Die Corona-Rezession reißt zudem ein riesiges Loch in den deutschen Staatshaushalt. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben im ersten Halbjahr zusammen 51,6 Milliarden Euro mehr aus als sie eingenommen haben. Das Defizit entspricht entspricht nach Angaben der Statistiker von Dienstag 3,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Der deutsche Staat dürfte heuer zudem tiefrote Zahlen schreiben, nachdem zuvor acht Jahre in Folge ein Überschuss gelungen war. "Ein Finanzierungsdefizit für die erste Jahreshälfte hatte der Staat zuletzt nach der Finanzmarktkrise im Jahr 2011 verzeichnet", erklärten die Statistiker. Die Steuereinnahmen fielen erstmals seit 2010, und zwar um 3,6 Prozent. Die Ausgaben des Staates erhöhten sich dagegen wegen der Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Krise in der ersten Jahreshälfte um 9,3 Prozent. (Reuters, 25.8.2020)
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