Das Problem des vielen gedruckten Geldes ist, dass es am Markt nicht wirksam werden kann und sich auf Konten mehr oder weniger sammelt. Was hätten z.B. die Banken davon, wenn sie die vielen Gelder in den Aktienmarkt drücken würden und die Kurse nach oben pushen? Im Grunde wäre es ein Nullsummenspiel, denn wenn man damit Geld gewinnen will, dann muss man auch Verlierer haben. Doch bei 3% Aktienanlegerquote, wer soll da die Gewinne der Banken bezahlen? Und selbst wenn die Banken sich gegenseitig das Geld wegnehmen würde, müssten sie am Ende wieder den Ausgleich zahlen, so wie deutsche Banken zuletzt übr 80mrd. an spanische Banken gezahlt bzw. ausgeholfen haben.
Anders sieht es momentan noch an den Rohstoffmärkten aus, dort tümmeln sich zwar ebenfalls nicht so viele Privatanleger, doch der Drang nach realen Werten könnte den Banken durchaus gute Gewinne bescheren und den Privatanlegern aus der gedachten sicheren Anlage in Realwerte zur Falle werden lassen.
Um zum Thema zurück zu kommen, wir befinden uns trotz der Geldschwemme in einer sehr schwierigen Lage in der sich Japan übrigens schon seit Anfang der 90er-Jahre befindet. Wir gehen einer Zeit entgegen, bei der es immer mehr Schulden bedarf um das hohe Wachstum aufrecht erhalten zu können. Die Notenbanken werden kaum noch Instrumentarien wie den Leitzins haben, denn ein steigender Leitzins würde die eh schon explodierenden Schuldenberge und Zinsen noch weiter explodieren lassen.
Ohne große Reformen wird die Weltwirtschaft es sehr schwer haben und man wird sehr gut selektieren müssen um am Aktienmarkt dauerhaft Gewinne einfahren zu können. Hyflux, Verbio und Sunways sehe ich hierbei sicherlich als eine gute Selektion, doch fakt ist auch, dass die Unternehmen nicht gänzlich unabhängig der Weltkonjunktur sind. |