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ACM Health Care nutzte Aufschwung
28.07.03 15:58
FONDS professionell
Die Fondsexperten von "FONDS professionell" berichten, dass der ACM Health Care Fonds vom Biotech-Aufschwung profitierte.
Nach zwei schwierigen Jahren deute sich für die Biotechnologiebranche wieder eine merkliche Verbesserung an, glaube Norman Fidel. Für den Fondsmanager des ACM International Health Care Fund (ISIN LU0058720904 / WKN 974522 mit Ausgabeaufschlag; ISIN LU0058721035 / WKN 974523 ohne Ausgabeaufschlag), sei das eine Art Geburtstagsgeschenk, denn der Fonds sei nunmehr seit 20 Jahren auf dem Markt.
Fondsmanager Fidel sehe für die Verbesserung mehrere unterstützende Faktoren. "Der neue Präsident der FDA, die in den USA für die Zulassung neuer Medikamente zuständig ist, hat eine schnellere Bearbeitung der Anträge angekündigt und mit einigen weiteren Äußerungen die Marktteilnehmer überrascht. Das wirkte wie ein Katalysator für die Biotech-Werte", erläutere Fidel.
Außerdem würden die Aktien der Biotechnologiefirmen erfahrungsgemäß dazu tendieren, sich im Einklang mit den anderen an der Nasdaq notierten Werten zu entwickeln und sollten so von dem aktuellen Aufschwung dieser profitieren. "Im Allgemeinen gilt, ist die Nasdaq als Ganzes stark, dann sind es auch die Biotech-Firmen. Das konnten wir 2003 wieder beobachten."
Der ACM International Health Care Fund setze aber nicht ausschließlich auf diese Wachstumsbranche, sondern sei viel breiter angelegt. Er könne ebenso in die eher konventionellen Pharmazieunternehmen und in andere Aktien aus der Gesundheitsbranche investieren. In der Startphase des Fonds hätten die Pharma-Aktien zunächst einen großen Anteil eingenommen. Norman M. Fidel, der den Fonds seit 1988 betreue, erinnere sich an die Situation bei der Auflegung des Portfolios.
"Das Umfeld wurde damals von einer langen Periode hoher Inflationsraten und Zinssätze sowie einer niedrigen Performance der Wachstumswerte bestimmt, die Mitte der 70er Jahre eingesetzt hatte. Erst in den folgenden Jahren wurden die makroökonomischen Faktoren besser, als die Investoren aus den Unternehmen der Grundstoffindustrie in Konsumgüterproduzenten und Dienstleister umschichteten. In der Pharmabranche und Biotechnologie beschleunigte sich zudem die technologische Entwicklung."
In den 15 Jahren, in denen Fondsmanager Fidel das Portfolio verwaltet habe, habe er einige einschneidende Veränderungen in den von im beobachteten Branchen erlebt. Er nenne zum Beispiel den Einsatz von völlig neuartigen biotechnologischen Verfahren wie die Anwendung monoklonaler Antikörper oder die Sequenzierung verschiedener Gene. "Zugleich vollzog sich in dieser Zeit eine Konsolidierung unter den führenden Anbietern medizinischer Dienstleistungen, die Kapital für ein beschleunigtes Wachstum in den USA benötigten. Auch die minimal-invasive Chirurgie kam in dieser Zeit auf, die für den Patienten wesentlich angenehmer und effizienter für die Ärzte ist", füge der Fondsmanager einige weitere Trends hinzu.
Norman M. Fidel führe seine Erfolge als Fondsmanager, er habe sechsmal den höchsten Institutional Investor Buy Side Award gewonnen, vor allem auf die rechtzeitige Identifikation solcher neuer Trends zurück. "Gerade in Branchen, die von einer hohen Dynamik gekennzeichnet sind, muss man eine große Flexibilität unter Beweis stellen und das Portfolio an die veränderten Bedingungen anpassen", erkläre er.
Die Gewichtung des Biotech-Anteils zum Beispiel sei für den Fondsmanager eine wichtige Stellschraube, um eine Outperformance gegenüber dem Index zu erreichen. "Das Portfolio ist gegenwärtig mit etwa 18 Prozent in der Biotech-Branche investiert. Die Benchmark des Fonds, der MSCI World Health Care Index, hat dagegen nur einen Anteil von sieben bis neun Prozent. Den höchsten Anteil erreichten wir Anfang 2000 mit damals 27 Prozent. Anschließend fuhren wir aber wegen der sehr hohen Bewertungen in der Branche unser Engagement in der Biotechnologie wieder zurück", beschreibe Fidel die Strategie in den letzten drei Jahren.
Gegenüber dem Index sei er zumeist in der Biotechnologie über- und in der Pharmabranche untergewichtet. Dennoch sei die Biotechnologie nur ein relativ kleines Element in einem sehr breit angelegten Portfolio. Da der Fonds in eine stark diversifizierte Anzahl von Aktien aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens investiere, würden die Anleger Zugang zu einer sehr vielseitigen und dynamischen Branche erhalten.
Fondsmanager Fidel rechne damit, dass die Gesundheitsbranche auf lange Sicht überdurchschnittlich abschneide, da das ausgezeichnete Gewinnwachstum in der Branche allgemein zu hohen Unternehmensgewinnen führe. Er räume aber ein, dass es kurzfristig durchaus Schwankungen in der Branche geben könne. So entwickle sich die Gesundheitsbranche immer dann überdurchschnittlich, wenn die Wirtschaft insgesamt nur langsam wachse.
