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Aktiver Fondsmanager aus Großbritannien erwägt Auflage von ETFs - ETF-News
07.06.24 11:00
FONDS professionell
Wien (www.fondscheck.de) - Börsengehandelte Fonds mit aktivem Management erfahren großes Interesse, so die Experten von "FONDS professionell".
So ziehe der britische Asset Manager Jupiter den Start aktiver ETFs in Betracht. Daneben wolle das Haus sein internationales Geschäft ausbauen - und damit die Absatzschwäche im Heimatmarkt überwinden.
Die britische Fondsgesellschaft Jupiter erwäge die Auflage von börsengehandelten Fonds. "Unsere Strategien wollen wir durchaus auch in andere Vehikel verpacken, etwa in aktive ETFs", sage Mathias Müller, Co-Chef der Client Group bei Jupiter, im Gespräch mit "FONDS professionell". "Mit aktiven ETFs erreichen wir auch Zielgruppen, die wir bislang nicht hatten", sei der Manager überzeugt. Details zum Einstieg in das Produktsegment seien aber noch offen.
Eine Option sei, das ETF-Geschäft selbst aufzubauen, erläutere Müller. "Ein Zukauf eines Anbieters oder eine Kooperation mit externen Dienstleistern wäre ebenfalls eine Möglichkeit", erkläre Müller. "Das Gute ist, wir können es einfach ausprobieren und gegebenenfalls einfach unseren Kurs korrigieren." Aktive ETFs würden in den USA ein großes Wachstum erfahren. Hierbei würden die Fonds nicht nur ein herkömmliches Börsenbarometer abbilden, sondern Elemente des aktiven Managements aufweisen.
In Europa würden aktive ETFs noch in der Nische verharren. Nicht einmal zwei Prozent des gesamten ETF-Volumens liege in aktiven Strategien. Doch auch auf dem alten Kontinent wachse die Nachfrage. Anbieter wie J.P. Morgan Asset Management, Pimco, Fidelity oder Franklin Templeton würden Produkte auf den Markt schieben. Jüngst habe auch Branchenprimus BlackRock das Feld betreten, wie FONDS professionell exklusiv berichtet habe. Neben Jupiter habe auch Allspring Global Investments, ehemals Wells Fargo Asset Management, die Auflage aktiver ETFs angekündigt, wie Firmenchef Joe Sullivan im Interview gesagt habe. Zuletzt habe sich Janus Henderson mit dem Kauf von Tabula den ETF-Kanal erschlossen.
Jupiter hoffe zudem, die Absatzschwäche im Heimatmarkt Großbritannien auszugleichen. Das Wholesale-Geschäft im Heimatmarkt stelle "eine Herausforderung" dar, berichte Dominik Issler, Länderchef Deutschland und Österreich von Jupiter. "Die Anleger neigen zu einer ausgeprägten Home Bias und investieren stark in britische Aktien", erläutere der Länderchef. Vertriebsmanager Müller ergänze: "Der britische Aktienmarkt entwickelte sich in letzter Zeit schwach und es kam zu Mittelabzügen."
Dies treffe Jupiter. Das Haus sei traditionell sehr auf das Wholesale-Geschäft in Großbritannien ausgerichtet. "Dieser Fokus wurde schon erweitert", betone Müller. "Aber wir wollen das europäische und das institutionelle Geschäft noch deutlich ausbauen", so Müller. "Dabei haben wir Deutschland und Italien als Kernmärkte definiert." Müller sei 2022 zu Jupiter gestoßen und habe im Oktober 2023 zusammen mit Maximilian Günzl die Leitung der Client Group des Hauses übernommen. Während Günzl praktisch ein Jupiter-Eigengewächs sei, sei Müller von BIT Capital gekommen. Er habe zuvor bei Allianz Global Investors gearbeitet.
In Deutschland und Österreich habe das Haus Issler zufolge bereits viel erreicht. "Wir sind da angekommen, wo wir hinwollten", sage er. "Wir haben im deutschen und österreichischen Markt eine gewisse Fallhöhe erreicht. Wir sind aus dem Markt nicht mehr wegzudenken." Im Wholesale-Geschäft habe Jupiter eine sehr gute Reichweite erzielt. "Im diskretionären und im institutionellen Geschäft können und wollen wir dagegen noch weiter wachsen."
Neben aktiven ETFs und einer breiteren Kunden- und Länderbasis wollten die Briten auch mit ihrem ganzen Produktsortiment punkten. "Wir steckten bei vielen Anlegern in der Schublade Unconstrained-Bond-Strategien", sage Müller und spiele damit auf, den von Ariel Bezalel gesteuerten Jupiter Dynamic Bond an. "Mit Augenmaß wollen wir aber weitere Strategien voranbringen."
