Dachfonds im Krisentest


21.08.06 10:54
FundResearch

München (aktiencheck.de AG) - Wie gut Dachfonds die Phase seit dem 9. Mai 2006 meistern, zeigen die Experten von "FundResearch" am Beispiel des smart-invest HELIOS AR sowie der A2A-Dachfonds.

Der 9. Mai 2006 habe die Börsen weltweit aus dem Takt gebracht. Drei Jahre seien die Aktienkurse zuvor gestiegen. Rückschläge seien selten gewesen. Und wenn, seien sie ideal gewesen, um wieder einzusteigen. Seit gut drei Monaten würden die Kurse aber trendlos tendieren.

Dachfonds würden auf einer großen Klaviatur spielen. Die Experten würden sich die Frage stellen, ob sie sich jetzt gut behaupten könnten. Gleich der erste Kursrutsch nach dem 9. Mai habe nahezu alle Dachfonds hart getroffen. Das gelte auch für den smart-invest HELIOS AR. "Rückschläge kann man in solchen Phasen nicht völlig vermeiden", räume Arne Sand ein, der den Dachfonds berate.

Sand habe den smart-invest HELIOS AR jedoch als Absolute Return Fonds konzipiert. Verluste wolle er begrenzen. Daher könne der Stuttgarter Vermögensverwalter seine Aktienquote rasch von 100 auf Null Prozent senken. Folge: Anfang Mai habe seine Aktienquote noch bei 98 Prozent, Ende Mai bei Null Prozent gelegen. Mittlerweile liege die Quote bei 70 Prozent. Denn Sand mache bereits wieder einige Trends aus, die ihm sein Trendfolge-Modell signalisiere. Vor allem in den "Angst- und Giermärkten - so nenne er Schwellenländer und einzelne Branchen wie Rohstoffe oder Energie, in die er bevorzugt investiere.

Markus Kaiser habe seine Aktien-Skepsis bereits vor dem 9. Mai entwickelt. "Unsere Modelle haben angezeigt, dass Aktien überbewertet sind", sage der Manager der A2A-Dachfonds. Zwar habe Kaiser seinen Aktienanteil nicht sofort gesenkt, Osteuropa- und Lateinamerika-Fonds habe er aber verkauft. Im Gegenzug habe er europäische Aktienfonds gekauft. "Die starke Performance der Schwellenländer bis zum 9. Mai haben wir damit zwar verpasst, anschließend hat uns der Kursrückschlag aber auch nicht so hart getroffen", betone er.

"Unsere Stärke ist es, dass wir flexibel und kurzfristig agieren können", beschreibe Kaiser seine Philosophie. Dazu zähle auch die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen. Bei den vier A2A-Dachfonds habe er dafür jeweils vordefinierte Bandbreiten. Derzeit liege die strategische Aktienquote jeweils beim Minimum. Beim A2A DEFENSIV (ISIN DE0005561666 / WKN 556166) betrage sie zum Beispiel nahezu Null Prozent. "Das kann sich aber schnell wieder ändern", betone Kaiser.

Das Problem zuletzt: Auch mit Anleihen hätten Sand und Kaiser nicht viel Geld verdienen können. Denn würden die Zinsen steigen, würden Bonds Verluste machen. Sand habe daher in Geldmarkt- und Kurzläuferfonds investiert. So habe er Kursverluste vermeiden können. Kaiser habe in den vergangenen Monaten ABS- und Absolute Return Fonds gehalten. Inzwischen halte er wieder einen Indexfonds (ETF), der auf Langläufer setze.

Arne Sand und Markus Kaiser würden ihre Dachfonds aktiv und flexibel managen. Das mache sie zu einem idealen Basis-Investment, vor allem in Unübersichtlichen Börsenzeiten. (21.08.2006/fc/n/s)






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