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Das Präsidialamt reagierte mit dem Rauswurf des Sprechers offensichtlich auf einen detaillierten Fragenkatalog des stern vom Donnerstagmorgen. Die insgesamt 16 Fragen bezogen sich unter anderem auf wiederholte kostenlose Urlaubsaufenthalte, die Glaeseker in Anwesen des als Partykönig und Promi-Netzwerker geltenden Schmidt verbracht haben soll.
Die Vorwürfe sind für den Bundespräsidenten hoch brisant, weil er selbst persönlich ebenfalls enge Beziehungen zu dem Geschäftsmann unterhält. Zeugen hatten zuvor dem stern gesagt, dass Glaeseker zum Beispiel Ende Oktober 2008 zusammen mit seiner Frau – einer früheren niedersächsischen CDU-Sprecherin - sowie Wulffs damals bereits von ihm geschiedener Gattin Christiane mehrere Tage Gratisurlaub in Schmidts luxuriöser Finca Can Pere Crous in Arbúcies gut 80 Kilometer nördlich von Barcelona in Nordspanien genossen hatte. Die Finca liegt idyllisch in einem Naturpark – ihre Website preist die "paradiesische Landschaft" - und ist mit Sauna und Pool ausgestattet. Laut Preisliste kostet ein Wochenende in dem Anwesen 900 Euro, eine Woche zwischen 1600 und 2400 Euro, jeweils plus Mehrwertsteuer. Der Urlaub bei Schmidt
Die Glaesekers sollen daneben auch in einer Luxuswohnung von Schmidt in Barcelona sowie in Ferienwohnungen des Unternehmers in Banyuls-sur-Mer in Südfrankreich geurlaubt haben. Bis er mit Wulff im Juli 2010 ins Präsidialamt wechselte, war Glaeseker in Hannover Wulffs Sprecher und Staatssekretär in der Staatskanzlei von Niedersachsen. Er war damit auch dort an das für Staatsbedienstete geltende Verbot gebunden, keine Geschenke anzunehmen, die einen Amtsbezug haben. |