Erweiterte Funktionen

Deutsche Anleger entdecken Aktienfonds neu


17.01.07 13:10
DER FONDS.com

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Flucht der deutschen Privatanleger aus Aktien und Aktienfonds scheint gestoppt: Im zweiten Halbjahr 2006 ist die Zahl derer, die Anteile an Aktienfonds aber keine Aktien besitzen, um 522.000 auf 6,074 Millionen gestiegen, berichten die Experten von "DER FONDS.com".

Das zeige eine aktuelle Infratest-Studie im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts (DAI), die halbjährlich durchgeführt werde. Der Rückgang bei reinen Aktienfondsanlegern aus der ersten Jahreshälfte sei damit mehr als ausgeglichen. Von Januar bis Dezember 2006 sei ihre Zahl um 0,4 Prozent gestiegen.

Anders sehe es bei den reinen Aktionären und den Anlegern, die sowohl in Aktienfonds als auch in Aktien investieren würden, aus. Bei letzteren sei die Zahl im zweiten Halbjahr zwar auch wieder gestiegen, auf Jahressicht sei sie jedoch noch rückläufig. Die Zahl der reinen Aktionäre sei hingegen weiter gesunken auf 2,366 Millionen - Ende 2005 habe es noch 2,730 Millionen reine Aktionäre gegeben. Das zeige: Immer mehr Deutsche würden auf Fonds setzen, statt in einzelne Aktien zu investieren.

Insgesamt hätten 12,2 Prozent der deutschen Bevölkerung Ende 2006 Anteile an Aktienfonds oder Mischfonds besessen. Das seien 244 Prozent mehr als im Jahr 1997. Im Vergleich zum Höchststand 2001 liege die Zahl um 18,6 Prozent niedriger. (Ausgabe vom 16.01.2007) (17.01.2007/fc/n/s)