Du sprichst in deinem Post #137 genau das riesen Problem von Conergy an, ganz unabhängig von einer Einigung mit MEMC.
Beim eh schon geringen Eigenkapital von gerade mal 110 Mio.€ (in diesem Jahr wird Conergy wieder rd. 80 Mio.. € Verlust ausweisen !!!) werden sehr hohe latente Steuern ausgewiesen und die bringen einem Unternehmen nur etwas, wenn man Gewinne macht. Aber da ist Conergy noch sehr weit entfernt. Zumal die PV-Branche sich in einem sehr tiefgreifenden Marktbereinigungsprozess befindet. Da wird es verdammt schwer schwarze Zahlen schreiben zu können. Außerdem werden/müssen die Modulpreise in den nächsten 2 Jahre weiter fallen, denn PV ist noch sehr weit weg um beispielsweise mit Wind konkurrieren zu können. Wir reden hier um einen Faktor drei bis fünf um den PV teurer ist als Wind. Unter diesen Voraussetzungen wird es doppelt schwer Gewinne schreiben zu können. Das schafft nur einer der seine Kostenstruktur nach unten schrauben kann. Aber wie soll das Conergy machen können ??? Man kann das Blatt drehen und wenden wie man will, ich finde einfach nichts positives bei Conergy. Der Zug bei PV fährt gerade ab und Conergy kann nur noch winken, denn Conergy hat kein Geld um investieren zu können (z.B. in den weltweiten Vertrieb) oder auch um ihre eigene Produkte weiter zu entwickeln. Neben den Einkaufs- und Mitarbeiterkosten wird der Zukunftsschlüssel für die gesamte PV-Branche die Erhöhung der Wirkungsrade ihrer Produkte sein. Aber wie will da Conergy mit der Konkurrenz mithalten ?? Ohne Moos nichts los !!! So ist das halt bei Conergy.
ridgeback bin aber voll bei dir, denn sollte es wirklich zu einer Einigung zwischen MEMC und Conergy kommen, dann wird zunächst "gezockt dass sie heide wackelt". Erst etwas später wird dann genau hingeschaut wie diese Einigung aussieht und was Conergy dafür bezahlen muss. Danach wird dann wieder fundamental auf Conergy geschaut und die Fundamentels sehen bei Conergy grausam aus. So sehen nur Pleitekandidaten aus. |