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Dt. Investmentfondsbranche auf dem Prüfstand
11.08.09 15:07
Kommalpha
Hannover (aktiencheck.de AG) - Die EFAMA hat gerade berichtet, dass die weltweit verwalteten Mittel in Investmentfonds seit Anfang des Jahres leicht auf 13,59 Billionen EUR gestiegen sind, so die Experten von Kommalpha.
Die deutsche Investmentbranche habe im ersten Halbjahr 2009 jedoch schwere Herausforderungen zu bewältigen gehabt. Mit Nettomittelzuflüssen von rund 3,7 Mrd. EUR scheine die Welt zwar recht in Ordnung zu sein, wenn man jedoch sehe, dass allein die beiden ETF-Anbieter db x-trackers und ETFlab zusammen über 4,8 Mrd. EUR Zuflüsse zu verbuchen gehabt hätten, zeige das, wie unterschiedlich sich die Segmente und Anbieter der Branche momentan entwickeln würden. Unter den Fondsgruppen seien es vor allem die Geldmarktfonds, die mit über 11 Mrd. EUR Abflüssen erheblich verloren hätten.
Die Rückflüsse bei vielen Anbietern hätten vor allem wirtschaftliche Effekte, die bewältigt werden wollten. So stünden Fondsschließungen und Fondsfusionen auf der Tagesordnung. Kapazitäten im Vertrieb und in der Administration würden überprüft und die Effizienz von Marketing- und PR-Budgets werde hinterfragt. Alles zusammen sei jedoch eher keine Krise, sondern die Abarbeitung von Ungereimtheiten aus der Vergangenheit. Zur Krise werde es nur, weil nicht erkennbar sei, dass die Branche ihre Reorganisation schnell genug betreibe.
Während der Produktionsstandort Deutschland scheinbar immer noch von der Finanzkrise profitiere und dortige Publikumsfonds rund 6,5 Mrd. Euro per Juni 2009 einsammeln würden, verliere Luxemburg fast 7,4 Mrd. EUR im gleichen Zeitraum. Hier wirke sich vor allem aus, dass in Luxemburg überwiegend komplexere Strukturen und Equity Fonds aufgelegt worden seien. Die Affinität der deutschen Investoren für den Platz Luxemburg sei in jedem Fall gesunken. International behalte Luxemburg noch seine herausragende Stellung als Plattform für Produzenten jedweder Herkunft.
Eine Rally laufe weiter - es würden auch in 2009 weiter viele neue Fonds produziert. Marketingbudgets und Vertriebsanstrengungen würden sich auf neue Produkte konzentrieren. Viele neue Fonds würden gezielt für institutionelle Marktteilnehmer aufgelegt. Die Bereinigung der Produktportfolien laufe erheblich langsamer als die Auflage neuer Produkte.
So sei die Zahl der Publikumsfonds der BVI-Mitglieder im 1. Halbjahr 2009 um 270 auf 6.398 gewachsen. 72 zusätzliche Aktienfonds, 50 neue Mischfonds und eine Verdopplung der sonstigen Wertpapierfonds auf 60 seien beispielhaft. (11.08.2009/fc/n/s)
Die deutsche Investmentbranche habe im ersten Halbjahr 2009 jedoch schwere Herausforderungen zu bewältigen gehabt. Mit Nettomittelzuflüssen von rund 3,7 Mrd. EUR scheine die Welt zwar recht in Ordnung zu sein, wenn man jedoch sehe, dass allein die beiden ETF-Anbieter db x-trackers und ETFlab zusammen über 4,8 Mrd. EUR Zuflüsse zu verbuchen gehabt hätten, zeige das, wie unterschiedlich sich die Segmente und Anbieter der Branche momentan entwickeln würden. Unter den Fondsgruppen seien es vor allem die Geldmarktfonds, die mit über 11 Mrd. EUR Abflüssen erheblich verloren hätten.
Während der Produktionsstandort Deutschland scheinbar immer noch von der Finanzkrise profitiere und dortige Publikumsfonds rund 6,5 Mrd. Euro per Juni 2009 einsammeln würden, verliere Luxemburg fast 7,4 Mrd. EUR im gleichen Zeitraum. Hier wirke sich vor allem aus, dass in Luxemburg überwiegend komplexere Strukturen und Equity Fonds aufgelegt worden seien. Die Affinität der deutschen Investoren für den Platz Luxemburg sei in jedem Fall gesunken. International behalte Luxemburg noch seine herausragende Stellung als Plattform für Produzenten jedweder Herkunft.
Eine Rally laufe weiter - es würden auch in 2009 weiter viele neue Fonds produziert. Marketingbudgets und Vertriebsanstrengungen würden sich auf neue Produkte konzentrieren. Viele neue Fonds würden gezielt für institutionelle Marktteilnehmer aufgelegt. Die Bereinigung der Produktportfolien laufe erheblich langsamer als die Auflage neuer Produkte.
So sei die Zahl der Publikumsfonds der BVI-Mitglieder im 1. Halbjahr 2009 um 270 auf 6.398 gewachsen. 72 zusätzliche Aktienfonds, 50 neue Mischfonds und eine Verdopplung der sonstigen Wertpapierfonds auf 60 seien beispielhaft. (11.08.2009/fc/n/s)


