DJE Dividende & Substanz-Fonds von Morningstar heruntergestuft - Fondsnews


02.09.14 14:53
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondsanalysten von Morningstar haben das Rating des DJE Dividende & Substanz heruntergesetzt, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Fonds verfüge seit August nur noch über das Morningstar-Analyst-Rating "neutral". Zuvor sei der global investierende Dividendenfonds der DJE Kapital mit "Bronze" benotet worden: "In den letzten Jahren haben sich neben der Rendite auch die Risikokennzahlen eingetrübt, während von der Gebührenseite keine Erleichterung erkennbar ist", schreibe Morningstar-Analystin Natalia Wolfstetter zur Begründung der Abstufung. Die Rating-Note "neutral" bringe dabei zum Ausdruck, dass bei einem Fonds für die Zukunft keine überdurchschnittlichen Leistungen gegenüber vergleichbaren Produkten zu erwarten seien.

Der von Jan Ehrhard gemanagte Fonds setze auf dividendenstarke internationale Aktien mit günstiger Bewertung. Mit diesem Ansatz habe der Fonds in den vergangenen fünf Jahren eine Performance von 50,43 Prozent (8,5% p.a.) erzielt. Damit sei er in seiner Morningstar-Kategorie (Aktien weltweit dividendenorientiert) über diesen Zeitraum nicht mehr in den Top-20 vertreten. Gleiches gelte für die Performance im laufenden Jahr, wo ein Plus von 5,24 Prozent in den Büchern stehe.

Die neue Note bringe nach Angaben von Morningstar vor allem eine vorsichtige Haltung zu den Neuerungen, unter anderem im Research-Prozess, zum Ausdruck. Dabei spiele die Steuerung der Cash-Quote aufgrund von fundamentalen, monetären und technischen Indikatoren eine große Rolle. Diese seien seit diesem Jahr in einer Datenbank nunmehr täglich aktualisiert verfügbar und könnten zu Länder- und Sektorüberblicken aggregiert werden können, was die relative Bewertungsanalyse unterstützen solle.

Auch auf der Portfoliokonstruktion gebe es Neuerungen. Ehrhardt begrenze künftig die Sektorabweichungen gegenüber dem MSCI World auf maximal sechs Prozent und wolle Einzeltitelgewichte tendenziell unter vier Prozent halten. "Wir sehen in der neuen Datenbank durchaus eine Stärkung des Researchprozesses, aber keinen Grund zu Vorschusslorbeeren", so Wolfstetters Urteil.

Während die Fondsanalystin die Qualität des Fondsmanagements positiv einschätze, bleibe die Bewertung der Gebühren auch nach der Umstellung der Performance Fee negativ. Die laufenden Kosten der Publikumstranche "P" lägen über dem Kategorie-Median.

Die bisherige Erfolgsgebühr in Höhe von zehn Prozent auf die Überrendite zum MSCI Welt Kursindex sei im Juli 2014 durch eine Gebühr in Höhe von zehn Prozent auf die Mehrrendite über sechs Prozent ersetzt worden. "Zwar wurde eine High Water Mark eingeführt, doch setzt diese erst Ende Juni 2014 ein, was angesichts der mehrjährigen deutlichen Underperformance enttäuschend ist", schreibe die Analystin und ergänze: "Die institutionellen Tranchen erheben keine Erfolgsgebühr".

Unverändert positiv würden die Einschätzungen von Morningstar zu den anderen DJE-Flaggschifffonds Astra-Fonds (ISIN DE0009777003 / WKN 977700) und FMM-Fonds bleiben, die von Unternehmensgründer Jens Ehrhardt verwaltet würden. Sie würden unverändert ein "Silver"-Rating aufweisen. (02.09.2014/fc/n/s)





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