Die Diätenerhöhungen sind nun an die Entwicklung der Bruttolöhne gekoppelt, die die Abhängigen vom Statitischen Bundesamt offiziell als Durchschnittsentwicklung in Deutschland ausweisen. Manipulationen gibt es hier wie üblich natürlich nicht. ;-)
Sollten die Bruttolöhne aufgrund wirtschaftlicher Entwicklung jedoch sinken, gibt es bei den unkündbaren Staatsdienern maximal eine Nullrunde, aber keine sinkenden Löhne. Zudem spielen Lücken in der Erwerberbiographie, die normale Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft immer öfter aufweisen, bei der Berechnung der Diätenanpassung oder Besoldungsanpassung keine Rolle. Wenn normale Arbeitnehmer in einer neuen Firma - womöglich nach längerer Arbeitslosigkeit - wieder von ganz unten anfangen müssen, spielt das bei der Lohnentwicklung und damit bei der Anpassung der Diäten und Besoldungen keine Rolle. Deren Entwicklung ist immer linear nach oben gerichtet, maximal gibt es es Nullrunde, aber sinkende Diäten und Besoldungen, sowie Ausfallzeiten beim Verdienst sind ausgeschlossen, ganz egal wie die deutsche Wirtschaft läuft. Über die Jahre und Jahrzehnte koppelt man sich so immer mehr von der Durchschnittsbevölkerung ab, insbesondere dann, wenn die wirtschaftlich schlechteren Zeiten länger anhalten. Außerdem hat es ein gehöriges Geschmäckle, wenn die Angestellten und Abhängigen des Statistischen Bundesamtes feststellen, ja festlegen können, wie die durchschnittliche Bruttolohnentwicklung in Deutschland offiziell sein soll, und können somit die Gehaltsanpassung ihrer Vorgesetzten bestimmen.
Aber vermutlich ist diese Variante immer noch besser, als die untersten Entgeltgruppen massen- und medienwirksam in Szene zu setzen, damit streikende Kita-Erzieherinnen bei der Bevölkerung und bei den Steuerzahlern eine starke Akzeptanz und Solidarität für einen überhöhten Lohnabschluss erzeugen, der dann später als kleine Randnotiz 1zu 1 auf die obersten Entgelt- und Besoldungsgruppen übertragen wird.
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/...iaeten-erhoehung/ |