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Auszüge....
Speicher reichen für rund zwei Monate Die Speicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus und bilden damit eine Art Puffersystem für den Gasmarkt. Für gewöhnlich sind sie mit Beginn der Heizperiode im Herbst gut gefüllt. Bis zum Frühjahr nehmen die Füllstände dann ab. An kalten Wintertagen werden bis zu 60 Prozent des Gasverbrauchs in Deutschland aus deutschen Speichern abgedeckt.
In den vergangenen Monaten waren die Speicher in den Fokus gerückt, da sie als wichtiger Baustein gelten, um den Winter im Zweifelsfall auch ohne russische Gaslieferungen meistern zu können. "Die Importsituation ist aufgrund des Wegfalls russischer Gaslieferungen komplett anders als in den vergangenen Jahren, daher werden wir im Winter deutlich stärker auf Ausspeicherungen angewiesen sein", erläutert Bleschke.
Doch die Speicher allein können das gar nicht leisten. Zahlen von Bleschkes Verband zeigen: Die Speicher in Deutschland können insgesamt Gas mit einem Energiegehalt von maximal rund 256 Terawattstunden speichern. Das entspricht etwa einem Viertel des jährlichen Gasverbrauchs in Deutschland (rund 1.000 Terawattstunden). "Dieses Speichervolumen alleine kann Deutschland zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate mit Gas versorgen", sagt die Bundesregierung.
Dabei ist jedoch zu beachten: Der Verbrauch würde in einer Gasmangellage deutlich sinken. Schon jetzt wird Gas gespart, sowohl Netzagentur-Chef Müller als auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck werden nicht müde, die Bevölkerung dazu aufzurufen.
Regierung setzt auf LNG und Sparsamkeit Neben Sparsamkeit setzt die Bundesregierung auf Pipeline-Lieferungen aus Norwegen und den Niederlanden, die in den vergangenen Monaten einen größeren Anteil ausgemacht haben als in früheren Jahren.
Darüber hinaus sollen ab Dezember mehrere Anlandeterminals für Flüssiggas (LNG) in Deutschland ans Netz gehen. Dabei gibt es zum einen schwimmende Terminals, die besonders schnell die Gasversorgung unterstützen sollen. Die Floating Storage and Regasification Units (FSRU) können das Flüssiggas in den gasförmigen Zustand zurückverwandeln und in das Netz einspeisen.
Davon hat die Bundesregierung vier Stück gemietet. Zum Ende des Jahres sollen eins in Wilhelmshaven und eins in Brunsbüttel ans Netz gehen. Am Dienstag war Baustart für ein weiteres Terminal in Lubmin. Das vierte soll in Stade zum Einsatz kommen. Darüber hinaus sind an diesen Standorten langfristig feste Terminals geplant, die allerdings deutlich längere Bauzeiten vorsehen.
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