EY Sammelklage ohne Kostenrisiko

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neuester Beitrag:  31.07.20 16:56
eröffnet am: 26.06.20 21:42 von: WireGold Anzahl Beiträge: 132
neuester Beitrag: 31.07.20 16:56 von: Stronzo1 Leser gesamt: 84457
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26.06.20 21:42 #1 EY Sammelklage ohne Kostenrisiko
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106 Postings ausgeblendet.
20.07.20 13:12 #108 Ich hoffe damit...
Niemand etwas von irgendwem wiederbekommt!!!

Die Gewinne nehmen heutzutage alle schön mit aber wehe es gibt Verluste, da sollen alle anderen den Schaden ersetzen und das Geschrei ist groß!!

SO IST BÖRSE!!!  
20.07.20 13:33 #109 goldjunge123.
Auf Ihre Gewinne und Dividenden zahlen alle wenigstens 25% Steuern.
Die Verluste aus dem Wirecard Betrug kann man dagegen nicht von der Steuer absetzen.
Nur gegen künftige Gewinne verrechnen. Das setzt voraus das man in diesem Sumpf aus Betrug überhaupt noch einen weiteren Euro steckt. Kenne viele die sich nach Neuem Markt&Co für IMMER von allen Börsen dieser Welt verabschiedet haben.
 
21.07.20 09:37 #110 Wenn man sich den Hickhack um die Aufkläru.
ansieht, dann gibt es ja vielleicht doch noch ne Möglichkeit, dass der Staat haftbar gemacht werden kann:
http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/...-BB16Yc3L?ocid=ientp
 
22.07.20 23:46 #111 Kostenrisiko
Habe den thread jetzt zugegebenermaßen nicht gelesen, aber Ihr könnt Euch sicher sein: Es gibt keine Sammelklage ohne Prozesskostenrisiko.

Wenn der Prozesskostenfinanzierer wirtschaftlich ausfällt, etwa aufgrund ausbleibenden Erfolg trotz hohen Aufwands, kann er die Anwalts- und Gerichtskosten nicht mehr bezahlen.
Der Prozessfinanzierer wird zudem - gerade wenn die Chancen wie hier höchst ungewiss sind, s. unten - kein ausreichendes finanzielles Polster vorhalten. Risiko für PF ist begrenzt (z.B. Stammeinlage GmbH, Chancen demgegenüber im gesunden Verhältnis).
Die Anwälte wiederum sind nicht so dumm, sich nicht abzusichern und das Risiko, für ihre Tätigkeit nicht entlohnt zu werden, einzugehen.
Könnt einmal (einmal genügt) raten, wer den Anwälten sekundär bei Ausfall des Prozessfinanzierers haftet.

Risiko verwirklicht sich nur dann nicht, wenn es Geld gibt.
Was die Chancen darauf betrifft, sehe ich aber eher schwarz. Entweder der Gegner hat nix (=nicht genug) oder er muss nix zahlen.
Hat nix/nicht genug: Wirecard AG, persönlich Unternehmensverantwortliche wie Braun, Marsalek usw., EY (wegen Haftungsbegrenzung).
Muss nix zahlen: Unternehmensverantwortliche denen man nichts nachweisen kann, D&O-Versicherungen (entweder Vorsatz der Vorstände, oder im Einzelfall Unwissenheit), EY nicht über Haftungsbegrenzung hinaus (kein Vorsatz von EY), staatliche Stellen inkl. BaFin.  
23.07.20 11:40 #112 @kaktusjones
Wenn du glaubst, dass die BAFIN hier zur Verantwortung gezogen werden kann, weisst du offenbar nicht, was dessen Aufgabe ist.
Sie prüft keine Bilanzpositionen, sonder achtet darauf, dass Banken und Versicherungen (die Wirecard-Bank ist nur ein sehr kleiner Teil von Wirecard) gewisse Regeln einhalten oder Prospekte in der richtigen Reihenfolge gegliedert sind.

Nach meinem Empfinden scheidet die BAFIN als Schadenersatzpflichtige aus.
Woraus leitest du deren Verantwortung ab? Wo soll sie grob fahrlässig etwas unterlassen/getan haben?

Ich bezweifle sogar, dass EY grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Unfähigkeit schon, aber die ist leider nicht strafbewehrt.  
23.07.20 16:34 #113 Kanzlei Sommerberg
Guten Tag Schmid 3! Zur Kanzlei Sommerberg: Bin auch Wirecard Geschädigter. Habe, nachdem TILP so träge reagiert hat die Kanzlei Sommerberg mit Vollmacht versehen.  Habe nach Anmeldung über Internet sehr schnell Post bekommen, mit einer langen und schlüssigen Begründung zu meinen Schadensansprüchen.  Nach Vollmachterteilung fiel mir ein, sowas kann man bei jeder x- beliebigen Kanzlei auch abschreiben und Mandanten schicken. Habe dann nach „Erfahrungen mit Kanzlei Sommerberg“ gesucht und sehr negatives Feedback gefunden.  Weiß nun nicht, ob ich die Vollmacht wieder entziehen soll, bevor großartig Kosten entstehen. Wie ist denn deine bisherige Erfahrung mit Sommerberg? Welche Kanzlei hast du beauftragt? Gruß- FraTo  

