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Comgest-Fondsmanager: "Wir agieren unabhängig von jeder Benchmark" - Fondsnews
02.04.20 12:40
FONDS professionell
Wien (www.fondscheck.de) - Der Magellan C von Comgest ist eines der führenden Schwellenländerportfolios mit einer sehr langen Historie, die bis ins Jahr 1988 zurückreicht, so die Experten von "FONDS professionell".
Die Experten hätten mit den verantwortlichen Fondsmanagern Wojciech Stanislawski und Emil Wolter über deren Quality-Growth-Ansatz gesprochen.
Es gebe nicht viele Investmentfonds, die eine mehr als 30-jährige Historie aufweisen könnten. Auf den von der französischen Fondsgesellschaft Comgest verwalteten Magellan C treffe das zu. Seit Ende 1994 würden die Franzosen den 1988 aufgelegten Emerging-Markets-Aktienfonds managen, der heute ein beachtliches Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro aufweise.
Über einen sehr langen Vergleichszeitraum von 20 Jahren könne der Fonds durch eine signifikante Outperformance gegenüber Vergleichsindex und Peergroup überzeugen. Selbst über zehn Jahre müsse sich das Fondsmanagement nicht hinter dem Wettbewerb verstecken. Es scheine aber eine Art Muster in der Performanceentwicklung zu geben. Der Magellan C bleibe in aufwärts tendierenden Märkten hinter Index und Konkurrenz zurück, während die beiden verantwortlichen Fondsmanager es bei Marktrückgängen schaffen würden, die Verluste für ihre Kunden geringer als andere zu halten.
Die Experten hätten es genauer wissen wollen, vor allem was sich hinter einer Strategie verberge, die Comgest als Quality-Growth-Ansatz beschreibe, der sich auf eine relativ kleine Zahl von 40 bis 50 Werten qualitativ hochwertiger Firmen konzentriere - und hätten deshalb Wojciech Stanislawski und Emil Wolter zu einem Analysegespräch in der Pariser Zentrale des Asset Managers besucht.
Die wichtigsten Zitate aus dem Interview:
Wojciech Stanislawski: "Für uns spielt es im Grunde keine Rolle, wo die qualitativ hochwertigen Unternehmen, in die wir investieren, angesiedelt oder in welchen Branchen sie tätig sind. Die Zusammensetzung des Fonds erfolgt vielmehr vollkommen losgelöst von irgendeiner Benchmark und zu 100 Prozent Bottom-up."
Wojciech Stanislawski: "Für uns spielen zwei Aspekte eine wesentliche Rolle: die langfristige Vorhersehbarkeit, mit der ein Unternehmen seine Erträge beziehungsweise sein Ertragswachstum erzielt und die Transparenz bezüglich der Art und Weise wie es diesen Ertrag erzielt. Das hat den Vorteil, dass sich unser Konzept einem Kunden relativ einfach erklären lässt."
Emil Wolter: "An allererster Stelle geht es um die Durchschaubarkeit und Verständlichkeit des Geschäftsmodells eines Unternehmens. Wenn wir Schwierigkeiten haben zu verstehen, wie ein Unternehmen seine Umsätze und seine Gewinne erwirtschaftet, lassen wir lieber die Finger davon."
Emil Wolter: "Wir betrachten eine gewisse Schwankungsbreite des Aktienkurses eines Unternehmens nicht als problematisch, solange die langfristige Wachstumsstory stimmt. Problematisch wird es bei einer erhöhten Volatilität der Erträge. Was wir nicht mögen sind Unternehmen, deren Gewinne in einem Jahr um 90 Prozent zurückgehen, um vielleicht im Folgejahr um 100 Prozent zu steigen."
Wojciech Stanislawski: "Generell lässt sich sagen, dass die Unternehmen im Magellan-Fonds dazu tendieren, in seitwärts und abwärts tendierenden Märkten deutlich widerstandsfähiger zu bleiben als andere. Die Gewinne unserer Qualitätsunternehmen sind stabiler und vorhersehbarer, weil sie Wettbewerbsvorteile aufgebaut haben. Von daher weist die Performance des Portfolios traditionell einen eher defensiven Charakter auf."
Emil Wolter: "Das macht unseren Fonds gerade für einen langfristig orientierten Investor insofern interessanter, als der eben nicht die Eintagsfliege bei der Performance sucht, die im nächsten Jahr wieder entfleucht sein wird. Denn dieser Anleger sucht ja gerade nach einer langfristig überdurchschnittlichen Performance bei gleichzeitig typischerweise geringerer Volatilität." (News vom 01.04.2020) (02.04.2020/fc/n/s)
Die Experten hätten mit den verantwortlichen Fondsmanagern Wojciech Stanislawski und Emil Wolter über deren Quality-Growth-Ansatz gesprochen.
