Der Lohn in Deutschland sinkt, die Zahlen kannst du mit der zurückgehenden Arbeitslosigkeit nicht wirklich begründen.
1. hat die Fluktuation der Arbeitnehmer deutlich zugenommen, seitdem es die Möglichkeit der Zeitarbeit und Zeitverträge gibt. Ich selbst arbeite seit 2001 in einem Unternehmen, doch schon 2002 ist man zu Zeitverträgen über gegangen, so dass seither die Fluktuation deutlich zugenommen hat. Man stellt einen Mitarbeiter für 3 Jahre ein, lässt den Zeitvertrag auslaufen und stellt erneut einen Mitarbeiter auf Zeit ein. Eine Lohnsteigerung angesichts der Berufsjahre im Unternehmen ist daher nicht mehr möglich und die Arbeiter fangen immer wieder unten an. Dann gibt es da die Zeitarbeit, die ebenfalls dazu führt, dass die Lohnsteigerungen relativ düster aussehen.
Auch wenn sich die Zeitarbeit nun endlich an den Tarifverträgen orientieren sollte, so werden sie immer am unteren Ende verdienen.
Naja und wenn man mal die Lohnstückkosten betrachten würde, wäre das Minus nochmals deutlich größer. U.a. schimpfen manche Leute darüber, dass Postmitarbeiter zu viel Geld bekommen. Sicherlich sind die Löhne der Postmitarbeiter nicht so schlecht, doch was dabei niemand sieht ist, dass sie im Vergleich zu 2000 heute für gleichen Lohn locker mal 30% mehr leisten müssen. U.a. werden die Reviere größer und müssen die nun auch kleine Pakete mit austeilen.
Das Gute aber ist, dass die jungen Generationen dies mittlerweile immer weniger mitmachen und lieber Hartzen, statt sich ausbeuten lassen zu wollen. Die Zeit der modernen Sklaverei geht denke ich langsam aber sicher vorbei und man wird sich bald viel stärker mit der Motivation der Mitarbeiter beschäftigen müssen, denn im Gegensatz zu heute älteren Generationen fehlt den jungen Leuten so manche Disziplin. Damit sind die jungen Leute jedoch clever, denn sie haben eben gelernt, dass von der ganzen Ausbeuterei sie nicht wirklich profitieren und so gilt das kapitalistische Prinzip, wenig Geld = wenig Leistung ;-)
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