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23.07.20 16:42 #114 kann man die
philippinische Banken verklagen? Wenn Mitarbeiter manipuliert haben?  
23.07.20 17:06 #115 zu flash
ich denke schon aber das dürfte noch längeres unterfangen werden (internaionale schiene),wie gegen BaFin finanz oder wirtschministerim d. h. jahre .  
23.07.20 23:55 #116 D&O fallen offensichtlich aus..
da sie bei Betrug nicht zahlen müssen.  
23.07.20 23:57 #117 Einzig E+Y
könnten, falls sie nicht zur Rechenschaft gezogen werden, evtl. alle Bezüge aus den Berichtsjahren in einen Schadensersatztopf werfen. Aber wieviel wird das wohl sein?  
24.07.20 00:01 #118 @Samba25
Ja, ich befürchte aber, dass der Staat sich da rauswindet. Die einzige Hoffnung wäre die Tatsache, dass viele Bundestagsabgeordnete (auch Grüne) wahrscheinlich stärker betroffen sind. Und die möchten natürlich ihren Verlust wiederhaben. Da können manchmal die wundersamsten Dinge passieren. Ja evtl auch die  Richter die entscheiden werden....  
24.07.20 00:03 #119 E+Y muss irgendwie reagiern,
sonst droht Vertrauensverlust...  
24.07.20 00:04 #120 Ja, der Brau, was hat der alles getwittert..
und... ich habe dem Crum unrecht getan. Bitter..  
24.07.20 10:38 #121 E&Y beschafft Masken
für die Bundesregierung und verdient damit 10 Millionen. E&Y hat wirklich einen guten Draht zur Bundesregierung:-)
link: https://www.n-tv.de/politik/...afften-die-Masken-article21930323.html  

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24.07.20 11:29 #122 Tilp gegen Bafin
24.07.20 11:39 #123 Ich bin gespannt
Leider führen Amtshaftungsklagen selten zum Erfolg.

Mir fällt kein Beispiel ein, wo es Geld vom Staat für Spekulationsverluste gab.  

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24.07.20 11:49 #124 Dbill
Es geht nicht um Spekulationsverluste, sondern um Schäden, die durch mangelhafte oder unterlassene Prüfungspflichten entstanden sind.
Ob Klage erfolgreich sein wird? Who knows?  
24.07.20 21:30 #125 @hardylein
"Da können manchmal die wundersamsten Dinge passieren. Ja evtl auch die  Richter die entscheiden werden...."

Vergiss es:

§ 48 ZPO:
Selbstablehnung; Ablehnung von Amts wegen
Das für die Erledigung eines Ablehnungsgesuchs zuständige Gericht hat auch dann zu entscheiden, wenn ein solches Gesuch nicht angebracht ist, ein Richter aber von einem Verhältnis Anzeige macht, das seine Ablehnung rechtfertigen könnte, oder wenn aus anderer Veranlassung Zweifel darüber entstehen, ob ein Richter kraft Gesetzes ausgeschlossen sei.  
24.07.20 21:40 #126 Haftung der BAFIN
wegen §4 FinDAG leider mehr als unwahrscheinlich. Die Norm steht zwar in der Kritik verfassungswidrig zu sein, der BGH hat die Anwendung (zuletzt im Jahr 2008, III ZR 277/08) jedoch eindeutig - auch unter europäischen Gesichtspunkten - bejaht.

Man müsste hier also zunächst den gesamten Rechtsweg bis zum BGH ausschöpfen und gegen das dortige Urteil dann im Wege der Verfassungsbeschwerde vorgehen. Das dauert minimum 10 Jahre.

Mit Glück legt ein Gericht bereits vorher schon §4 FinDAG dem BVerfG im Wege der konkreten Normenkontrolle vor.

Ferner könnte - theoretisch - eine abstrakte Normenkontrolle durch einen Antrag von  der Bundesregierung, einer Landesregierung oder von einem Viertel der Abgeordneten des Bundestages beim Bundesverfassungsgericht beantragt werden.


Insgesamt bleibt es dabei: Klage hat sehr wenig Aussicht auf Erfolg. Prozesskostenrisiko extrem hoch. TILP macht sich die Taschen voll.  
25.07.20 22:53 #127 Diese Bafin
26.07.20 11:29 #128 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 28.07.20 20:04
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 
31.07.20 15:39 #129 Prozessfinanziere
Ich habe folgenden Link gefunden, kann mir jemand sagen wie das abläuft mit einem Prozessfin­anzierer und wo man sich da registrier­en muss?

Ich danke den erfahren Mitglieder­n im Forum bereits im Vorfeld.

Da ich noch kein Link einstellen­ kann

recht/kanz­leien-unte­rnehmen/k/­wirecard-i­nsolvenz-o­mni-bridge­­way-q­uinn-e­manuel-anl­eger-klage­-ernst-you­ng/  
31.07.20 16:10 #130 Klarstellung
Ist eigentlich jmd ausser mir aufgefallen, das am Tag der Katastrophe nicht nur die Meldung ausging, dass 1.9 Mrd fehlen, sondern dass "Umsatzwachstum und Mittelzufluss positiv geprüft" wurde ??

Ich habe mich an diesen Satz geklammert und NICHT SOFORT verkauft !!

Wenn der Satz tatsächlich von EY kommt, sind die tod. Mausetod.  
31.07.20 16:23 #131 Umsatzwachstum und Mittelzufluss
Ich habe gestern meinen WhatsApp Chatverlauf vom Tag des Desaster noch einmal angeguckt, ich hatte dort die selbe Aussage geschrieben.

"Das Umsatzwachstum und die Mittelzuflüsse wurden jedenfalls positiv überprüft. Also völliger Betrug kann es schon mal nicht sein."

Weiß leider nicht mehr, wie ich zu dieser Aussage gekommen bin.  
31.07.20 16:56 #132 Müßte eigentlich noch auf der
Company Website stehen..... ich habe es mir gesnipt  
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