Der Jupiter Dynamic Bond sei sicherlich das Flaggschiff im Vertrieb, ergänze Issler. "Daneben wollen wir uns aber mit weiteren Themen positionieren, etwa mit dem Asia Pacific Income in asiatischen Aktien - aber abseits von China", sage Issler. "Kommunismus ist nicht gut für den Shareholder Value", so der Länderchef. (07.06.2024/fc/n/e)
So ziehe der britische Asset Manager Jupiter den Start aktiver ETFs in Betracht. Daneben wolle das Haus sein internationales Geschäft ausbauen - und damit die Absatzschwäche im Heimatmarkt überwinden.
Die britische Fondsgesellschaft Jupiter erwäge die Auflage von börsengehandelten Fonds. "Unsere Strategien wollen wir durchaus auch in andere Vehikel verpacken, etwa in aktive ETFs", sage Mathias Müller, Co-Chef der Client Group bei Jupiter, im Gespräch mit "FONDS professionell". "Mit aktiven ETFs erreichen wir auch Zielgruppen, die wir bislang nicht hatten", sei der Manager überzeugt. Details zum Einstieg in das Produktsegment seien aber noch offen.
Eine Option sei, das ETF-Geschäft selbst aufzubauen, erläutere Müller. "Ein Zukauf eines Anbieters oder eine Kooperation mit externen Dienstleistern wäre ebenfalls eine Möglichkeit", erkläre Müller. "Das Gute ist, wir können es einfach ausprobieren und gegebenenfalls einfach unseren Kurs korrigieren." Aktive ETFs würden in den USA ein großes Wachstum erfahren. Hierbei würden die Fonds nicht nur ein herkömmliches Börsenbarometer abbilden, sondern Elemente des aktiven Managements aufweisen.
Jupiter hoffe zudem, die Absatzschwäche im Heimatmarkt Großbritannien auszugleichen. Das Wholesale-Geschäft im Heimatmarkt stelle "eine Herausforderung" dar, berichte Dominik Issler, Länderchef Deutschland und Österreich von Jupiter. "Die Anleger neigen zu einer ausgeprägten Home Bias und investieren stark in britische Aktien", erläutere der Länderchef. Vertriebsmanager Müller ergänze: "Der britische Aktienmarkt entwickelte sich in letzter Zeit schwach und es kam zu Mittelabzügen."
Dies treffe Jupiter. Das Haus sei traditionell sehr auf das Wholesale-Geschäft in Großbritannien ausgerichtet. "Dieser Fokus wurde schon erweitert", betone Müller. "Aber wir wollen das europäische und das institutionelle Geschäft noch deutlich ausbauen", so Müller. "Dabei haben wir Deutschland und Italien als Kernmärkte definiert." Müller sei 2022 zu Jupiter gestoßen und habe im Oktober 2023 zusammen mit Maximilian Günzl die Leitung der Client Group des Hauses übernommen. Während Günzl praktisch ein Jupiter-Eigengewächs sei, sei Müller von BIT Capital gekommen. Er habe zuvor bei Allianz Global Investors gearbeitet.
In Deutschland und Österreich habe das Haus Issler zufolge bereits viel erreicht. "Wir sind da angekommen, wo wir hinwollten", sage er. "Wir haben im deutschen und österreichischen Markt eine gewisse Fallhöhe erreicht. Wir sind aus dem Markt nicht mehr wegzudenken." Im Wholesale-Geschäft habe Jupiter eine sehr gute Reichweite erzielt. "Im diskretionären und im institutionellen Geschäft können und wollen wir dagegen noch weiter wachsen."
Neben aktiven ETFs und einer breiteren Kunden- und Länderbasis wollten die Briten auch mit ihrem ganzen Produktsortiment punkten. "Wir steckten bei vielen Anlegern in der Schublade Unconstrained-Bond-Strategien", sage Müller und spiele damit auf, den von Ariel Bezalel gesteuerten Jupiter Dynamic Bond an. "Mit Augenmaß wollen wir aber weitere Strategien voranbringen."
Der Jupiter Dynamic Bond sei sicherlich das Flaggschiff im Vertrieb, ergänze Issler. "Daneben wollen wir uns aber mit weiteren Themen positionieren, etwa mit dem Asia Pacific Income in asiatischen Aktien - aber abseits von China", sage Issler. "Kommunismus ist nicht gut für den Shareholder Value", so der Länderchef. (07.06.2024/fc/n/e)
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