Wenn die Marktteilnehmer hingegen mit einem starken wirtschaftlichen Wachstum rechnen würden, dann könne es durchaus zu einer Underperformance der Branche kommen, weil die Investoren dann vor allem Wachstumswerte in der Technologie-Branche und wirtschaftlich sensiblen Branchen bevorzugen würden. "Kurzfristig geht ACM angesichts des gedämpften wirtschaftlichen Wachstums von einer moderaten Outperformance für die Healthcare-Branche aus", skizziere der Fondsmanager die Aussichten für sein Marktsegment.
Nach zwei schwierigen Jahren deute sich für die Biotechnologiebranche wieder eine merkliche Verbesserung an, glaube Norman Fidel. Für den Fondsmanager des ACM International Health Care Fund (ISIN LU0058720904 / WKN 974522 mit Ausgabeaufschlag; ISIN LU0058721035 / WKN 974523 ohne Ausgabeaufschlag), sei das eine Art Geburtstagsgeschenk, denn der Fonds sei nunmehr seit 20 Jahren auf dem Markt.
Fondsmanager Fidel sehe für die Verbesserung mehrere unterstützende Faktoren. "Der neue Präsident der FDA, die in den USA für die Zulassung neuer Medikamente zuständig ist, hat eine schnellere Bearbeitung der Anträge angekündigt und mit einigen weiteren Äußerungen die Marktteilnehmer überrascht. Das wirkte wie ein Katalysator für die Biotech-Werte", erläutere Fidel.
Außerdem würden die Aktien der Biotechnologiefirmen erfahrungsgemäß dazu tendieren, sich im Einklang mit den anderen an der Nasdaq notierten Werten zu entwickeln und sollten so von dem aktuellen Aufschwung dieser profitieren. "Im Allgemeinen gilt, ist die Nasdaq als Ganzes stark, dann sind es auch die Biotech-Firmen. Das konnten wir 2003 wieder beobachten."
Der ACM International Health Care Fund setze aber nicht ausschließlich auf diese Wachstumsbranche, sondern sei viel breiter angelegt. Er könne ebenso in die eher konventionellen Pharmazieunternehmen und in andere Aktien aus der Gesundheitsbranche investieren. In der Startphase des Fonds hätten die Pharma-Aktien zunächst einen großen Anteil eingenommen. Norman M. Fidel, der den Fonds seit 1988 betreue, erinnere sich an die Situation bei der Auflegung des Portfolios.
In den 15 Jahren, in denen Fondsmanager Fidel das Portfolio verwaltet habe, habe er einige einschneidende Veränderungen in den von im beobachteten Branchen erlebt. Er nenne zum Beispiel den Einsatz von völlig neuartigen biotechnologischen Verfahren wie die Anwendung monoklonaler Antikörper oder die Sequenzierung verschiedener Gene. "Zugleich vollzog sich in dieser Zeit eine Konsolidierung unter den führenden Anbietern medizinischer Dienstleistungen, die Kapital für ein beschleunigtes Wachstum in den USA benötigten. Auch die minimal-invasive Chirurgie kam in dieser Zeit auf, die für den Patienten wesentlich angenehmer und effizienter für die Ärzte ist", füge der Fondsmanager einige weitere Trends hinzu.
Norman M. Fidel führe seine Erfolge als Fondsmanager, er habe sechsmal den höchsten Institutional Investor Buy Side Award gewonnen, vor allem auf die rechtzeitige Identifikation solcher neuer Trends zurück. "Gerade in Branchen, die von einer hohen Dynamik gekennzeichnet sind, muss man eine große Flexibilität unter Beweis stellen und das Portfolio an die veränderten Bedingungen anpassen", erkläre er.
Die Gewichtung des Biotech-Anteils zum Beispiel sei für den Fondsmanager eine wichtige Stellschraube, um eine Outperformance gegenüber dem Index zu erreichen. "Das Portfolio ist gegenwärtig mit etwa 18 Prozent in der Biotech-Branche investiert. Die Benchmark des Fonds, der MSCI World Health Care Index, hat dagegen nur einen Anteil von sieben bis neun Prozent. Den höchsten Anteil erreichten wir Anfang 2000 mit damals 27 Prozent. Anschließend fuhren wir aber wegen der sehr hohen Bewertungen in der Branche unser Engagement in der Biotechnologie wieder zurück", beschreibe Fidel die Strategie in den letzten drei Jahren.
Gegenüber dem Index sei er zumeist in der Biotechnologie über- und in der Pharmabranche untergewichtet. Dennoch sei die Biotechnologie nur ein relativ kleines Element in einem sehr breit angelegten Portfolio. Da der Fonds in eine stark diversifizierte Anzahl von Aktien aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens investiere, würden die Anleger Zugang zu einer sehr vielseitigen und dynamischen Branche erhalten.
Fondsmanager Fidel rechne damit, dass die Gesundheitsbranche auf lange Sicht überdurchschnittlich abschneide, da das ausgezeichnete Gewinnwachstum in der Branche allgemein zu hohen Unternehmensgewinnen führe. Er räume aber ein, dass es kurzfristig durchaus Schwankungen in der Branche geben könne. So entwickle sich die Gesundheitsbranche immer dann überdurchschnittlich, wenn die Wirtschaft insgesamt nur langsam wachse.
Wenn die Marktteilnehmer hingegen mit einem starken wirtschaftlichen Wachstum rechnen würden, dann könne es durchaus zu einer Underperformance der Branche kommen, weil die Investoren dann vor allem Wachstumswerte in der Technologie-Branche und wirtschaftlich sensiblen Branchen bevorzugen würden. "Kurzfristig geht ACM angesichts des gedämpften wirtschaftlichen Wachstums von einer moderaten Outperformance für die Healthcare-Branche aus", skizziere der Fondsmanager die Aussichten für sein Marktsegment.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 481,952 € | 482,177 € | -0,225 € | -0,05% | 17.04./10:15 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0058720904 | 974522 | 521,15 € | 425,46 € | |
Werte im Artikel