Es gebe nicht viele Investmentfonds, die eine mehr als 30-jährige Historie aufweisen könnten. Auf den von der französischen Fondsgesellschaft Comgest verwalteten Magellan C treffe das zu. Seit Ende 1994 würden die Franzosen den 1988 aufgelegten Emerging-Markets-Aktienfonds managen, der heute ein beachtliches Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro aufweise.
Über einen sehr langen Vergleichszeitraum von 20 Jahren könne der Fonds durch eine signifikante Outperformance gegenüber Vergleichsindex und Peergroup überzeugen. Selbst über zehn Jahre müsse sich das Fondsmanagement nicht hinter dem Wettbewerb verstecken. Es scheine aber eine Art Muster in der Performanceentwicklung zu geben. Der Magellan C bleibe in aufwärts tendierenden Märkten hinter Index und Konkurrenz zurück, während die beiden verantwortlichen Fondsmanager es bei Marktrückgängen schaffen würden, die Verluste für ihre Kunden geringer als andere zu halten.
Die Experten hätten es genauer wissen wollen, vor allem was sich hinter einer Strategie verberge, die Comgest als Quality-Growth-Ansatz beschreibe, der sich auf eine relativ kleine Zahl von 40 bis 50 Werten qualitativ hochwertiger Firmen konzentriere - und hätten deshalb Wojciech Stanislawski und Emil Wolter zu einem Analysegespräch in der Pariser Zentrale des Asset Managers besucht.
Wojciech Stanislawski: "Für uns spielt es im Grunde keine Rolle, wo die qualitativ hochwertigen Unternehmen, in die wir investieren, angesiedelt oder in welchen Branchen sie tätig sind. Die Zusammensetzung des Fonds erfolgt vielmehr vollkommen losgelöst von irgendeiner Benchmark und zu 100 Prozent Bottom-up."
Wojciech Stanislawski: "Für uns spielen zwei Aspekte eine wesentliche Rolle: die langfristige Vorhersehbarkeit, mit der ein Unternehmen seine Erträge beziehungsweise sein Ertragswachstum erzielt und die Transparenz bezüglich der Art und Weise wie es diesen Ertrag erzielt. Das hat den Vorteil, dass sich unser Konzept einem Kunden relativ einfach erklären lässt."
Emil Wolter: "An allererster Stelle geht es um die Durchschaubarkeit und Verständlichkeit des Geschäftsmodells eines Unternehmens. Wenn wir Schwierigkeiten haben zu verstehen, wie ein Unternehmen seine Umsätze und seine Gewinne erwirtschaftet, lassen wir lieber die Finger davon."
Emil Wolter: "Wir betrachten eine gewisse Schwankungsbreite des Aktienkurses eines Unternehmens nicht als problematisch, solange die langfristige Wachstumsstory stimmt. Problematisch wird es bei einer erhöhten Volatilität der Erträge. Was wir nicht mögen sind Unternehmen, deren Gewinne in einem Jahr um 90 Prozent zurückgehen, um vielleicht im Folgejahr um 100 Prozent zu steigen."
Wojciech Stanislawski: "Generell lässt sich sagen, dass die Unternehmen im Magellan-Fonds dazu tendieren, in seitwärts und abwärts tendierenden Märkten deutlich widerstandsfähiger zu bleiben als andere. Die Gewinne unserer Qualitätsunternehmen sind stabiler und vorhersehbarer, weil sie Wettbewerbsvorteile aufgebaut haben. Von daher weist die Performance des Portfolios traditionell einen eher defensiven Charakter auf."
Emil Wolter: "Das macht unseren Fonds gerade für einen langfristig orientierten Investor insofern interessanter, als der eben nicht die Eintagsfliege bei der Performance sucht, die im nächsten Jahr wieder entfleucht sein wird. Denn dieser Anleger sucht ja gerade nach einer langfristig überdurchschnittlichen Performance bei gleichzeitig typischerweise geringerer Volatilität." (News vom 01.04.2020) (02.04.2020/fc/n/s)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 25,507 € | 25,274 € | 0,233 € | +0,92% | 17.04./07:48 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| FR0000292278 | 577954 | 25,51 € | 17,90 € | |


