zu erklären, dass die zuversichtlichsten glücklichsten Menschen aus Afrika stammen und z.B: Deutschland in der Glücklichkeitsskala ziemlich weit hinten liegt. Trotz des Wohlstandes sind wir nicht glücklich und dies liegt u.a. daran, dass Wohlstand kein Einfluss auf Glück hat, sondern vielmehr das soziale Miteinander. Und gerade das soziale Miteinander ist bei uns weitaus weniger gut als in vielen ärmeren Regionen dieser Welt. Betrachtet man Beispielsweise die Scheidungsrate in der DDR, so lag diese 1990 bei 5%, BRD damals bei 25%. Obwohl das System in der DDR diktatorisch war, arrangierten sich die Menschen sozial viel besser miteinander, feierten gemeinsam und Hilfe untereinander war selbstverständlich. Heute gibt es diese Feiern nur noch selten und die Menschen haben sich in ihren Wohnungen zurückgezogen und zeigen ihren Nachbarn lieber, dass sie sich einen BMW leisten können.
Wohlstand ist wie eine Droge für den Menschen, wenn man es ihm ermöglicht, greift er zu, obwohl der Mensch so gebaut ist, dass er keinen Wohlstand braucht um glücklich zu sein oder zu werden. Im Gegenteil, Wohlstand wirkt auch wie eine Droge, der Mensch braucht immer mehr davon um glücklich zu sein und ein Abbau des Wohlstandes kommt einem persönlichen Ruin gleich. Wohlstand ist weiter auch ein gewolltes Mittel um Abhängigkeiten zu schaffen, denn wer viel Energie und Waren braucht, der lässt sich auch gut in dem System "versklaven" und "lenken".
Auch wenn ich selbst ebenfalls der Droge Wohlstand verfallen bin, so habe ich mittlerweile Alles was ich brauche um glücklich zu sein und werde meinen höheren Bildungsabschluss, den ich nächstes Jahr erlange wohl versuchen arbeitszeitsenkend einzusetzen und vielleicht auf 32h runter zu gehen, denn finanziell habe ich Alles was ich brauche.
Achja und nochwas zum Kapitalismus Mehr Geld herauszuholen als rein zu stecken, damit fangen doch die Schuldenprobleme und Pleiten an, denn woher soll das Mehr an Geld kommen? Dieses Gewinnstreben verteuert Produkte nur unnötig, bringt der Gesellschaft jedoch keinen Nutzen. |