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Core-Satellite-Strategie im Fokus


20.11.08 14:51
Lyxor Asset Management

Paris (aktiencheck.de AG) - An den internationalen Börsen geben die Kurse nach, die Aktienmärkte der Schwellenländer brechen ein, die Eurozone befindet sich in der Rezession und im Januar 2009 tritt die Abgeltungsteuer in Kraft - während einerseits das aktuelle Marktumfeld viele Investoren verunsichert, sehen andererseits Experten gute Einstiegsmöglichkeiten, so die Experten von Lyxor Asset Management.

Wer diese Chancen nutzen und dabei sein Portfolio sinnvoll strukturieren möchte, komme an der so genannten Core-Satellite-Strategie kaum vorbei. Bei dieser Strategie werde der Hauptanteil des zu investierenden Kapitals auf breit diversifizierte Anlageinstrumente verteilt. Dieser Hauptteil bilde das Kern- beziehungsweise Core-Investment. Der kleinere Teil des Kapitals werde in die Satelliten-Investments angelegt. Zu diesen Anlagen würden beispielsweise Branchenfonds gehören.

"Der entscheidende Vorteil dieser Strategie ist, dass der Investor die Risiken in seinem Depot reduzieren und gleichzeitig seine Renditechancen erhöhen kann", erläutert Michael Winker, Director Portfolio Management bei Feri Institutional Advisors im aktuellen Kundenmagazin von Lyxor Asset Management mit dem Schwerpunkt Core-Satellite-Strategie. "Der Anleger kann mit diesem Konzept ein Portfolio zusammenstellen, das auf lange Sicht tragfähig ist und nicht ständig große Umschichtungen erfordert", sage Winker.

"Wer sein Basisinvestment einmal gefunden hat und daran festhält, neigt zudem weniger dazu, bei Börsenturbulenzen überstürzt zu reagieren und Anpassungen im Depot vorzunehmen. Der Investor vermeidet so die Konsequenzen einer bekannten Börsenregel: Hin und Her macht Taschen leer", so der Experte.

Die Core-Satellite-Strategie biete auch vor dem Hintergrund der Abgeltungsteuer Vorteile. Denn wer noch in diesem Jahr in Investmentfonds wie ETFs als Basisanlage investiere, könne Kursgewinne nach einer Haltedauer von einem Jahr auch künftig steuerfrei realisieren. "Für jede Anpassung oder Umschichtung im Depot fallen ab kommendem Januar 25 Prozent Abgeltungsteuer an - zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer", sensibilisiere Christian Eberbach, Steuerexperte bei KPMG im aktuellen Magazin.

Doch steuerliche Aspekte sollten nicht alleine die Anlageentscheidung beeinflussen. "Auch die Kriterien Rendite, Flexibilität und Risiko spielen eine Rolle und relativieren häufig die steuerlichen Gesichtspunkte", heiße es zum Beispiel von Verbraucherschützern. Die entsprechende Risikostreuung sei für Privatanleger heute zudem so einfach wie nie. Hintergrund sei das gesteigerte Angebot an ETF-Sparplänen, das einen weiteren Schwerpunkt im aktuellen Kundenmagazin darstelle. Denn ETF-Sparpläne würden ermöglichen, auch mit kleinen Beträgen ein breit diversifiziertes Portfolio aufzubauen.

"Anleger können mittlerweile bei der Umsetzung ihrer Core-Satellite-Strategie alle wichtigen Anlageklassen mithilfe eines ETF-Sparplans abdecken - darunter gibt es auch zahlreiche auf Lyxor-ETFs", sagt Thomas Meyer zu Drewer, der das ETF-Geschäft von Lyxor Asset Management in Deutschland und Österreich leitet. (20.11.2008/fc/n/s)